Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Start des Pilotprojekts „Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“ (HPC – MOBIL) in Wien und Niederösterreich

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Welches Projekt mit welchem Ziel?
HPC Mobil ist ein dreijähriges Projekt von Hospiz Österreich
, das im Juni 2015 gestartet hat in Kooperation mit sechs verschiedenen Trägern in Wien, NÖ und in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hospiz NÖ.
Ein wichtiges Ziel dieses Pilotprojektes ist die Entlastung und Unterstützung für die MitarbeiterInnen in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause, vor allem im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen. Sicherere MitarbeiterInnen, die mit Hospiz und Palliative Care vertraut sind, können auch die An- und Zugehörigen ein Stück mehr begleiten. Sie wissen, wann die spezialisierte Versorgung dazu zu holen ist, um ihre PatientInnen gut versorgt zu wissen. Dort, wo es möglich ist, wird der Wunsch, die letzte Lebensphase zuhause verbringen zu können, leichter realisierbar sein.<br< <b=““>Folgende Träger nehmen am Projekt teil: Arbeiter Samariter Bund Wien, Caritas Socialis, Sozial Global AG, Volkshilfe Wien, Caritas der ED in Wien und Caritas der ED Wien/NÖ Ost, das Rote Kreuz in NÖ Die Evaluierung des Projektes wird vom NPO Institut (Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship) der WU Wien durchgeführt.
Univ. Prof. Dr. Ralph Grossmann begleitet das Projekt aus der Sicht der Organisationsentwicklung. Das Pilotprojekt wird vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) gefördert.

Warum braucht es das?
Wenn Menschen in Österreich gefragt werden, wo sie ihre letzten Lebenstage verbringen wollen, so ist es ihr Zuhause. Derzeit sterben aber in Österreich rund 70% in Institutionen, da die Bedingungen, um diesen Wunsch zu erfüllen, oftmals nicht gegeben sind .
In den beteiligten Bundesländern haben die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit ein sehr hohes Maß an körperlicher und psychischer Belastung zu tragen. Sie sind alleine vor Ort und müssen sehr oft schwierige, ethische Entscheidungen treffen. Sie begleiten nicht nur die PatientInnen (Kinder bis Menschen ins hohe Alter) sondern auch deren An- und Zugehörige. Jede Krisensituation verstärkt den Druck auf die Betreuungs- und Pflegepersonen.
Hinzu kommt, dass die Arbeit der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause die Zusammenarbeit mit einer Reihe anderer Dienstleister (HausärztInnen, dem mobilen Palliativteam, den Rettungsdiensten, den ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen…) erfordert, was viel Kooperations- und Vernetzungsarbeit bräuchte. Vom Gelingen der Kommunikation und Kooperation hängt sowohl die Qualität der Dienstleistung als auch das Wohlbefinden von PatientInnen, Angehörigen und Mitarbeitenden ab. Der Arbeitsalltag ist aber geprägt von einem großen Zeitdruck bei oftmals fehlender Qualifikation in Hospiz und Palliative Care.

Die Ziele des Pilotprojektes sind die nachhaltige Verankerung von Hospizkultur und Palliative Care in jeder Organisation, Verbesserungspotentiale in den Abläufen gemeinsam mit den Leitenden und Betreuenden der teilnehmenden Organisationen zu erkennen und umzusetzen, und die Entlastung der MitarbeiterInnen im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen.

Die Entwicklung von Leitzielen, Leistungen und Indikatoren gemeinsam mit allen Trägern, die Entwicklung eines Curriculum HPC Mobil, Organisationsentwicklung auf HPC bezogen und spezielle Fortbildung zu HPC sind die Schwerpunkte des Projektes.

Der Vernetzungsaspekt ist ein weiterer sehr wichtiger, dem durch Informationsweitergabe und Austausch mit allen, die nicht in der ersten Runde teilnehmen, entsprochen werden soll. Es wird gegen Ende des Projektes ein großes, österreichweites Vernetzungstreffen geben, zu dem alle Interessierten eingeladen sind .

Projektleitung: Dr.in Mag.a Sigrid Beyer, Dachverband Hospiz Österreich
Projektassistenz: Maria Eibel, BSc, MA
Öffentlichkeitsarbeit: Mag.a Anna Pissarek

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Pressekonferenz am 30.9.2015 – 51 Punkte und 6 Monate danach

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Am 30.9.2015 lud der Dachverband Hospiz Österreich zu einer Pressekonferenz anlässlich des Internationalen Hospiz und Palliative Care Tags 2015. Waltraud Klasnic nahm Stellung zum unveränderten Status quo nach der einstimmigen Verabschiedung der 51 Empfehlungen der Parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ im Nationalrat am 26.3.2015. Sie verwies zugleich auf all das, was sich unterdessen im Dachverband dennoch getan hat.

Dr . Wilhelm Kraetschmer vom Österreichischen Sparkassenverband sprach stellvertretend für die vielen Kooperationspartner, ohne die die meisten Hospiz- und Palliativeinrichtungen in ganz Österreich ihre Aufgaben nicht erfüllen könnten, da die Finanzierung über weite Strecken noch nicht geregelt ist.

Foto: © Dachverband Hospiz Österreich
v.l.n.r.: Waltraud Klasnic, Dr . Wilhelm Kraetschmer

Umsetzungs-Empfehlungen für die spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

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HOSPIZ ÖSTERREICH gibt Empfehlungen zur Umsetzung der spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich heraus.

Seit Juli 2013 verfügt Österreich über ein akkordiertes Experten-Konzept zur spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen . Dieses abgestufte Konzept umfasst vier spezialisierte pädiatrische Versorgungsangebote:

  1. Mobile Kinder-Palliativteams
  2. Kinder-Hospizteams
  3. Stationäre Kinder-Hospize
  4. Pädiatrische Palliativbetten

Diese Angebote werden im Experten-Konzept zwar inhaltlich definiert, wesentliche Angaben für eine qualitätvolle Umsetzung (z. B. zu den Personalschlüsseln oder zu den erforderlichen Kapazitäten) fehlen aber, so dass in der Praxis Unsicherheiten beim Aufbau dieses Versorgungsbereiches bestehen.

Um diesen Unsicherheiten zu begegnen, hat die im Dachverband Hospiz Österreich eingerichtete Steuergruppe* – deren Mitglieder zum Teil auch an der Konzepterstellung beteiligt waren – unter Einbeziehung von nationalen und internationalen Erfahrungen Umsetzungs-Empfehlungen formuliert. Am 30.6.2015 hat der Vorstand des Dachverbands Hospiz Österreich diese Empfehlungen verabschiedet. Sie sollen das Experten-Konzept in sinnvoller Weise ergänzen und eine flächendeckende, qualitätsvolle pädiatrische Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich fördern und unterstützen .

* Die Steuergruppe „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ wurde am 4.9.2014 beim Dachverband Hospiz Österreich eingerichtet. Ihr Aufgabenbereich liegt in der fachlichen Auseinandersetzung mit zentralen Themen/Fragestellungen, die bei der Einführung einer adäquaten Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich auftreten, und der Entwicklung gemeinsamer Standpunkte. Derzeit sind folgende Personen Mitglied in dieser Gruppe: Leena Pelttari (GF DVHÖ), Claudia Nemeth (Projektleitung, DVHÖ), Martina Kronberger-Vollnhofer (Kinderhospizbeauftragte DVHÖ, Landesvertretung Wien), Ulrike Pribil (Kinderhospizbeauftragte DVHÖ, Landesverband Hospiz OÖ), Christiane Krainz / Vertretung: Sonja Thalinger (beide Landesverband Hospiz Niederösterreich), Christof Eisl (Hospizbewegung Salzburg), Monika Benigni (Hospizverein Steiermark), Johann Baumgartner (Koordination Palliativbetreuung Steiermark), Annelies Bleil (Hospiz Vorarlberg), Renate Hlauschek (Universitätslehrgang Palliative Care in der Pädiatrie).

6. österreichweites Vernetzungstreffen „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“

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Am 17. September 2015 lud der Dachverband Hospiz Österreich zum 6. österreichweiten Vernetzungstreffen „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“. 34 TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern besuchten dieses Treffen im Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil in Salzburg und verbrachten einen angeregten Tag miteinander.

Mag.a Leena Pelttari MSc, Geschäftsführerin von Hospiz Österreich, eröffnete den Tag und berichtete über die Arbeit und die Ergebnisse der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ un

v.l.n.r.: Mag.a Anna H. Pissarek (DVHÖ), MMag. Christof Eisl (Hospizbewegung Salzburg), Mag.a Leena Pelltari (DVHÖ), Mag.a Claudia Nemeth (DVHÖ), Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer (Kinderhospizbeauftragte DVHÖ und Leiterin MOMO), Dr . Johann Baumgartner (Palliativkoordination Stmk), Prof. Dr. Hans Salzer (Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum Tulln)
v.l.n.r.: Mag.a Anna H. Pissarek (DVHÖ),
MMag. Christof Eisl (Hospizbewegung Salzburg),
Mag.a Leena Pelltari (DVHÖ),
Mag.a Claudia Nemeth (DVHÖ),
Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer (Kinderhospizbeauftragte DVHÖ und Leiterin MOMO),
Dr. Johann Baumgartner (Palliativkoordination Stmk),
Prof. Dr. Hans Salzer (Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum Tulln)

d erinnerte an den Welt-Hospiztag am 10. Oktober, der heuer unter dem Motto „Hidden Lives – Hidden Patients“ steht.

Mag.a Claudia Nemeth, Projektleiterin „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ im Dachverband Hospiz Österreich, informierte über aktuelle internationale Entwicklungen und stellte die neuesten Ergebnisse der Arbeiten im Dachverband vor. Am 30.6.2015 verabschiedete der Vorstand des Dachverbands Umsetzungs-Empfehlungen, die das 2013 veröffentlichte Konzept zur spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativversorgung sinnvoll ergänzen.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Salzer hielt einen Vortrag zu den „Möglichkeiten und Grenzen einer Therapiezieländerung im Übergang von kurativer zu palliativer Medizin“, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele. Herr Prof. Salzer ist Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum Tulln und Leiter der Arbeitsgruppe „Ethik“ in der ÖGKJ (Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde).

Die Berichte aus den Bundesländern zeigten eindrucksvoll, wie viel sich seit dem letzten Treffen vor einem Jahr in diesem Segment bewegt hat und wie engagiert und motiviert die Akteure an die Betreuung und Begleitung der Betroffenen herangehen.

Ein Informations- und Erfahrungsaustausch machte die unterschiedlichen Modelle und Arbeitsweisen der Mobilen Kinder-Palliativteams und Kinder-Hospizteams sichtbar, und die vor Ort vertretenen psychosozialen Berufe stellten ihre Arbeit in der Betreuung von lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor .

Insgesamt wurden an diesem Tag viele aktuelle Informationen und Erfahrungen ausgetauscht, bestehende Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft, sodass das 6. Vernetzungstreffen am Nachmittag erfolgreich zu Ende ging.

Mag.a Anna H . Pissarek, Hospiz Österreich, moderierte diesen Tag in bewährter Weise.

Veranstaltungshinweise:

6. Deutsches Kinderhospizforum: 13. – 14. November 2015 in Essen
https://www.deutscher-kinderhospizverein.de

2nd icpcn Conference: 18. – 21. Mai 2016 in Buenos Aires
http://www.icpcnconference.org/en/home/

 

Unser Dank gilt der WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group für die Unterstützung dieses Projektes!

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14. EAPC Kongress in Kopenhagen

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Vom 8. – 10. Mai 2015 fand in Kopenhagen/Dänemark der 14. Weltkongress der European Association for Palliative Care (EAPC) unter dem Motto „Building Bridges“ statt http://www.eapc-2015.org/. Rund 2.800 TeilnehmerInnen aus 80 Ländern und über 1.200 im Vorfeld eingereichte Abstracts machten ihn zum größten Kongress in der Geschichte der EAPC.

Der Kongress wurde im Bella Center, Skandinaviens größtem Ausstellungs- und Konferenzzentrum, abgehalten und bot ein mannigfaltiges inhaltliches Programm. Knapp 1.000 ausgestellte Poster zeigten die vielen Facetten des Bereichs Hospiz und Palliative Care und veranschaulichten in beeindruckender Weise, wie vielseitig zu diesem Gebiet wissenschaftlich gearbeitet und geforscht wird. Open Meetings boten die Möglichkeit, sich über die Arbeit einzelner EAPC Taskforces zu informieren.

Weiters fand eine Meet-the-experts-Session mit den Leiterinnen der EAPC-Taskforce für Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit Europas, Leena Pelttari und Ros Scott, statt.

Darüber hinaus bot der Kongress den TeilnehmerInnen Gelegenheit zum internationalen fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Insgesamt setzte die EAPC die Linie fort, den Kongress multiprofessionell und thematisch vielfältig auszurichten. Der 14. EAPC Kongress zeichnete sich dadurch aus, dass er nicht nur auf die in der Hospiz- und Palliativversorgung tätigen Professionen fokussierte, sondern auch das Ehrenamt berücksichtigte und insgesamt eine Fülle von Aspekten von Hospiz und Palliative Care thematisiert wurde .

Der Dachverband Hospiz Österreich war am Kongress durch Mag.a Leena Pelttari, MSc, Maria Eibel BSc, MA und Mag.a Claudia Nemeth vertreten.

„Es war eine große Bereicherung für mich auf dem Kongress in Kopenhagen so viele Fachleute aus verschiedenen Ländern zu hören. Trotz der unterschiedlichen ökonomischen, sozialen und strukturellen Voraussetzungen gibt es immer wieder Ideen und Inspirationen, die ich mir für meine Arbeit mitnehmen konnte – oft genügt ein Satz oder eine Abbildung aus einem Vortrag um wieder neue Perspektiven zu gewinnen und in weiterer Folge neue Konzepte zu erarbeiten.“, berichtet Maria Eibel, die heuer zum ersten Mal dabei sein konnte .

Während des Kongresses fand die Wahl des EAPC-Vorstands für die nächste Zeitperiode statt. In den kommenden vier Jahren von 2015 bis 2019 wird Professor Philip Larkin (Dublin/Irland) der EAPC als Präsident vorstehen. Board of Directors

Der 9. Wissenschaftliche EAPC Kongress findet vom 9. – 11. Juni 2016 in Dublin/Irland statt.

Der 15. Weltkongress der EAPC unter dem Motto „Progressing Palliative Care“ wird vom 11 . – 14. Mai 2017 in Madrid/Spanien veranstaltet.

2. Symposium Buntes Leben von Ehrenamtlichen in der Hospiz- und Palliativarbeit, Reed Messe Wien

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„Der volle Saal und die Stehplätze zeugen von der guten Organisation des Symposiums“, mit diesen Worten bedankte sich der Präsident des 5. Österreichischen Palliativkongresses Prof. Dr. Herbert Watzke, in dessen Rahmen das Symposium stattfand, für die gute Zusammenarbeit von Österreichischer Palliativgesellschaft und Hospiz Österreich: „Ehrenamt ist einer der wesentlichsten Bausteine der Arbeit auf unserer Palliativstation. Durch Ehrenamtliche wird etwas eingebracht, was sonst nicht machbar wäre. Wohin immer die Entwicklung des Ehrenamtes geht, ich wünsche eine gute Zukunft, damit es den Patient/innen noch besser geht.“

In seiner Begrüßung ging Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Soziales, auf den hohen Anteil an ehrenamtlich tätigen Personen in der österreichischen Bevölkerung ein und darauf, dass die Politik Rahmenbedingungen schaffen müsse, die Ehrenamt ermöglichen. Gerade der Hospiz- und Palliativbereich zeige auf, dass diese Arbeit nur gemeinsam von hauptberuflich und ehrenamtlich tätigen Menschen möglich ist. Der Abschluss der Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ habe deutlich gemacht, dass der weitere Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung notwendig sei, nachdem der Ausbaugrad derzeit bei 50% liege. Sowohl die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch die entsprechende materielle Ausstattung müssen passen. Der Pflegefonds biete dafür entsprechende Ressourcen. Die demographische Entwicklung weise das Älterwerden der Bevölkerung als tolle Entwicklung auf, schaffe aber zugleich neue Herausforderungen. Hundstorfer bedankte sich bei allen im Hospizbereich Tätigen und bei den Organisator/innen des Kongresses.

„Hospiz und Palliativ ist jetzt in den Herzen der Menschen angekommen“, mit diesen Worten spannte Waltraud Klasnic, Präsidentin von Hospiz Österreich, den Bogen vom ersten Symposium im Jahr 2011 in Klagenfurt unter dem Thema „Miteinander zum richtigen Zeitpunkt“ über die Hospizenquete 2014 bis zum heutigen Symposium zur Buntheit des Ehrenamtes und betonte, wie wichtig eine sensible mediale Berichterstattung zur Thematik sei: „Wir haben schon einiges geschafft, dennoch haben wir noch viel zu tun, was vor uns liegt!“. Dies verband sie mit dem Dank für das große Geschenk der Entwicklung der letzten Jahre.

Sheila Payne, EAPC-Präsidentin bedankte sich in ihrer Grußbotschaft bei Ros Scott und Leena Pelttari für die Schaffung der EAPC Task Force für Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit Europas.

Die folgenden Beiträge zur Zukunft des Ehrenamtes in Europa machten deutlich, dass es eine Zukunft des Ehrenamtes gibt und ein großes Interesse daran besteht, diese Zukunft mitzugestalten

Berichte aus den teilnehmenden Ländern – Country reports
Ros Scott stellte die Entwicklungen in UK und Irland dar, indem sie die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Ehrenamtlichen aufzählte, die vielfach im Management, in Haushaltstätigkeiten und im Fundraising eingesetzt sind. So gebe es im UK 160.000 Ehrenamtliche, die insgesamt 23 Mio. Stunden pro Jahr in einer ökonomischen Größe von £ 150 Mio. leisten. Gerade seitens des UK bestehe großes Interesse von Ländern zu lernen, in denen Ehrenamtliche im direkten Patientenkontakt stünden.
Die gesellschaftlichen Veränderungen wurden folgendermaßen skizziert: Menschen arbeiten länger, haben weniger Zeit und Ehrenamtliches Engagement ist für sie weniger interessant. Auch das Aufbringen von Geldmitteln werde zunehmend schwieriger. Demgegenüber bestehe größeres Interesse an Kurzzeit-Engagements und es werde stärker unter verschiedenen Angeboten ausgewählt . Nötig sei vor allem auch eine bessere Schulung des Personals für den Umgang mit Ehrenamtlichen.

Piotr Krakowiak, polnischer Priester, stellte die Entwicklung in Osteuropa dar: „Der frühe Beginn der Hospizentwicklung in Polen in den 1980er Jahren hat einen sehr einfachen Grund. Der Mann der Hospiz-Gründerin Cicely Saunders war Pole und so hat sie die Hospizidee auch nach Polen gebracht.“ Mit der Professionalisierung des Ehrenamtes kam es zu einem deutlichen Sinken der Zahl von Ehrenamtlichen. Dies machte eine Rückbesinnung auf die Wurzeln von Hospiz erforderlich, sowie die Schulung der Koordinator/innen für die Leitung von Ehrenamtlichenteams. Dem Bereich der Bildung komme angesichts begrenzter Ressourcen besondere Bedeutung zu. Auch die Spiritual Care sei eine Domäne des Ehrenamtes, die Advokaten der spirituellen Bedürfnisse Betroffener seien.

Jos Somsen widmete sich den Entwicklungen in den Benelux-Ländern und wies darauf hin, dass die Klient/innen zunehmend kritischer und anspruchsvoller würden. Die demographische Entwicklung lasse den Gipfelpunkt der Todesfälle im Jahr 2050 erwarten.
Aber auch bei den Ehrenamtlichen seien Veränderungen bemerkbar, so sei die jüngere Generation beschäftigter und habe weniger Zeit. Ihre Mitarbeit in einer Organisation sei dadurch kürzer. Sie seien zudem gebildeter und die persönliche und spirituelle Entwicklung sei eine wichtige Motivation, mache aber die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher schwieriger. Die Betreuungsfälle seien zunehmend komplexer und machen eine qualitätsvollere Befähigung erforderlich.

Leena Pelttari stellte die Entwicklungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz dar und betonte, dass durch das Herauswachsen aus einer kleinen Bürgerbewegung hin zu einer großen und anerkannten Bewegung im Gesundheits- und Sozialwesen mehr Struktur und Organisation gefordert seien. Neben der geringeren und kürzeren Verfügbarkeit der „neuen Ehrenamtlichen“ gebe es ein höheres Interesse an der Mitarbeit bei begrenzten Projekten und eine höhere Reflexionsbereitschaft. Als große neu zu betreuende Personengruppen kommen die Bewohner/innen von Pflegeheimen dazu, wie auch Kinder und Jugendliche, wie auch trauernde Menschen.
Als besondere Herausforderungen stellte Pelttari dar, dass mehr Wissen und Bewusstsein über die Rolle der Ehrenamtlichen nötig seien und Ehrenamtliche sowie hauptberuflich Tätige nicht in Konkurrenz stehen, sondern einander auf gleicher Augenhöhe begegnen müssen . Dazu gilt es auch, die Kultur der Anerkennung zu stärken und mehr über die Wünsche und Vorstellungen von Ehrenamtlichen in Erfahrung zu bringen. Damit Ehrenamtliche als wichtige Ressource wahrgenommen werden, muss immer wieder das Feuer neu entfacht werden. Die Standards und Regelungen müssten in der richtigen Balance zur Freiheit der FREIwilligen stehen.

Rosalma Badino präsentierte die Situation in Italien und Südeuropa und stellte als besondere Aufgabe die Anwerbung jüngerer Ehrenamtlicher dar, bei denen das Engagement sowohl für die Persönlichkeitsentwicklung als auch für die berufliche Tätigkeit von Nutzen sein kann.

Nach dem Austausch in Kleingruppen über Geschichten und Erfahrungen von und mit ehrenamtlicher Tätigkeit, die auch den Auftakt für ein europaweites Projekt darstellten, und dem Mittagessen wurden am Nachmittag vier Workshops angeboten zu den Themenkreisen Spiritual Care, Neue Aspekte und Herausforderungen des Ehrenamtes, Management und Organisation und Freie Fragestellungen.

Erste Ergebnisse einer Studie über das Ehrenamt – First results from the survey on volunteering
Im Anschluss wurden von Katharina Pabst und Michaela Hesse aus Deutschland erste Ergebnisse einer Studie über das Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in Europa vorgestellt und diskutiert. Die Studie erhebt Einschätzungen zu den Themenkreisen Rolle, Motivation, Aufgabe, Ausbildung und Herausforderungen für die Zukunft in einer breit angelegten Fragebogenaktion. In einer ersten Runde, in der Verantwortliche der Hospiz- und Palliativdienste in 35 Ländern befragt wurden, wurden altruistische Motive als Hauptgrund für das Engagement genannt und erst an letzter Stelle die Persönlichkeitsentwicklung. Als Alleinstellungsmerkmal der ehrenamtlichen Tätigkeit steht der Faktor „Zeit“, der Ehrenamtliche zum Herz des Hospizes macht. Danach wurde „Geld“ angesprochen, da Ehrenamtliche Kosten gering halten und sich selbst am Fundraising beteiligen. Als „Extras“ wurde benannt, dass Ehrenamtliche etwas anbieten und Wünsche erfüllen können, was anderen in dieser Form nicht möglich ist. Wichtig war auch die Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen, wozu eine Klarheit in Rolle, Verantwortung und Grenzziehung gefordert ist. Es gilt auch zwischen den für diesen Bereich geeigneten und ungeeigneten Personen zu unterscheiden.

Europäisches Positionspapier zum Thema „Ehrenamt stärken“ – Charta on Volunteering
Anne Goosenssen und Jos Somsen aus den Niederlanden stellten danach Grundzüge für ein europäisches Positionspapier zum Thema „Ehrenamt stärken“ vor und nutzten das Plenum, um die Prioritäten für dieses Papier festlegen zu können.

Mit dem Symposium haben Hospiz Österreich und die Österreichische Palliativgesellschaft ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung der ehrenamtlichen Hospizarbeit in Europa gesetzt. „Das große Geschenk der ehrenamtlichen Begleitung ist das einfache DA-Sein, Zeit zu haben und ein Stück Alltäglichkeit in eine schwierige Situation zu bringen. Ehrenamtliche stehen auch für gesellschaftliche Werte wie Solidarität und Mitmenschlichkeit“, so Leena Pelttari, Geschäftsführerin von Hospiz Österreich und Hauptorganisatorin der Veranstaltung.

Wir danken MMag. Christof Eisl, Geschäftsführer Hospizbewegung Salzburg, für die Bereitstellung dieses Beitrags, der in ähnlicher Form in Lebensfreude 2_2015 erscheinen wird!

Das genaue Programm finden Sie hier in Deutsch und Englisch

Summary of the Symposium in English

Die Poster zum Ehrenamt in den einzelnen Ländern/Posters:

 

Aus den Workshops/Notes from the Workshops:


We thank all presenters and workshop facilitators for their valuable contributions!

Wir danken dem Sozialministerium und der ERSTE Stiftung sehr herzlich für die Unterstützung!

Menschen – Würde im Fokus von Palliative Care

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Pressekonferenz zum 5. Österreichischer Interdisziplinärer Palliativkongress

Logo OPG

Anlässlich des 5. Österreichischen Interdisziplinären Palliativkongresses vom 9.-11.4.2015 in der Messe Wien fand im Vorfeld eine Pressekonferenz statt. Mag.a Leena Pelttari, MSc, Geschäftsführerin Dachverband Hospiz Österreich, Dr . Harald Retschitzegger, MSc, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft und Univ . Prof. Dr. Herbert Watzke, Kongresspräsident und im Vorstand der Österreichischen Palliativgesellschaft, informierten am 8.4.2015 über den Kongress und die damit verbundenen Themen.

Ca. 900 palliativ tätige MitarbeiterInnen aus Pflege, Medizin, Sozialarbeit, Psychologie, Seelsorge und besuchten ein hochkarätiges Vortragsprogramm mit nationalen und internationalen PalliativexpertInnen, die sich mit den Themen Hospizarbeit und Palliative Care, Sterben und Menschenwürde wissenschaftlich auseinandersetzten . Ein Symposium von Hospiz Österreich unter Mitarbeit der EAPC Taskforce Volunteering beschäftigte sich mit der komplexen und unterschiedlichen Situation ehrenamtlicher HospizmitarbeiterInnen in Europa.

6. Wiener Hospiztag – Hospiz und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) – Qualität und Nachhaltigkeit

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Der 6. Wiener Hospiz und Palliativtag unter dem Motto „Hospiz und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) – Qualität und Nachhaltigkeit“ fand am 26.3.2015 von 13.00-18.00 Uhr im Congress Center Messe Wien statt. Er war die offizielle gemeinsame Abschlussveranstaltung für alle Heime des ersten und zweiten Durchgangs im Projekt HPCPH in Wien und der Auftakt für die Heime des dritten Durchgangs. Auch jenen Heimen, die Hospiz und Palliative Care unabhängig von Projekt HPCPH des Dachverbandes Hospiz Österreich implementiert haben, wie die Pflegezentren der CS und das KAV GZ Klosterneuburg, bot dieser Tag Gelegenheit zur Präsentation.

Über 300 Menschen, besonders viele aus Wiener Alten- und Pflegeheimen, verbrachten einen gemeinsamen, inspirierenden, berührenden und ermutigenden Nachmittag im Rahmen des 10. Deutsch-österreichischen Geriatriekongresses. Dr. Harald Retschitzegger, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft und selbst Multiplikator im Projekt HPCPH, begleitete als Moderator in gelungener Weise durch den Nachmittag.

Eröffnung

Marianne Klicka, Dritte Präsidentin des Wiener Gemeinderates, eröffnete mit den Grußworten von Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely den Nachmittag. Anschließend begrüßten Waltraud Klasnic alle Anwesenden als Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich und Univ.Prof. Dr. Rudolf Likar als Vizepräsident der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG).

Nach diesem Auftakt galt die Wertschätzung den Personen, die im Projekt besonders aktiv sind, den vielen MultiplikatorInnen (sie leiten die Workshops in Palliativer Geriatrie in den Heimen), den ProjektbegleiterInnen, den Projektverantwortlichen und den Trägern – stellvertretend für alle MitarbeiterInnen.

Marina Kojer „Palliative Geriatrie – gestern – heute – morgen“

DDr.in Marina Kojer erinnerte in ihrem Vortrag „Palliative Geriatrie – gestern – heute – morgen“ an den Beginn der Entwicklung im Wiener Krankenanstaltenverbund und an ihre Aufbauarbeit in der 1. Med. Abteilung für palliativmedizinische Geriatrie im Geriatriezentrum am Wienerwald (GZW). Sie betonte, dass das, was alte, oft an Demenz erkrankte Menschen brauchen, über all die Jahre gleich geblieben sei: es geht um das Verstandenwerden, das Gehörtwerden, um Schmerzfreiheit, Kontakt und darum, als Mensch wahrgenommen zu werden. Sie erinnerte an die Wichtigkeit des Miteinander und dass in der Betreuung alter Menschen kein Platz für SolistInnen sei. Ihre Sorge gelte der Zukunft angesichts einer zunehmenden Ökonomisierung. Denn Begegnungen und Zuwendung brauchen Zeit.

Präsentation der Heime

Anschließend präsentierten die teilnehmenden Heime sehr lebendig und vielfältig Ausschnitte dessen, wie sie Hospizkultur und Palliative Care in ihren Alltag integriert haben und leben. Der Film „Feiert das Leben“ rührte zu Tränen, wunderbar war die Darstellung von multidisziplinärer Zusammenarbeit anhand des Liedes ‚Hand in Hand‘. Über Kurzvideos kamen BewohnerInnen, Betreuende und Angehörige selbst zu Wort. Eine besondere Freude war, dass eine 99jährige Bewohnerin aus dem St. Carolusheim nicht nur in einem der Kurzvideos sprach, sondern auch beim Hospiztag selber anwesend war. Fachliche Dimensionen wurden durch Statements aus dem interprofessionellen Team, der Maslow’schen Bedürfnispyramide im Kontext von Demenzerkrankung und Hospizkultur und Mäeutik eingebracht. Der Sketch „Jedem Jammern entgegen, nur so können wir bewegen“ brachte alle zum Lachen. Er zeigte eine wohl nicht so ungewöhnliche Dynamik in einem Team von HeimmitarbeiterInnen und den Wandel im Bewusstsein, den es für Veränderungen braucht.

Die Geschichte und das Lied

Nach der Pause brachten zwei künstlerische Darbietungen die Anwesenden wieder zum Thema zurück. Begleitet von Walbildern aus Maui las Sigrid Beyer, Projektleiterin und Autorin, aus ihrem Buch „Erdenengel, Botschaften für dich“ die Geschichte des Jungen, der ein Buckelwal sein wollte. Gottfried Prinz, Seelsorger im Caritas Haus Schönbrunn und Musiker, schenkte allen ein selbst komponiertes Lied „Bis zum letzten Atemzug“. Beides berührte die Herzen.

Andreas Kruse: Das Leben am Ende des Lebens gestalten

Angekommen beim Tageshöhepunkt wies Univ. Prof . Dr. Andreas Kruse vom Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg in seinem Vortrag „Das Leben am Ende des Lebens gestalten: Grenzgänge zwischen Verletzlichkeit und Entwicklungspotentialen“ darauf hin, wie sehr Sterben etwas Großes sein kann, wenn es gelingt, die körperlichen Symptome und Schmerzen zu lindern und Raum zu schaffen für den Wandlungsprozess. Dieser vor allem geistig-seelisch ablaufende Prozess der Rundung braucht ein Umfeld von Hospiz und Palliative Care . Hospiz und Palliative Care kann ein individuelles Leben so unterstützen, dass es selbst den Prozess des Sterbens gestaltet. Auch bei dementen Menschen gebe es die Inseln des Selbst, die bis zuletzt bestehen bleiben. Auf keinen Fall, so Kruse, gehe es um „möglichst kurz und möglichst schnell“. Kruse wies eindringlich darauf hin, dass so ein Umfeld die entsprechenden sozioökonomischen Rahmenbedingungen braucht.

Heime erhalten Urkunden

Beim feierlichen Abschluss überreichte Waltraud Klasnic den 8 Heime die HPCPH Urkunden. Viel Engagement war zu sehen, Vieles konnte umgesetzt und in den Alltag integriert werden. Nun gilt es das Gute weiter zu tragen und entsprechend weiter zu entwickeln. Waltraud Klasnic wünschte allen viel Durchhaltevermögen und Kraft auf dem weiteren Weg.

Einen Überblick, welche Heime in Österreich Hospiz und Palliative Care integriert haben, finden Sie unter www.hospiz.at, Bereich Alten- und Pflegeheime, HPCPH Heime

„Wir danken den Österreichischen Lotterien und der ERSTE Stiftung für die Unterstützung!“

Pressekonferenz 6. Wiener Hospiztag

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Anlässlich des 6 . Wiener Hospiz und Palliativtags unter dem Motto „Hospiz und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) – Qualität und Nachhaltigkeit“ lud der Dachverband Hospiz Österreich am Vormittag des 26.3.2015 zu einer Pressekonferenz in die Messe Wien ein.

Marianne Klicka, Dritte Präsidentin des Wiener Landtags, Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, Primaria Dr.in Katharina Pils, Präsidentin des 10. Gemeinsamen Österreichisch-Deutschen Geriatriekongresses und Dr. Harald Retschitzegger, Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft zeigten in verschiedenen Aspekten die Notwendigkeit von Hospizkultur, Palliative Care und Geriatrie bei der bestmöglichen Versorgung hochaltriger Menschen auf.

Der 6. Wiener Hospiztag war die offizielle gemeinsame Abschlussveranstaltung für alle Heime des ersten und zweiten Durchgangs im Projekt HPCPH Wien und der Auftakt für die Heime des dritten Durchgangs. Er fand im Rahmen des 10
. Gemeinsamen Österreichisch-Deutschen Geriatriekongresses statt.

Einen Überblick, welche Heime in Österreich Hospizkultur und Palliative Care integriert haben, finden Sie unter www.hospiz.at, Bereich Alten- und Pflegeheime, HPCPH Heime

Foto: © PID Walter Schaub-Walzer
v.l.n.r.: Waltraud Klasnic, Marianne Klicka, Dr. Harald Retschitzegger, Prim.a Dr.in Katharina Pils

8. Dattelner Kinderschmerztage – 19.-21.3.2015

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Vom 19. – 21 . März 2015 fanden in Recklinghausen (D) die 8. Dattelner Kinderschmerztage statt. Das Motto lautete: Kranke Kinder – wertvolles Leben!

Der multiprofessionelle Kongress, zum zweiten Mal als Dreiländerkongress (Deutschland, Österreich, Schweiz) für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung organisiert, bot ein vielfältiges wissenschaftliches und praxisorientiertes Programm mit ca. 100 Vorträgen und Workshops.

Rund 800 TeilnehmerInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum trafen sich im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen zu einem intensiven fachlichen Austausch. Der Dachverband Hospiz Österreich war durch Projektleiterin Mag.a Claudia Nemeth vertreten.

Neben vielen deutschen und schweizer ExpertInnen hielten die Österreicherinnen Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer (ärztliche Leiterin Kinderhospiz MOMO und Kinderhospizbeauftragte des Dachverbands Hospiz Österreich) und Mag.a Silvia Langthaler (Leiterin Der Rote Anker, CS Hospiz Rennweg) Vorträge beim Education Day und in Workshops.

Ein Höhepunkt wurde mit einem „Meet the Experts“ geboten, wo die internationalen Experten Prof. Charles Berde, MD, PHD (Boston Children´s Hospital) und Dr. Reneé McCulloch, BM BS MRCP Dip. Pal. Med. (Great Ormond Street Hospital for Children, London) den KongressteilnehmerInnen für Fachfragen und Diskussionen zur Verfügung standen.

Der dritte Kongresstag wurde mit einem allgemein-öffentlichen Symposium zum Thema „Hilfe beim Sterben für Kinder und Erwachsene“ bereichert. Vorträge und eine Podiumsdiskussion boten Fakten zur Situation in Deutschland und Erfahrungen in Holland und Belgien, wo aktive Sterbehilfe legalisiert ist, sowie Einblicke in persönliche Einstellungen der DiskussionsteilnehmerInnen aus den genannten Ländern zum Thema Sterben und Hilfe beim Sterben .

Wie auch schon bei den vorhergehenden Kongressen gab es auch diesmal die Möglichkeit zu Workshops inklusive Führungen im Kinderpalliativzentrum Datteln.

Bei zwei Abend-Events – ein Come together am ersten und ein Kultur- und Partyabend am zweiten Kongress-Tag – kamen auch die sozialen Kontakte nicht zu kurz.

Die 9. Dattelner Kinderschmerztage sind für 16.-18. März 2017 geplant.

EAPC Taskforce zum Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in Europa

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Seit Dezember 2013 beschäftigt sich die European Association for Palliative Care (EAPC) Task Force on Volunteering in Hospice and Palliative Care damit, die faszinierende Welt des ehrenamtlichen Engagements in Hospiz und Palliative Care in unterschiedlichen Ländern Europas zu erforschen und zu beschreiben.

Am 09. April 2015 findet im Rahmen des 5. Österreichischen Interdisziplinären Palliativkongresses das 2. Symposium zum Thema Ehrenamt im Bereich von Hospiz und Palliative Care in Europa statt .

„Colourful Life of Hospice Volunteers in Europe/Buntes Leben von ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen in Europa“ ist der Titel dieses Treffens . Einerseits dient das Symposium dem Austausch und der Vernetzung der teilnehmenden ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen, andererseits ist es Teil der Arbeit der EAPC Taskforce in ihrem Bemühen, den Stellenwert des Ehrenamtes in Europa zu stärken und zu fördern.

Dr.in Rosalin Scott und Mag.a Leena Pelttari MSc leiten die Arbeitsgruppe der EAPC gemeinsam . In einem EAPC – Blog stellen sie die Arbeit der Gruppe und das Symposium vor.
https://eapcnet.wordpress.com/2015/03/23/colourful-life-of-hospice-volunteers-in-europe-2/

Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ stellt Empfehlungen an den Nationalrat vor

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Unmittelbar nach der Sitzung der Enquete-Kommission am 3.3.2015 wurden die einstimmig beschlossenen Empfehlungen an den Nationalrat in einer Pressekonferenz im Parlament der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Dachverband Hospiz Österreich hat in einer Presseaussendung darauf reagiert .

Wir danken allen ExpertInnen aus dem Hospiz- und Palliativbereich, die mitgeholfen haben, dass dieses Ergebnis erreicht worden ist!