Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Pressekonferenz: Wenn Kinder sterben – wie Kinderhospizarbeit gelingt

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Am 14.9.2016 lud der Dachverband Hospiz Österreich anlässlich des ersten Kinderhospizkongresses in Österreich gemeinsam mit den mitveranstaltenden Organisationen zum Pressegespräch nach St . Virgil/Salzburg.

 

Fünfte Internationale Konferenz zu Advance Care Planning und End of Life Care (ACPEL) in München

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Advance Care Planning (ACP), auf Deutsch in etwa mit „vorausschauende Planung“ zu übersetzen, ist in jenen Gebieten der Erde, die über eine hochtechnisierte medizinische Versorgung verfügen, ein brennendes Thema . Das zeigte sich in der Vielfalt der Beiträge und der BesucherInnen (ein großer Teil kam aus den USA, Australien, Neuseeland, Singapur, Japan, UK und Deutschland) bei der fünften internationalen Konferenz in München von 9.-12. September 2015.

Mag.a Katharina Leitner von IERM und Mag.a Anna H. Pissarek, Dachverband Hospiz Österreich, berichteten in einer gemeinsamen Kurz-Präsentation am Donnerstagnachmittag sowohl über die Ergebnisse der Studie des IERM über Patientenverfügungen in Österreich als auch über das Projekt Vorsorgedialog im Rahmen des Projektes HPCPH von Hospiz Österreich .

Rechtzeitig zum Kongress erschien unter dem Titel „Advance Care Planning. Von der Patientenverfügung zur Gesundheitlichen Vorausplanung“ das erste deutschsprachige Buch zur vorausschauenden Planung mit Michael Coors, Ralf Jox, Jürgen in der Schmitten als Herausgeber. Auf den Seiten 225-233 beschreiben Sigrid Beyer, Regina Ertl und Karl Bitschnau im Beitrag „Dialog als Vorsorge – Ist die Vorbereitung auf die Krisensituation in Pflegeheimen möglich?“ Stand und Überlegungen zum erwähnten Projekt.

Drei Herausforderungen zogen sich wie ein roter Faden durch viele unterschiedliche Beiträge und Kontinente: Am Kongress wurde eine unglaubliche Fülle an Themen in Parallelsitzungen besprochen, von ACP in speziellen Settings (Alten- und Pflegeheime, Akutkrankenhäuser, ambulant…), für spezifische Zielgruppen (Kinder, Menschen mit Demenz, Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, Menschen mit Migrationshintergrund, onkologische PatientInnen, PalliativpatientInnen, Menschen mit chronischen Erkrankungen…) bis zu Stärken und Herausforderungen spezifischer Settings und PatientInnengruppen. Die Plenarsitzungen behandelten Schwerpunktthemen wie Ökonomie, verschiedene Modelle von ACP, die Implementierung und Überlegungen zu einem White Paper u.v.m.

  • Wer hat Zeit und die nötigen Qualifikationen für solche Gespräche?
  • Wer bezahlt für diese Zeit?
  • Wann und wie und mit wem beginnt man so ein Gespräch?


Mehr zum Programm http://acpel2015.org/home.html

Die 6. Internationale ACPEL Konferenz findet 2017 in Vancouver/Kanada statt.

Fachtagung für Hospiz- und Palliative Care Vorsorgedialog

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Am 23./24. Juni 2016 versammelten sich ca . 40 Verantwortliche der Hospiz- und Palliativ-Landesorganisationen und zukünftige MultiplikatorInnen aus allen Bundesländern in St. Virgil/Salzburg, um gemeinsam für das vom Dachverband Hospiz Österreich initiierte Projekt „HPC – Vorsorgedialog (HPC-VSD)“ erste Umsetzungsschritte zu überlegen.

Leena Pelttari, Geschäftsführerin im Dachverband Hospiz Österreich, verwies in ihrer Einführung auf die Geschichte des HPC-VSD und die Verankerung des VSD in den 51 Punkten der Empfehlungen der Parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“. PionierInnen im VSD: Peter Schuh, Palliativmediziner und Hausarzt aus Oberwart/Bgld, Elisabeth Medicus, ärztliche Leiterin des Mobilen Palliativteams der Tiroler Hospizgemeinschaft aus Innsbruck/Tirol, Annette Henry, Palliativmedizinerin und Multiplikatorin im Projekt HPCPH Wien, Gerda Schmidt, Wohnbereichsleiterin eines Pflegezentrums der CS in Wien und Multiplikatorin im Projekt HPCPH Wien, Martin Doppelreiter, Palliativmediziner aus Wien gaben Einblick in ihre Erfahrungen in der Praxis und die Notwendigkeit einen österreichweiten Vorsorgedialog zu entwickeln.

Welche Zugänge der Organisationsentwicklung bei der Implementierung in Heimen wichtig sind und wie das Projekt in die Heimen eingeführt werden kann, war Teil des Nachmittagsaustausches, bei dem sich die Gruppe in Landesverantwortliche und direkt in den Heimen tätige MultiplikatorInnen teilte.

Dazu kamen Fachinputs von Dr.in Maria Kletecka-Pulker vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin zur rechtlichen Situation und Berichte über Gelungenes und Stolpersteine aus der Praxis.

Ein Curriculum für die Implementierung des HPC-VSD in den Heimen war im Dachverband Hospiz Österreich entwickelt worden. Am zweiten Tag standen das Curriculum und seine Methoden im Mittelpunkt der Fachtagung. In Übungen wurden die Anwesenden animiert, selber in die Rolle der zukünftigen TeilnehmerInnen zu schlüpfen.

Die derzeit bestehende Fassung des HPC-VSD (Einführung, Gesprächsleitfaden und Dokumentation) und das Curriculum waren die Grundlage lebhafter und interessierter Diskussionen und eines Austausches der Situation in den Bundesländern an beiden Tagen. Alle nahmen viele Erkenntnisse und Schwung mit nach Hause im Wissen, dass noch viel zu tun ist .

Die Tagung wurde von Karl Bitschnau, Vizepräsident im Dachverband Hospiz Österreich und Leiter Hospiz Vorarlberg, und Sonja Thalinger, Geschäftsführerin im Landesverband Hospiz, moderiert.

Wir danken dem Sozialministerium für die Unterstützung der Tagung!


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Infobox
Vorsorgedialog – Was ist das?

In Alten- und Pflegeheimen kommt es immer wieder zu für alle Betroffenen schwierigen Situationen und zu unnötigen Krankenhauseinweisungen von BewohnerInnen am Lebensende, da oft zu wenig oder keine Informationen für „den Ernstfall“ vorliegen, die sowohl den Willen des Bewohners/der Bewohnerin als auch klare Grundlagen für Entscheidungen von Pflegepersonal und (Not)ÄrztInnen dokumentieren.

Um dieser Not gegenzusteuern und hier den Willen der BewohnerInnen Ernst zu nehmen wie auch Sicherheit für das professionelle Personal herzustellen, hat der Beirat des Projektes Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) das Projekt „Instrument Vorsorgedialog“ unter der Federführung von Sigrid Beyer, Projektverantwortliche HPCPH im Dachverband Hospiz Österreich bis Ende 2015, ins Leben gerufen.

Ziel des Projektes ist es, unter Beteiligung aller relevanten Berufsgruppen (Pflegende, NotfallmedizinerInnen, PalliativärztInnen, JuristInnen, HausleiterInnen etc.) und Institutionen (z.B. Österreichische Ärztekammer, ARGE PDL, Bundesverband der Alten- und Pflegeheime, Österreichische Palliativgesellschaft etc.) ein Instrument „Vorsorgedialog“ zu erarbeiten, das dann österreichweit empfohlen werden kann.
Der Vorsorgedialog griff dabei auf bereits bestehende Dokumente und Palliativpläne zurück und besteht aus zwei aufeinander bezogenen Säulen: Einerseits einem Gespräch mit dem Bewohner/der Bewohnerin zur Klärung seines/ihres Willens (dieses Gespräch wird in regelmäßigen Abständen wiederholt und aktualisiert), andererseits aus einer Verschriftlichung/Dokumentation der Ergebnisse, auf die dann im „Notfall“ von begleitenden professionellen Kräften zurückgegriffen werden kann.

„begleiten bis zuletzt“ – Pressekonferenz

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Am 7. Juni 2016 lud der Dachverband Hospiz Österreich zu einem Pressegespräch .

Wie können anderssprachige Personen-BetreuerInnen bei der Begleitung und Pflege von Menschen in der letzten Phase des Lebens unterstützt und damit auch die Angehörigen entlastet werden? Waltraud Klasnic, Dachverband Hospiz Österreich, Dr. Wilhelm Kraetschmer, Österreichischer Sparkassenverband , und Franz Karl Prüller, Vorstandssitzender der ERSTE Stiftung, stellten das gemeinsame Projekt vor .

Der Dachverband Hospiz Österreich gibt seit 2005 eine Broschüre heraus „begleiten bis zuletzt – Ratgeber für Angehörige von schwerkranken Menschen“. „Sie enthält,“ so Waltraud Klasnic, „in verständlicher und fachlich fundierter Form Hinweise zu Verhalten, Pflege, Symptomatik am Lebensende und weitere Informationen, die für Angehörige wichtig sind. Nun können auch 24h BetreuerInnen in ihrer Muttersprache auf diese Informationen zurückgreifen“.

Der österreichische Sparkassenverband finanziert seit Jahren Druck und Überarbeitung der deutschsprachigen Broschüre. Dies entspreche dem Gründungsauftrag der Sparkassen in besonderer Weise, betonte Wilhelm Kraetschmer .
Auf Anregung von betroffenen Angehörigen und Mobilen Palliativteams wurde diese Broschüre 2015 für PersonenbetreuerInnen in Österreich ins Rumänische, Slowakische und Ungarische übersetzt. Das österreichische Sozialministerium ermöglichte die Übersetzung und den Druck.

Zeitgleich entstanden in Rumänien, der Slowakei und Ungarn in Kooperation mit Hospiz- und Palliativorganisationen vor Ort unter tatkräftiger finanzieller Unterstützung der ERSTE Stiftung landesspezifische Broschüren, die auf der deutschsprachigen Fassung beruhen, jedoch an die Verhältnisse in den Ländern angepasst sind. Franz Karl Prüller: „Wir freuen uns sehr, dass die ERSTE Stiftung ihrem Auftrag gerecht werden kann und wir dabei helfen konnten mit der Broschüre ‚begleiten bis zuletzt‘ ein gelungenes Modell für die Unterstützung von Angehörigen in drei Länder bringen zu können, in denen so etwas bisher gefehlt hat.“

Die österreichischen Broschüren können in Deutsch, Rumänisch, Slowakisch und Ungarisch bestellt bzw. heruntergeladen werden.  https://www.hospiz.at/publikationen/

GEMEINSAM AN GRENZEN, 1. Pädiatrischer Hospiz- und Palliativkongress in Österreich 14. und 15.9.2016

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Informationen rund um den Kongress und Anmeldung ab sofort unter: www.kinderhospiz-kongress.at

Der Dachverband Hospiz Österreich veranstaltet in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, der Österreichischen Palliativgesellschaft und dem Universitätslehrgang Palliative Care mit dem Lehrgang Palliative Care in der Pädiatrie erstmals einen österreichischen Kongress zu pädiatrischer Hospiz und Palliative Care.

Wir entwickeln ein sehr interessantes, buntes Programm mit den vielfältigen Aspekten in der Versorgung von lebensverkürzt erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen samt ihren Familien. Neben Berichten über den nationalen und internationalen Entwicklungsstand erwarten die KongressteilnehmerInnen Themen wie Peripartale Palliative Care, Schmerztherapie/Symptomkontrolle, interkulturelle und ethische Fragestellungen, vorausschauende Planung, Trauer etc.

Namhafte Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland werden in Vorträgen und Workshops Fachinformationen präsentieren und aus ihrer Praxis berichten . Joan Marston, die Präsidentin der Weltorganisation icpcn (international children´s palliative care network), wird den Kongress eröffnen .

Wir freuen uns, Sie im September in Salzburg begrüßen zu dürfen!

GEMEINSAM AN GRENZEN
1. Pädiatrischer Hospiz- und Palliativkongress in Österreich
14. und 15. 9. 2016
St. Virgil Salzburg
Bildungs- und Konferenzzentrum, Seminarhotel
Ernst-Grein-Straße 14
5026 Salzburg

Detailinformationen zu Programm und Anmeldung unter www.kinderhospiz-kongress.at

Tätigkeitsbericht 2015

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Am 17 . Mai 2016 fand im Anschluss an eine Vorstandssitzung die jährliche Generalversammlung des Dachverbandes Hospiz Österreich statt.
Daran nahmen u.a . auch VertreterInnen von Caritas Österreich, Diakonie Österreich und Vinzenz Gruppe als Teil der überregionalen Mitglieder im Dachverband Hospiz Österreich teil. Der Tätigkeitsbericht 2015 wurde vorgestellt, aktuelle Themen wurden besprochen .

Anschließend stellte sich das Präsidium des neu von der Bundesregierung beauftragten Hospiz- und Palliativforums vor.

Hospiz- und Palliativforum: Klasnic und Pittermann zu Präsidentinnen bestellt

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Am 24 . März 2016 gaben das Gesundheits- und das Sozialministerium die Ernennung von Waltraud Klasnic und Dr.in Elisabeth Pitterman als Präsidentinnen des Hospiz- und Palliativforums per Presseaussendung bekannt . Damit entsprechen die Ministerien einem zentralen Punkt der 51 Empfehlungen des Nationalrates, die fast auf den Tag genau vor einem Jahr im Anschluss an die Parlamentarische Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ einstimmig beschlossen worden waren. Vom Präsidium wurde Dr. med. Johann Baumgartner zum Geschäftsführer bestellt.

Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt und wünschen den beiden Präsidentinnen und dem Geschäftsführer viel Erfolg in dieser neuen Tätigkeit!

Bestmögliche Lebensqualität für unheilbar an Krebs erkrankte Menschen

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Wien, am 19.1.2016. Die Österreichische Krebshilfe, Hospiz Österreich und die Österreichische Palliativgesellschaft präsentieren zum Weltkrebstag 2016 (4.2.) eine neue Broschüre, die Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung einen detaillierten Überblick über das österreichweite Hilfsangebot gibt und Angehörige bei den vielen Fragen und Problemstellungen in der Begleitung und Pflege unterstützt.

Trotz verbesserter Früherkennungsmöglichkeiten und modernster Therapien ist leider in vielen Fällen eine Heilung von Krebs nicht (mehr) möglich . Bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen stehen daher die Stabilisierung des Krankheitsverlaufes, die größtmögliche Lebensqualität durch Schmerz- und Symptombehandlung sowie die Linderung von psychischen, sozialen, spirituellen und auch finanziellen Problemen im Vordergrund.

„Eine fortgeschrittene Krebserkrankung stellt sowohl Patienten als auch Angehörige vor große und sehr belastende emotionale, körperliche und auch finanzielle Herausforderungen“, so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Wir erleben es täglich, dass viele Angehörige – verständlicherweise – damit überfordert sind, sich selbst Hilfsangebote der verschiedensten Einrichtungen und Organisationen „zusammen zu suchen“. Das war für uns Grund und Anlass, gemeinsam mit Hospiz Österreich und der Österreichischen Palliativgesellschaft eine Broschüre herauszugeben, die KrebspatientInnen und Angehörigen übersichtlich aufzeigt, welche Hilfsangebote es in dem jeweiligen Bundesland gibt“, so Sevelda.

„Je früher auf Heilung ausgerichtete und palliative Maßnahmen gemeinsam eingesetzt werden, desto höher die Lebensqualität und oft auch die Lebensdauer,“ so Univ.-Prof.Dr . Herbert Watzke, Österreichische Palliativgesellschaft. „Wir hoffen, mit dieser Broschüre möglichst vielen Menschen bei der Bewältigung von unterschiedlichsten Problemstellungen, die eine fortgeschrittene Krebserkrankung mit sich bringt, helfen zu können“, so Watzke .

„Die Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen und Organisationen und der hochqualifizierten Haupt- und Ehrenamtlichen ist ein Schlüssel und Grundsatz in der Hospiz- und Palliativbetreuung und -begleitung,“ so Hospiz Österreich-Präsidentin Waltraud Klasnic. „Möge die vorliegende Broschüre PatientInnen und Angehörigen eine Hilfe sein, um bis zuletzt gut leben zu können und auf diesem Weg begleitet zu werden.“

Die neue Broschüre ist ab sofort bei allen Krebshilfe-Beratungsstellen in ganz Österreich kostenlos erhältlich, eine Liste der Beratungsstellen finden Sie unter: http://www.krebshilfe.net/beratung-hilfe/beratungsstellen/
Sowie in den Palliativ- und Hospizeinrichtungen und zum Download unter www.krebshilfe.net, www.hospiz.at, www.palliativ.at

Broschüre „Begleiten bis zuletzt“ in Rumänisch, Slowakisch und Ungarisch

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Seit Ende Jänner 2016 liegt die Broschüre „Begleiten bis zuletzt“ in drei weiteren Sprachen vor: Rumänisch, Slowakisch und Ungarisch.

In Österreich ist der größte Anteil der „24Stunden-BetreuerInnen“ aus der Slowakei, die zweitgrößte Gruppe aus Rumänien und die drittgrößte aus Ungarn . Die nun in ihre Muttersprachen übersetzte Broschüre soll diese Menschen in ihrer Kompetenz stärken und auch Angehörige entlasten.

Eine Förderung durch das Sozialministerium hat dieses Projekt ermöglicht! Herzlichen Dank!

Zugleich entstanden in Rumänien, der Slowakei und Ungarn in Kooperation mit unterschiedlichen Einrichtungen (ANIP und Babes-Bolyai-Universität in Rumänien, Caritas Slowakei, Ungarischer Hospiz- und Palliativverband) eigene landesbezogene Versionen dieser Broschüre, die von der ERSTE Stiftung und der Ersten Bank finanziell ermöglicht wurden.

Wir freuen uns sehr, dass in Österreich und auch grenzüberschreitend die hilfreichen Inhalte der Broschüre nun einem neuen Personenkreis zugänglich sind und so schwerkranke und sterbende Menschen noch besser betreut werden können. Sr. Hildegard Teuschl, die 2007 die erste Fassung der Broschüre zusammenstellte, wäre sicher begeistert .

Wir danken dem Sozialministerium, der ERSTE Stiftung und der Erste Bank sehr herzlich für die Unterstützung!

Hospiz Österreich goes international

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Das European Journal of Palliative Care (EJPC) ist eine der führenden Fachzeitungen in Europa im Bereich von Hospiz und Palliative Care . In der aktuellen Ausgabe EJPC 22 finden sich zwei (englischsprachige) Beiträge des Dachverbandes Hospiz Österreich:


Wir freuen uns sehr auf diese Weise Wissen und Erfahrung mit anderen zu teilen.

Please note:
These documents are held under copyright by Hayward Group Ltd, publisher of the European Journal of Palliative Care. It may be downloaded for single academic use only . Reproduction for any other purpose is not allowed. For further information, please contact the journal by clicking here.

Verleihung des Hildegard-Teuschl-Preis 2015 und Masterfeier 2015

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Der Hildegard-Teuschl-Preis wird alle zwei Jahre vom Dachverband Hospiz Österreich, dem Salzburger Bildungszentrum St. Virgil und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität für wissenschaftliche Leistungen und innovative Projekte in Hospiz- und Palliative Care vergeben. 

AbsolventInnen des Universitätslehrgang Palliative Care, Master of Palliative Care (MSc.)
AbsolventInnen des Universitätslehrgang Palliative Care, Master of Palliative Care (MSc.)

Die Preisverleihung fand heuer am 28. Oktober 2015 im Rahmen der Masterfeier des Universitätslehrgangs Palliative Care statt. Bereits 101Mal wurde der Titel Master of Science (Palliative Care) zuerkannt. Der Rektor der Paracelsus Universität, Dr. Herbert Resch, Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich und Dr.in Brigitta Pallauf, Landtagspräsidentin, sprachen Eröffnungs- und Grußworte, die Festrede hielt Univ. Prof . Dr . Friedemann Nauck von der Universität Göttingen/Deutschland zum Thema „Ethische Herausforderungen in der Hospiz- und Palliativversorgung“.

 

PreisträgerInnen des Hildegard Teuschl Preis von links nach rechts; Sonja Prieth, Klaus Wegleitner und Patrick Schuchter (nicht im Bild), Karin Jacobs, Günter Polt
PreisträgerInnen des Hildegard Teuschl Preis von links nach rechts; Sonja Prieth, Klaus Wegleitner und Patrick Schuchter (nicht im Bild), Karin Jacobs, Günter Polt

Der Hildegard-Teuschl-Hauptpreis ging heuer an Karin Jacobs. Karin Jacobs leitet die ambulanten Caritas-Hospiz- und Palliativberatungszentren im Saarland und forschte über die Bedeutung von Spiritualität für Menschen mit Demenz. Der Grazer Mediziner Günter Polt wurde für die Entwicklung eines Leitfadens für palliativmedizinische Notfälle ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an Klaus Wegleitner und Patrick Schuchter, beide wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts Palliative Care und Organisationsethik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit Sitz in Wien – und Sonja Prieth von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft für ihr gemeinsames Projekt „Sorgende Gemeinden im Leben und Sterben“.
https://www.hospiz.at/HTP/preistraegerinnen.htm

Der Preis erinnert an Sr. Hildegard Teuschl CS, Hospizpionierin, Gründerin und langjährige Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz Österreich und Schwester der Caritas Socialis, die u.a. auch den Salzburger Universitätslehrgang Palliative Care ins Leben gerufen hat.


Fotos: © WILD & TEAM Fotoagentur GmbH, Salzburg

Hospizkultur und Palliative Care in Pflegeheimen nachhaltig umsetzen

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Indikatoren und Leitziele als Unterstützung in der gelebten Praxis von Hospiz und Palliative Care (HPC)

Seit 2006 haben sich über 100 Heime in Österreich im Rahmen des Projektes „Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH)“ durch eine Kombination aus Organisationsentwicklung und Fortbildung in Palliativer Geriatrie dafür engagiert, Haltung und Basiswissen von Hospiz und Palliative Care im eigenen Haus zu verankern. Woran erkennen die Heime, dass sie Hospizkultur und Palliative Care (HPC) wirkungsvoll umsetzen? Woran können BewohnerInnen erkennen, dass sie in diesem Heim wirklich nach einem Hospiz und Palliative Care-Konzept betreut werden? Woran erkennen es die Angehörigen? Und woran merken die MitarbeiterInnen gelebte Hospizkultur und Palliative Care? Woran wollen sich Heime im Bereich HPCPH messen lassen und woran wollen sie sich selbst messen?
Um diese Fragen beantworten zu können, hat ausgehend vom Vernetzungstreffen 2014 ein Team von ExpertInnen und PraktikerInnen unter der Leitung des Dachverbandes Hospiz Österreich Leitziele und Schlüsselindikatoren auf Basis der schon bestehenden österreichweiten Richtlinien entwickelt.

Leitziele und Schlüsselindikatoren
Leitziele dienen der Qualitätssicherung und klären die Frage: Was muss im Heim/ in der Einrichtung geleistet und gewährleistet sein, damit der HPC-Gedanke lebendig und wirkungsvoll umgesetzt wird?
Fünf Leitziele wurden beim österreichwieten Vernetzungstreffen 2014 identifiziert

  1. Die Führung des Heimes bekennt sich zum HPCPH-Prozess und unterstützt diesen aktiv
  2. Das Instrument des Vorsorgedialog ist im Heim integriert
  3. Die MitarbeiterInnen sind kompetent in Haltung und Wissen im HPC Feld
  4. HPC ist in die Organisationsstrukturen und Prozesse des Hauses eingebettet
  5. HPC trägt sichtbar zur Verbesserung der Lebensqualität der BewohnerInnen bei.


Neben den 5 Leitzielen ist für die Umsetzung von HPC im Pflegeheim wichtig zu klären: Woran erkennt man konkret, dass diese Leitziele tatsächlich umgesetzt werden bzw . ist dies nachweisbar? Woran lässt sich die reale Umsetzung von der bloßen Behauptung zur Umsetzung unterscheiden?

Indikatoren sind taugliche und praktikable (Kenn-)Zeichen, um sichtbar zu machen, dass Hospiz und Palliative Care gelebt wird .

Indikatoren und Leitziele sind als ein reflexibles Instrument und nicht als Checkliste zu verstehen. Sie sind eine Grundlage für einen Prozess der Selbstüberprüfung und Fremdüberprüfung und bedürfen immer der Auseinandersetzung mit dem, worum es letztlich geht: dem Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner – gut leben können bis zuletzt und würdevoll sterben. Das stärkt zugleich Kompetenz und Arbeitszufriedenheit des Personals und bindet Angehörige und andere Betreuungpartner gut mit ein.