Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Rückblick auf den 7. Österreichischen Interprofessionellen Palliativkongress in Innsbruck

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Bei strahlend schönem Wetter und umgeben von wunderbaren, schneebedeckten Bergen fand der 7. Österreichische Interprofessionelle Palliativkongress von  28. bis 30. März 2019 im Congress Innsbruck unter dem Titel „Palliative Care – Wege in die Zukunft“ statt.

Das Kongresspräsidium der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) mit Dr.in Elisabeth Medicus, MAS, Mag. Werner Mühlböck, MBA (beide Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) und Dr.in Christiane Kreyer (UMIT) hat großartige Arbeit geleistet.

Am 28.3.2019 fand einleitend das Symposium für und mit Ehrenamtlichen „Wege in die Zukunft – Was trägt uns?“ statt. Hospiz Österreich hat – in Zusammenarbeit mit der Tiroler Hospizgemeinschaft und der OPG – mit dieser Veranstaltung, die sehr gut besucht war und viele positive Rückmeldungen erhalten hat, einen wichtigen Beitrag zum Kongress geleistet. Mehr darüber ->>

Der gesamte Kongress fand in entspannter Atmosphäre statt. Verschiedene thematische Schwerpunkte luden zum Vertiefen ein, wie beispielsweise die S3 Leitlinie Palliativmedizin, der Bereich Bildung, Ethik, Hospizkultur und Palliative Care  in der Grundversorgung, Modelle der Integrierten Versorgung… und  Advance Care Planning (ACP) im deutschsprachigen Raum.

Diesem Themenbereich war ein Vormittag gewidmet, in dem Modelle aus Deutschland (Berend Feddersen aus München) und der Schweiz (Tanja Krones aus Zürich) vorgestellt wurden. Für Österreich erzählte Dr.in Sigrid Beyer, Bereichsleiterin für HPC in der Grundversorgung im Dachverband Hospiz Österreich, mit mehreren praktischen Beispielen vom VSD Vorsorgedialog® (VSD). Eine der Besonderheiten des VSD ist die Möglichkeit, auch den mutmaßlichen Willen von Menschen abzubilden, was wegen des hohen Anteils an nicht entscheidungsfähigen BewohnerInnen in Alten- und Pflegeheimen von großer Bedeutung ist. Das Eruieren des  mutmaßlichen Willens verlangt von  allen am Gespräch  Beteiligten große Kompetenz und Achtsamkeit. Der VSD wird von vielen zentralen Stakeholdern unterstützt, nach wie vor ungelöst ist das Problem der Finanzierung. Der VSD wurde auf Wunsch der Betreuenden in Alten- und Pflegeheimen, die sich im HPCPH Projekt intensiv mit dem Thema Hospiz und Palliative Care auseinandergesetzt haben, mit einer österreichweiten ExpertInnengruppe entwickelt. 2018 wurde er für die Hauskrankenpflege adaptiert. Mehr zum VSD Vorsorgedialog finden Sie hier.

Eine besondere Freude: Das von Hospiz Österreich eingereichte Abstract zum Projekt „HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“ wurde gemeinsam mit vier anderen herausragenden Einreichungen vor den Vorhang geholt und erhielt einen Kurzvortrag und einen Preis, der am Samstag von Dr. Rudolf Likar und Dr.in Christiane Kreyer an die Projektleiterin Dr.in Sigrid Beyer, Hospiz Österreich, übergeben wurde. Link zum Beitrag

Der Dachverband Hospiz Österreich war auch mit einem Infostand vertreten, der über die verschiedenen Projekte, die Angehörigenbroschüre „begleiten bis zuletzt“, die Broschüre zur Patientenverfügung, die Charta zum Ehrenamt und den Universitätslehrgang Palliative Care informierte.

Eine besondere Note erhielt die Abschlussveranstaltung am Samstag durch die Würdigung und den Abschied von Dr.in Elisabeth Medicus nach über 20 Jahren als ärztliche Leiterin der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und einer der drei  Säulen des aktuellen Kongresspräsidiums. Sie hat den Tiroler Hospiz und Palliative Care Weg in vielem geprägt und wird auch im Ruhestand sicher in viele Projekte involviert sein.

Der Chor der Vielfalt schloss mit seinem berührenden Auftritt den Kongress in einer sehr passenden Weise ab.

Fotos © Tiroler Hospiz Gemeinschaft
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