Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

3. Symposium „TRAUER LEBEN“

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Am 15 . und 16. November 2018 fand das 3. Symposium der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung Österreich, gemeinsam veranstaltet mit der LeidfadenACACEMY, statt. Das Thema lautete: „TRAUER LEBEN. In Mitleidenschaft gezogen – Empathie und Mitgefühl an der Grenze“ .

Mehr dazu >> hier

Bilder dazu: https://www.trauerbegleiten.at/veranstaltungen-rueckblick

Vernetzung und Kooperation der HPCPH-Heime Wiens

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Auf Anregung der Leitenden der HPCPH Heime in Wien veranstaltete Hospiz Österreich am 8.10.2018 ein großes Vernetzungstreffen mit den GeschäftsführerInnen und LeiterInnen aller Heime, die das Projekt Hospizkultur und Palliative Care in Alten und Pflegeheimen (HPCPH) in Wien durchlaufen haben bzw. sich im aktuellen Projektdurchgang befinden. Erich Borovnyak, Vorstandsmitglied für Wien in Hospiz Österreich, moderierte das Vernetzungstreffen.

In Wien gibt es im Moment 18 HPCPH-Heime, österreichweit sind es bereits 130 Häuser.

HPCPH ist ein kontinuierlicher Prozess. Nach  Ende der Projektlaufzeit geht die Verantwortung für das Thema und die nachhaltige Umsetzung ganz in die Verantwortung der Träger und der Heime über. Die große Herausforderung ist das Leben von Hospizkultur und Palliative Care (HPC)  im Alltag, auch im herausfordernden Alltag des Pflegeheimes. Hospizkultur und Palliative Care muss in den Leitlinien verankert sein, muss Thema sein in den Teams, der Pflegedokumentation, der Fortbildung usw.

Es war beeindruckend, was an diesem Tag ausgetauscht wurde. Die HPCPH Heime leisten sehr viel, um Hospizkultur im täglichen Tun wirklich zu leben und  weiter zu entwickeln, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein gutes Leben und ein würdiges Sterben im Heim zu ermöglichen. Es gilt, die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner für ein gutes Leben im Heim  und auch für die Zeit, wenn das Sterben nah ist, rechtzeitig einzuholen, damit tatsächlich nach diesen gehandelt werden kann.

Es gibt Heime, die schon vor vier Jahren HPCPH integriert haben und die z.B. kontinuierlich eine Durchschulungsrate aller ihrer MitarbeiterInnen von 80% zu HPC aufweisen. Dies kann sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen auswirken und auch darauf, MitarbeiterInnen im Heim zu halten (niedrigere Fluktuation).

Wichtige Themen an diesem Tag waren die Umsetzung des VSD Vorsorgedialogs® in der Praxis. Regina Lindenhofer berichtete von den bisherigen Erfahrungen aus dem Caritas Haus St. Barbara und Christina Hallwirth-Spörk, MSc, aus den drei Häusern der CS Caritas Socialis . Ein weiterer Schwerpunkt waren die Rolle und die Aufgaben der Palliativbeauftragten und –gruppe, die ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Umsetzung von HPCPH sind .

Diskutiert wurde auch die Tatsache, dass immer mehr, oft jüngere, PalliativpatientInnen, deren Betreuung sehr komplex ist,  in die Heime überwiesen werden. Diese PatientInnen brauchen Einrichtungen der spezialisierter Hospiz- und Palliativversorgung.  Für die MitarbeiterInnen in den Alten- und Pflegeheimen ist das eine nicht zu bewältigende Aufgabe bzw. schafft große Unruhe und Unzufriedenheit. Es zieht die Ressourcen von der Betreuung der übrigen BewohnerInnen ab .  Heime sind Einrichtungen der Grundversorgung und haben keine entsprechenden Rahmenbedingungen (Personalschlüssel, -qualifikation,…), die für PalliativpatientInnen mit einem sehr  komplexen Verlauf notwendig sind. Einen Überblick zu den unterschiedlichen Aufgaben und Anforderungen von Stationären Hospizen und HPCPH Heimen finden Sie hier

Ein  herzliches Dankeschön an alle Leitenden der Wiener HPCPH Heime für Austausch, Diskussion und Entwicklungsarbeit!

© DV Hospiz Ö

HPCPH Heime Wien: (siehe auch https://www.hospiz.at/einrichtungsuebersicht/)

  • Caritas der Erzdiözese Wien: Franz Borgia, Schönbrunn, St. Barbara, St. Elisabeth, St. Klemens, St. Teresa
  • Casa Leben im Alter: Casa Kagran, Casa Sonnwendviertel
  • CS Caritas Socialis: Kalksburg, Pramergasse, Rennweg
  • Fortuna: Gartensiedlung Fortuna
  • Wiener Krankenanstaltenverbund: PWH Meidling, PWH Rudolfsheim-Fünfhaus

Folgende Heime sind derzeit im Projekt und werden voraussichtlich mit Ende 2019/Anfang 2020 HPCPH Heime sein:

  • Barmherzige Schwestern: St. Katharina
  • Diakoniewerk Wien: Hausgemeinschaften Erdbergstraße
  • Wiener Krankenanstaltenverbund: PWH Donaustadt, PWH Simmering

Internationaler Hospiz- und Palliative Care Tag 2018 (IHPCT 2018)

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Der Internationale Hospiz- und Palliativtag fällt immer auf den zweiten Samstag im Oktober, heuer also den 13. Oktober 2018 . Die World Hospice and Palliative Care Alliance (www.thewhpca.org) schlägt immer ein jährlich wechselndes, weltweites Motto vor. 2018 ist es: Palliative Care – weil ich wichtig bin (Palliative Care – because I matter).

Das Thema wurde gewählt, weil es die Lebenswirklichkeit schwer Erkrankter in den Mittelpunkt rückt, wo sich die Frage stellt, was wirklich wichtig ist. Das schließt auch den oft übersehenen Aspekt der finanziellen Auswirkungen auf Einzelpersonen und Haushalte mit ein, sobald Bedarf an Hospiz- und Palliativversorgung entsteht. Das Thema streift auch die Frage nach Menschenrechten und Gerechtigkeit, indem es fragt: Wenn ich wichtig bin, warum erhalte ich dann nicht die Versorgung, die ich brauche?

Das Thema ist auch ein bewusster Anklang an den 100. Geburtstag von Cicely Saunders und ihre Aussage, die oft zitiert wird und zu ihrem Markenzeichen geworden ist: Du bist wichtig, weil du du bist. Und du bist wichtig bis zum Ende deines Lebens.

HOSPIZ ÖSTERREICH veröffentlicht rund um den Internationalen Hospiz- und Palliativtag traditionellerweise den  Datenbericht der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung zum vergangenen Jahr und einen eigenen Newsletter, der von Veranstaltungen in ganz Österreich berichtet .

Für die Jahre 2019 und 2020 wurden von der WHPCA folgende Themen vorgeschlagen:

  • 2019: Ehrenamt im Herzen von Palliative Care
  • 2020: Palliative Care – yes we can!

In Englisch

 

Datenbericht 2017

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Wir freuen uns, Ihnen anlässlich des Internationalen Hospiz und Palliativtages 2018 den Datenbericht zur spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene und Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Jahr 2017 vorlegen zu können.

Neben den Daten zur Hospiz- und Palliativversorgung wird eine Übersicht zur Aus-, Fort- und Weiterbildung in Hospiz und Palliative Care für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen gegeben .

Die österreichweite Datenerhebung zur Hospiz- und Palliativversorgung von Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist international gesehen eine Besonderheit . Wir sind mit diesen umfangreichen Daten international in einer Vorreiterrolle .

Die Daten vermitteln ein in Zahlen gegossenes Bild der vielen Begegnungen, Betreuungen und Herausforderungen, die ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene und Kinder tagtäglich meistern. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!

Wir danken der Wiener Städtischen Versicherung herzlich für Ihre Unterstützung!

Sonderpreis der Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung für Hospiz Österreich

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Für das dreijährige Pilotprojekt, das von 2015 – 2018 gemeinsam mit vier Wiener Trägern (dem Arbeiter Samariter Bund, der Caritas der Erzdiözese Wien, der CS Caritas Socialis und der Volkshilfe Wien) stattgefunden hat, erhielt Hospiz Österreich einen Sonderpreis der Fürst Franz Josef  von Liechtenstein Stiftung.

Die Verleihung fand am 13. September 2018 durch die  Stiftungsratspräsidentin I. D. Tatjana von Lattorff, Prinzessin von und zu Liechtenstein statt . Vizepräsident Dr. Karl Bitschnau und Projektleiterin Dr.in Sigrid Beyer nahmen für Hospiz Österreich den Preis entgegen. Tatjana von Lattorff erwähnte in ihrer Rede, dass es für sie etwas ganz Besonderes gewesen war, alle Einreichungen zu lesen, dann den Diskussionen der Jury, die sehr sorgfältig arbeitete, beizuwohnen, und auf diese Weise den Hospiz- und Palliativbereich etwas kennenzulernen. Sie brachte ihre große Wertschätzung für alle Menschen, die in diesem Arbeitsfeld tätig sind, zum Ausdruck.

Der Film „Mutmacher für ein Sterben zu Hause“, der in diesem großartigen Projekt entstanden ist, wurde im Rahmen der feierlichen Verleihung in der fürstlichen Hofkellerei gezeigt . Er hat die Menschen sehr berührt.

Stiftungsratsmitglied Marcus Vogt moderierte gekonnt durch das Programm und stellte fest, dass er den Film nun schon zwölfmal gesehen habe, und dieser ihn immer noch anspreche.

Sigrid Beyer wies in ihrer Dankesrede auf das große Engagement der teilnehmenden Träger von den BasismitarbeiterInnen bis zu den Geschäftsführungen hin. Es ist in diesem Projekt gelungen, die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege in ihrer sehr fordernden Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen zu Hause zu unterstützen. Organisationsentwicklung, Fortbildung, Vernetzung und Kooperation waren die wichtigsten Eckpfeiler des Projektes. Nur wenn die Organisationen eine gute Hospizkultur leben und ihre MitarbeiterInnen unterstützen, kann es gelingen, den Wunsch vieler Menschen in Österreich zu erfüllen, zu Hause betreut zu werden und auch versterben zu können.

Dies soll auch für Menschen in anderen Bundesländern möglich sein. Dafür wird das Preisgeld verwendet. „Sie haben uns Mut gemacht und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen!“ betonte Sigrid Beyer in ihrer Dankesrede.

Die Jury hatte von 15 Einreichungen im Bereich Hospiz und Palliative Care aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Österreich folgende drei Projekte ausgewählt: die CS Caritas Socialis erhielt den Franz Josef von Liechstenstein Preis, das Heilpädagogische Zentrum in Liechtenstein erhielt ebenso wie Hospiz Österreich einen Sonderpreis. Martina Kern, Leiterin Alpha Rheinland, wurde für ihr Lebenswerk geehrt.

Wir bedanken uns sehr für diesen wunderbaren Preis!

Fotos © Roland Korner

David Bowie – We spoke of was and when – Benefizkonzert für Hospiz Österreich

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Herzlich willkommen zu „David Bowie – We spoke of was and when
. A tribute“, ein Benefizkonzert für Hospiz Österreich anlässlich 25 Jahre Dachverband Hospiz Österreich: hospiz.palliativ.2030

Datum: 16 . November 2018, Einlass ab 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr
Ort: Arena Wien, Baumgasse 80, 1030 Wien
Anreise Arena Wien

Link zu Ö-Ticket (Kartenverkauf): www.oeticket.com

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40 neue MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie (HPCPH)

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40 neue  MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie für die Umsetzung von Hospizkultur und Palliative Care in den Alten- und Pflegeheimen Österreichs (HPCPH)

Österreichweit gibt es derzeit 120 ausgebildete MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie. Die Zweierteams, die die Workshops Palliative Geriatrie im Rahmen des Projektes HPCPH durchführen,

sind vorranging  Pflegepersonen und PalliativmedizinerInnen. Da es nicht in allen Bundesländern eine ausreichende Anzahl ausgebildeter PalliativmedizinerInnen gibt, wird in diesen Fällen die Palliativmedizin partiell in die Workshops eingebunden.

Die Anforderungen an die MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie sind sehr hoch, da in den Workshops alle Berufsgruppen des jeweiligen Heimes vertreten sind, Verwaltung, Küche, Reinigung genauso wie  ÄrztInnen, Pflegende und die Leitenden. Es wird die Storyline Methode angewendet. Anhand einer von den WorkshopteilnehmerInnen erschaffenen fiktiven Bewohnerin samt Angehöriger/m und Bezugspflegeperson werden alle Themen vom Eintritt ins Heim bis nach dem Versterben erarbeitet. Diese Methode ermöglicht, dass alle Teilnehmenden ihre Erfahrungen, ihr Know-How und Wissen sehr gut einbringen können. Beteiligung und Aktivität sind in den Workshops erwünscht und gefordert. Die Feedbacks zu den Workshops sind  durchgängig in allen Bundesländern sehr positiv.

Die Workshops Palliative Geriatrie sind ein zentrales Element im Integrationsprozess von Hospizkultur und Palliative Care in den Alten- und Pflegeheimen. Mindestens 80% der MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen werden in den 36-stündigen Workshops fortgebildet .

Da HPCPH in vielen Bundesländern tatkräftig umgesetzt wird, war heuer der Bedarf an neuen MultiplikatorInnen sehr groß . Es wurden 40 neue MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie ausgebildet.

© DV Hospiz Ö

Wir gratulieren den MultiplikatorInnen herzlich zum Abschluss und wünschen alles Gute für die Moderation der Workshops in den Alten- und Pflegeheimen!

Wir bedanken uns sehr für die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz!

Weitere Informationen zum Projekt HPCPH

Der VSD Vorsorgedialog® im neuen Erwachsenenschutzgesetz

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Das neue Erwachsenenschutzgesetz ist mit 1. Juli 2018 in Kraft getreten.

Der Grundgedanke des Gesetzes ist, der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung folgend, dass jeder Mensch unterstützt werden soll, sein Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen. Diese Gesetzesänderung betrifft Alten- und Pflegeheime wie auch andere Pflege- und Betreuungseinrichtungen .

Der VSD Vorsorgedialog® ist ein Kommunikationsprozess, in dem es darum geht, die Wünsche und Bedürfnisse von BewohnerInnen von Alten- und Pflegeheimen für ein gutes Leben und insbesondere auch für ein würdevolles Sterben zu erfragen und entsprechend aufzuschreiben, damit sie erfüllt werden können und für die Betreuenden (intern im Heim wie extern) Rechtssicherheit besteht . BewohnerInnen können im Vorsorgedialog festlegen, welche Maßnahmen sie für sich am Lebensende wünschen und welche nicht (z.B. Reanimationsversuch, Krankenhauseinweisung,…). Wenn BewohnerInnen nicht mehr entscheidungsfähig sind, so gibt es im Vorsorgedialog die Möglichkeit, gemeinsam mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und Betreuenden, den mutmaßlichen Willen der Bewohnerin/des Bewohners zu ermitteln.

Der Vorsorgedialog soll dazu beitragen, dass das Betreuungsteam und auch beigezogene Bereitschafts- oder NotärztInnen im Krisenfall nur jene Maßnahmen setzen, die von der Bewohnerin/dem Bewohner gewünscht sind/waren. Sie sollen nach dem Willen der BewohnerInnen handeln, dabei aber möglichst große Rechtssicherheit haben.

Der Vorsorgedialog wurde von Hospiz Österreich, gemeinsam mit dem Beirat Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung und zahlreichen ExpertInnen, entwickelt und ist im neuen Erwachsenschutzgesetz verankert .

Im § 239 (1) ff. heißt es:

§ 239. (1) Im rechtlichen Verkehr ist dafür Sorge zu tragen, dass volljährige Personen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer vergleichbaren Beeinträchtigung in ihrer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind, möglichst selbständig, erforderlichenfalls mit entsprechender Unterstützung, ihre Angelegenheiten selbst besorgen können.

(2) Unterstützung kann insbesondere durch die Familie, andere nahe stehende Personen, Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe und soziale und psychosoziale Dienste, Gruppen von Gleichgestellten, Beratungsstellen oder im Rahmen eines betreuten Kontos oder eines Vorsorgedialogs geleistet werden.

Das bedeutet einerseits, dass der VSD Vorsorgedialog® von der Gesetzgebung als Instrument empfohlen wird, um Menschen dabei zu unterstützen, selbstbestimmte Entscheidungen hinsichtlich ihres Lebens und ihres Sterbens zu treffen. Zusätzlich bietet die gesetzliche Verankerung dem Betreuungsteam mehr Rechtssicherheit, um Behandlungsentscheidungen im Sinne der Bewohnerin/des Bewohners treffen zu können.

Das ist eine sehr positive Entwicklung! Es gibt allerdings noch ein großes Hindernis in der österreichweiten Umsetzung. Das ist die derzeit fehlende Honorierung von Vorsorgedialoggesprächen für die ÄrztInnen wie für die Pflegenden  Es gibt derzeit keine Position, in der dieses 45-60 minütige Gespräch abgerechnet werden kann. Dieser Schritt muss folgen, wenn Entscheidungsträger wollen, dass der VSD Vorsorgedialog gelebt werden kann.

Weitere Informationen zum Vorsorgedialog finden Sie unter:
https://www.hospiz.at/fachwelt/vorsorgedialog/

Österreichweite Fortbildung für MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie

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Das Projekt Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) ist nur mit den großartigen MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie in ganz Österreich möglich.

Unter dem Motto „Freude am gemeinsamen Weg – Lernen an der Unterschiedlichkeit“ fand am 18. Juni 2018 in Wien im Jufa City Hotel eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung für MultiplikatorInnen Palliative Geriatrie statt . 40 MultiplikatorInnen aus ganz Österreich nahmen  die Möglichkeit wahr, um mit- und voneinander zu lernen, sich auszutauschen und sich untereinander zu vernetzen. Österreichweit gibt es derzeit etwa 80 aktive MultiplikatorInnen, die im Rahmen von HPCPH in den Bundesländern in Zweierteams die Workshops Palliative Geriatrie moderieren. Nur mit ihnen ist HPCPH vorstell- und durchführbar.

Als Hospiz Österreich ist es uns ein großes Anliegen, eine Form der österreichweiten Vernetzung, des Austausches und des Weiterlernens immer wieder anbieten zu können. Wir bedanken uns sehr für die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz!

Moderiert wurde der Tag von Dr.in Sigrid Beyer, Bereichsleiterin für Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung im Dachverband Hospiz Österreich, und Sonja Thalinger, MSc, eine der beiden Ausbildnerinnen der MultiplikatorInnen, Projektbegleiterin in Wien und NÖ und zugleich Geschäftsführerin des Landesverbandes Hospiz NÖ . Inhaltliche Schwerpunkte des Vormittags waren der VSD Vorsorgedialog® und die Umsetzungen dazu in den Bundesländern sowie das überarbeitete Curriculum Palliative Geriatrie.

Nachmittags wurde das Thema „Umgang mit herausforderndem Verhalten/psychiatrische Erkrankungen“  in  den Heimen in zwei Workshops aufgegriffen, die von Dr. Klaus Kraushofer und Martina Kremel sowie Barbara Kleissl, MBA und Mag.a Johanna Stefsky geleitet wurden.

Danke an die ReferentInnen, es waren wichtige Anregungen und Ideen für uns alle dabei, die gut in die Workshops einfließen können!

Es war ein intensiver,  diskussionsreicher und  spannender Fortbildungstag – ein herzliches Dankeschön an alle!

Eindrücke des Tages:

Mehr Informationen zum Projekt

HPCPH
VSD

Das Ehrenamt beim 10. Welt-Forschungskongress der EAPC in Bern

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Vom 26.-28. Mai 2018 fand der 10. Welt-Forschungskongress der EAPC (European Association for Palliative Care) in Bern/Schweiz statt. An die 1.100 TeilnehmerInnen aus 60 Nationen nahmen an dem sehr multiprofessionell geprägten Kongress teil.

Die Taskforce zum Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in Europa unter der Co-Leitung von Leena Pelttari, Geschäftsführerin Hospiz Österreich, und Ros Scott, Wissenschaftlerin aus Großbritannien, war auf mehrfache Weise präsent:

  • Open Task Force Meeting mit sehr interessanten Beiträgen: Nach der Eröffnung von Leena Pelttari sprach Professorin Anne Goossenssen aus den Niederlanden über ihre Studie zum Dasein von Ehrenamtlichen. Der zweite Beitrag kam von Professor Catherine Walshe vom Departement der End-of-life-care studies an der Universität von Lancaster. Die anschließende sehr engagierte Diskussion mit dem Publikum wurde von Professorin Sheila Payne geleitet.
  • Am Infostand der Taskforce wurde neben der Arbeit der Taskforce und den 12 Übersetzungen der „EAPC Madrid Charta Voice of Volunteering“ auch das in der Oxford University Press soeben erschienene Buch über das Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in internationaler Perspektive vorgestellt.  Leena Pelttari und Anna H. Pissarek haben über die Situation in Österreich einen Beitrag geschrieben (Scott, Ros; Howlett, Steven: The Changing Face of Volunteering in Hospice and Palliative Care – An International Perspective, Oxford University Press 2018)
  • Die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie über die Geschichten der Ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen aus 8 europäischen Ländern konnten in einer Präsentation von Ros Scott dargestellt werden. Die Studie wurde von Prof.in Sheila Payne, Prof.in Anne Goossensen, Dr.in Ros Scott und Mag.a Leena Pelttari MSc durchgeführt. Die gesammelten Geschichten werden auch online veröffentlicht werden.
  • Ebenso fand ein Treffen mit den AutorInnen des EAPC Atlas für Palliative Care in Europa statt . Der Atlas wird in seiner nächsten Auflage auch das Ehrenamt aufnehmen.

Die EAPC Taskforce zum Ehrenamt in Hospiz und Palliative Care in Europa hat sich im Herbst 2017 mit einem neuen Schwerpunkt neu konstituiert. Neben der Implementierung der europäischen Charta zum Ehrenamt wird nun das Thema Bildung im Mittelpunkt stehen, eine europaweite Untersuchung zur Ausbildung von Ehrenamtlichen ist geplant .

Die Steuergruppe der Taskforce nutzte den Kongress für eine lebhafte Sitzung. Mitglieder der Steuergruppe sind:

  • Mag.a  Leena Pelttari MSc., Geschäftsführerin Dachverband Hospiz Österreich, Sprecherin des Leitungsteams Universitätslehrgang Palliative Care, Co-Leitung Task Force
  • Dr.in Ros Scott, Research Fellow, University of Dundee, UK, Co-Leitung Task Force
  • Prof.in Sheila Payne, Emeritus Professor, International Observatory on End of Life Care, Lancaster University, UK
  • Prof.in Dr.in Anne Goossensen, Professor Care ethical aspects of Informal Care / Endowed professor Volunteers in Hospice & Palliative Care, Niederlande
  • Prof. Dr . Lukas Radbruch, Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus in Bonn, Inhaber des Lehrstuhles für Palliativmedizin, Universität Bonn, Präsident der DGP und IAHPC, Deutschland
  • Mijodrag Bogicevic, Sozialarbeiter, Ehrenamtskoordinator und Patientenmanager im Belhospice, Serbien
  • Steven Vanderstichelen, Doctoral Researcher, End of Life Care Research Group, Belgien
  • Catherine Renard, ehrenamtliche Mitarbeiterin, Frankreich

Fotos ©: Mijodrag Bogicevic, Belhospice, Belgrad, Serbien

HPC Mobil, das Pilotprojekt zur Integration von Hospizkultur und Palliative Care (HPC) in die Hauskrankenpflege, feiert seinen Erfolg

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Am 23. Mai 2018 feierten der Arbeiter Samariter Bund Wien, die Caritas der ED Wien, die Caritas Socialis und die Volkshilfe Wien im Albert-Schweitzer-Haus gemeinsam mit Hospiz Österreich den Erfolg des Pilotprojektes HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause.

Von 2015 bis 2018 haben die vier Wiener Träger unter der Begleitung von Dr. in Sigrid Beyer und Maria Eibel BSc, MAS von Hospiz Österreich und dem Organisationsentwickler Univ. Prof . Dr. Ralph Grossmann gemeinsam an der Integration von Hospizkultur und Palliative Care in die mobile Pflege und Betreuung gearbeitet.

Viel Vorleistung wurde erbracht im Bemühen, den oftmals geäußerten Wunsch der Klientinnen und Klienten, zu Hause zu sterben, besser als bisher erfüllen zu können.

Menschen und Organisationen lernen

Die Organisationen haben ihre Strukturen und Abläufe  verändert, um das Thema dauerhaft im Alltag zu verankern: Palliativbeauftragte und Palliativgruppen sind die Augen und Ohren zum Thema und bleiben es auch nach Projektende. HPC  ist Teil der Teambesprechungen, findet sich im Pflegeprozess und in der Dokumentation wider. Über 1.800 MitarbeiterInnen der Träger wurden von eigens ausgebildeten TrainerInnen in Basiswissen und zur Haltung in Hospizkultur und Palliative Care in Workshops geschult .

Ein besonderer Schwerpunkt war die trägerübergreifende Vernetzung und die Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen externen Betreuungspartnern, da nur gemeinsam eine gute Betreuung und Begleitung am Lebensende gelingen kann, wie den AllgemeinmedizinerInnen, den  EntlassungsmanagerInnen, den spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen und natürlich dem FSW. Ebenso wurde an der Entwicklung des VSD Vorsorgedialog Mobil®, einem österreichweiten Instrument der vorausschauenden Planung, mitgearbeitet.

Beachtliche Ergebnisse

Dieser Weg hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. Die Ergebnisse zeigen u.a., dass sich die MitarbeiterInnen in ihrer Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen sicherer fühlen. Sie können besser einschätzen, wann die spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung einzubeziehen ist, erkennen die Wichtigkeit der vorausschauenden Planung und die Notwendigkeit einer sehr guten Zusammenarbeit mit den AllgemeinmedizinerInnen und setzen es in der Praxis um soweit das derzeit möglich ist.

Die Politik ist gefragt

Das Projekt zeigt aber auch Probleme auf, die weder von den Betreuenden noch von den Trägern zu lösen sind. Hier bedarf es JETZT der Unterstützung von  politischen Entscheidungsträgern. Die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen benötigt

  • Betreuungskontinuität
  • flexible Zeiten
  • eine rasche Bewilligung bei Stundenerhöhungsanforderungen
  • Zeit für die Angehörigen und Vertrauenspersonen
  • Zeit für eine vorausschauende Planung
  • Der VSD Vorsorgedialog Mobil® muss umgesetzt werden können.

Diese Aspekte sind derzeit in der Pflege und Betreuung zu Hause nicht gegeben.

Das Projekt feiert seinen Erfolg

Beim abschließenden Fest betonten sowohl Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, als auch Eva Maria Luger, Geschäftsführerin des Dachverbandes der Wiener Sozialeinrichtungen, den Mut und den großen Einsatz der beteiligten Träger und gratulierten zu den großartigen Ergebnissen. Eva Maria Luger verwies darauf, dass das Projekt Vieles aufgreift und in ersten Schritten umsetzt, was  im Wiener Konzept „Pflege und Betreuung 2030“ formuliert ist.

Der Festakt, gekonnt moderiert von Ricarda Reinisch, bot einen bunten Einblick in das Projekt durch Interviews mit Sigrid Beyer, Ralph Grossmann und den Geschäftsführungen und BereichsleiterInnen der beteiligten Träger, Barbara Wiesbauer-Kriser (Caritas der ED Wien), Petra Hellmich (Arbeiter Samariter Bund Wien), Otto Knapp (Volkshilfe) und Christine Schäfer (Stiftung CS Caritas Socialis), sowie Videos, die auch auf der Projektwebpage http://hpc-mobil.hospiz.at zu sehen sind.

Erste Zahlen und Fakten aus der Evaluierung wurden durch Eva More-Hollerweger vom NPO Institut der WU Wien präsentiert. Die vollständige Evaluierung liegt im Herbst 2018 vor.

Höhepunkt war die Verleihung der Teilnahme-Zertifikate an die vier Träger durch Waltraud Klasnic.

Einen wunderbaren Rahmen boten die Musik der DJane Kamilla und der Poetry Slam von Sabine Sobotka.

Einladung ins Netzwerk HPC Mobil

Alle anderen Organisationen in Wien und in den Bundesländern sind herzlich eingeladen, Partner im Netzwerk HPC Mobil zu werden.

Tun Sie es für Ihre MitarbeiterInnen und tun Sie es für Ihre KlientInnen und deren Angehörige!

Kontakt Hospiz Österreich: Dr.in Sigrid Beyer, sigrid.beyer@hospiz.at

Eine ausführliche Darstellung des Gesamtprojekts finden Sie unter http://hpc-mobil.hospiz.at

Ein großer Dank an den Fonds Gesundes Österreich für die Förderung!


Zur größeren Darstellung bitte Bild anklicken.

Pressekonferenz HPC Mobil – Mutmachen für ein Sterben zu Hause

veröffentlicht am

Am 23 . Mai 2018 zogen Hospiz Österreich und die vier Wiener Träger zum Abschluss der Pilotprojekts „HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“ Bilanz und präsentierten die erfreulichen Ergebnisse und gewonnenen Erkenntnisse sowie Forderungen aus dem Projekt.

Zum Text der Presseaussendung hier 
Der Text des Policy papers hier

© Hospiz Österreich, Ben Leitner

v.l.n.r.: Mag. (FH) Klaus Schwertner, Geschäftsführer Caritas der ED Wien;  Mag. Robert Oberndorfer, MBA, Geschäftsführer CS Caritas Socialis/CS Hospiz Rennweg; Waltraud Klasnic, Präsidentin Dachverband Hospiz Österreich; Mag . Oliver Löhlein, Geschäftsführer Arbeiter Samariter Bund Wien; Ing. Otto Knapp, MSc, Geschäftsführer Volkshilfe Wien