Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Film ‚Mutmacher für ein Sterben zu Hause‘ für Seniorenrose nominiert

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Hospiz Österreich wurde mit dem Film „Mutmacher für ein Sterben zu Hause“ für die Seniorenrose 2019 in der Kategorie Werbung nominiert.

Mit der Vergabe  des Medienpreises Senioren-Rose / Senioren-Nessel setzen sich der Österreichische Seniorenrat und der Österreichische Journalisten Club für eine wirklichkeitsnähere Darstellung von Seniorinnen und Senioren in der Öffentlichkeit ein.

Der Film „Mutmacher für ein Sterben zu Hause“ entstand im Rahmen des Projektes Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause (www.hpc-mobil.hospiz.at) gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Wien, der Caritas der Erzdiözese Wien, der Caritas Socialis CS und der Volkshilfe Wien. Der Filmemacher war Florian Platter von Filmfalt. Die vier Träger setzen auch nach Projektende den Film ein, um auf Ihr spezielles Angebot in der Mobilen Pflege und Betreuung hinzuweisen.

Die spannende Preisverleihung fand am 20. März 2019 im Großen Redoutensaal statt, die Laudationes wurden von Dr.in Irmgard Bayer und GS Andreas Wohlmuth gehalten. Von Hospiz Österreich waren die Präsidentin Waltraud Klasnic und die Bereichsleiterin Dr.in Sigrid Beyer vertreten. Von den beteiligten Trägern waren Hermine Freitag, Klara Neunteufel, beide ASB, Waltraud Fastl, Susanne Csengel, beide Caritas, Mag. Robert Oberndorfer, Mag.a Sabina Dirnberger, beide Caritas Socialis CS und  Mag.a Mischa Bahringer, Mag. Tomasz Tobolski, beide Volkshilfe Wien anwesend.

Gemeinsam mit Hospiz Österreich waren in der Kategorie Werbung die Wiener Linien mit zwei Inseratenschaltungen unter dem Titel #zusammenhalten, und die ERGO-Versicherung mit einer Werbung mit dem Titel „Ich werde 100“ nominiert. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Entscheidung für die Jury sehr schwer zu treffen war und mehrere Durchgänge brauchte. Die Wiener Linien haben letztlich die Seniorenrose erhalten.

Als Dachverband Hospiz Österreich möchten wir uns bei der Jury, dem Österreichischen Seniorenrat und dem Österreichischen Journalisten Club dafür bedanken, dass sie sich mit dieser Nominierung mutig und offen dem Thema Sterben und Tod zugewandt haben. In Österreich versterben jährlich 80.000 Menschen, viele davon brauchen medizinische, pflegerische und emotionale Unterstützung. Als Dachverband von über 370 spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Erwachsene und Kinder setzen wir uns gemeinsam mit allen Organisationen in Österreich für ein würdiges Sterben, für Selbstbestimmung und Mitgefühl ein. In unseren Projekten zur Integration von Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung, nämlich in den Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) und in der Hauskrankenpflege (HPC Mobil), geht es in erster Linie um die Lebensqualität der alten Menschen, und das bis zuletzt.

Mit dieser Nominierung wird die Hospiz- und Palliativarbeit in Österreich unterstützt. Sterben und Tod wurden ein Stück sichtbarer  und ein bisschen mehr Teil des Lebens, genauso wie die Menschen, die es unmittelbar betrifft . Viele davon sind alte Menschen.

Sie haben uns mit dieser Nominierung Mut gemacht, mit offenem Herzen und viel Engagement uns weiter für alle Menschen, die in Österreich leben und Hospiz und Palliative Care brauchen, einzusetzen .

Presseaussendung der Veranstalter zur Seniorenrose/nessel:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190321_OTS0025/alle-nominierungen-und-preistraeger-der-senioren-rose-und-senioren-nessel-2018-anhang

Von rechts: Gertrude Aubauer, Bundesministerin a.D. Hilde Hawlicek, Landeshauptfrau a.D. Waltraud Klasnic, Dr.in Elisabeth Pittermann-Höcker, VeranstaltungsteilnehmerInnen
© Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

10. Dattelner Kinderschmerztage – 14.-16.3.2019

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Vom 14.-16. März 2019 fanden in Recklinghausen (D) die 10. Dattelner Kinderschmerztage unter dem Motto „Visionen“ statt.

Mehr als 1.000 TeilnehmerInnen besuchten diese im deutschsprachigen Raum größte Fachtagung zum Thema Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativversorgung . Das Ruhrfestspielhaus Recklinghausen bot an drei unwirtlich regnerischen Tagen eine gemütliche Atmosphäre.

Als Sechs-Länder-Kongress hat das Team rund um Prof. Dr. Boris Zernikow aus der Fort- und Weiterbildungsabteilung des Deutschen Kinderschmerzzentrums und des Kinderpalliativzentrums Datteln drei inhaltlich vielfältige und spannende Tage in bewährter Manier organisiert.

Neben vielen ExpertInnen aus Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien und Italien wirkten aus Österreich Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer (Geschäftsführerin von MOMO und Kinderhospizbeauftragte von Hospiz Österreich), Dr.in Brigitte Messerer (Klin. Abteilung für Herz-, Thorax-, Gefäßchirurgische Anästhesiologie und Intensivmedizin am LKH Graz) und Mag. Alexander Avian (Institut für medizinische Informatik, Statistik und Dokumentation an der Medizinischen Universität Graz) mit Moderationen und als Vortragende mit.

Kinderpalliativzentrum Datteln

Ein Highlight am Kongress war wiederum die Möglichkeit, das Kinderpalliativzentrum Datteln zu besuchen und dort aneiner Führung und an Workshops teilzunehmen.

Das Get together am ersten und der legendäre Kultur- und Partyabend am zweiten Kongressabend luden dazu ein, mit anderen TeilnehmerInnen und den Vortragenden in Austausch und Kontakt zu kommen.

Der Dachverband Hospiz Österreich war bei diesen 10. Dattelner Kinderschmerztagen mit Projektleiterin Mag.a Claudia Nemeth und Vizepräsident Dr. Johann Baumgartner vertreten . Zahlreiche weitere österreichische TeilnehmerInnen aus fast allen Bundesländern hatten ebenfalls die Reise nach Recklinghausen angetreten.

Die 11. Dattelner Kinderschmerztage werden am 22.-24 . April 2021 in Dortmund stattfinden.

Informationen zu den Dattelner Kinderschmerztagen unter https://kinderpalliativzentrum.de/dattelner-kinderschmerztage/

2. Pädiatrischer Hospiz- und Palliativkongress in Österreich

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Herzliche Einladung zum 2. Pädiatrischen Hospiz- und Palliativkongress in Österreich

Am 13. und 14. Juni 2019 findet der 2. Pädiatrische Hospiz- und Palliativkongress in Österreich statt.

Der Kongress steht unter dem Motto MITEINANDER BEWEGT und wird viele Aspekte der Betreuung und Begleitung von lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen samt ihren Familien beleuchten.

Der Dachverband Hospiz Österreich veranstaltet auch diesen 2 . Kongress gemeinsam mit den Kooperationspartnern Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Österreichische Palliativgesellschaft und Universitätslehrgang für Palliative Care mit dem Lehrgang für Palliative Care in der Pädiatrie. Gemeinsam haben wir ein vielfältiges Programm zusammengestellt, das neben speziellen Fachthemen auch die Bandbreite der Fachbereiche innerhalb der pädiatrischen Hospiz- und Palliativversorgung präsentiert. Im Fokus stehen Themen wie nationaler und internationaler Entwicklungsstand, Schmerztherapie/Symptomkontrolle, Atemunterstützung, Ernährung, ethische Fragestellungen, Trauerbegleitung, etc.

Namhafte ReferentInnen aus dem In- und Ausland beleuchten in Vorträgen und Workshops die verschiedenen Aspekte pädiatrischer Hospiz und Palliative Care. Julia Downing, die Präsidentin des Internationalen Kinder-Palliativ-Netzwerkes icpcn, wird den Kongress eröffnen .

Der Kongress möchte die Zusammenarbeit zwischen Grundversorgung (im Akut- und Langzeitbereich) und spezialisierter pädiatrischer Hospiz- und Palliativversorgung fördern und einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und in der Fachwelt leisten. Er bietet die Möglichkeit zum fachlichen Informations- und Erfahrungsaustausch und zum Dialog. Das Abendprogramm am ersten Kongresstag bietet die Möglichkeit, den Tag gemeinsam beschwingt ausklingen zu lassen.

Wir freuen uns auf Sie – Herzlich Willkommen!

Miteinander bewegt – 2. Pädiatrischer Hospiz- und Palliativkongress in Österreich

St. Virgil Salzburg
Bildungs- und Konferenzzentrum, Seminarhotel
Ernst-Grein-Straße 14
5026 Salzburg

Informationen unter www.kinderhospiz-kongress.at

Hospiz braucht Mutmacher

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Gedenksymposium zum 10. Todestag der Hospiz-Pionierin Hildegard Teuschl (1937-2009) im Kardinal König Haus in Wien

„Hildegard Teuschl hat mir Mut und Vertrauen geschenkt, dass ich etwas kann, ohne es vorher gemacht zu haben . Ihre Aussaat hat inzwischen reiche Frucht gebracht, wir sprechen, entscheiden und arbeiten voll Dankbarkeit in ihrem Sinne weiter“, so Waltraud Klasnic, die sehr direkt von ihr auf Hospiz angesprochen und zu ihrer Nachfolgerin als Präsidentin des Dachverbandes auserkoren wurde.

In ihren Grußworten beim Gedenksymposium „Zuhause leben bis zuletzt – Möglichkeiten und Grenzen für ein Sterben daheim“ anlässlich des zehnten Todestages der Hospiz-Pionierin am 18. Februar 2019 meinte Präsidentin Klasnic: „Hildegard würde jetzt verschmitzt lächeln“, und sie erinnerte an die Dachverbandssitzung in Innsbruck unmittelbar nach dem Tod von Hildegard, bei dem Bischof Reinhold Stecher in einer kleinen Gedenkfeier ein Bild von Hildegard gezeichnet hatte, von ihrem Flug ins Ungewisse: „Wir sitzen alle in einem Flugzeug und wissen nicht, wie es dort aussieht, wo wir landen. Hildegard ist die Chefstewardess, die sich um jeden einzelnen Passagier gesorgt hat. Wenn sie jetzt drüben ankommt, werden alle andere schon Spalier stehen und sie mit Applaus empfangen.“

Caritasdirektor Michael Landau betonte in seinen Grußworten, dass die Botschaft Hildegard Teuschls für ein würdevolles Leben vom Anfang bis zum natürlichen Ende heute aktueller denn je sei . Hospiz sei dort verortet, wo das Leben brüchig wird. Die Sorge um den ganzen Menschen sei nur gemeinsam zu bewältigen: „was alle angeht, können auch nur alle gemeinsam angehen“, zitierte er Teuschl.

Viele Teilnehmer/innen am Symposium konnten davon erzählen, wie sie von Hildegard Teuschl sehr persönlich für das Hospizanliegen begeistert wurden: Sr. Karin Weiler CS, Pater Klaus Schweiggl SJ, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich Leena Pelttari, die PalliativmedizinerInnen Annette Henry und Dietmar Weixler.

Die Kardinal König-Stiftung, Veranstalterin des Symposiums, verlieh den Kardinal König-Förderpreis an die Kurse „Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung“, die ehrenamtliche HospizbegleiterInnen für ihren Einsatz befähigen und im Kardinal König Haus stattfinden. Sr. Karin Weiler CS nahm als Leiterin der Kurse den Preis entgegen.

Es wurde auch des vor fünfzehn Jahren verstorbenen Kardinals Franz König gedacht. Annemarie Fenzl, Leiterin Kardinal König Archiv, verwies in ihrer Würdigung auf seine richtungsweisenden Worte: „Menschen sollen an der Hand eines anderen und nicht durch die Hand eines anderen Menschen sterben. Daraus aber folgt: Wer Sterbehilfe nicht will, muss für optimale Sterbebegleitung sorgen! Denn das Nein zur Euthanasie bedingt notwendig ein Ja zu all dem, was erforderlich ist, damit Menschen leben können bis zuletzt.“ 2001 führte dieser Impuls zu einem Allparteienbeschluss für den flächen- und bedarfsdeckenden Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich. Beide, Kardinal König und Hildegard Teuschl, standen als Mutmacher dafür ein, bestmögliche Rahmenbedingungen für zwischenmenschliche Zuwendung und kompetente Betreuung zu schaffen. Beide waren sehr präsent in jeder Begegnung erlebbar.

Menschen sollen die Möglichkeit haben, in der vertrauten Umgebung von nahen Bezugspersonen begleitet zu werden . Der Dachverband Hospiz Österreich hat 2015-2018 dazu das Pilot-Projekt HPC Mobil mit vier Wiener Trägern, darunter auch die Caritas Socialis, durchgeführt. Über die Möglichkeiten und Herausforderungen der Caritas Socialis bei der Umsetzung von Hospizkultur und Palliative Care in der Hauskrankenpflege berichtete Christine Hintermayer.

„Zuhause leben bis zuletzt“ war auch das Thema im Festvortrag von Prof. DDr. Johannes Huber. Der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe spannte einen Bogen zur anderen Seite des Lebens, die in manchem ihrem Vis-à-vis ähnlich ist: „Geburt und Sterben müssen in zutiefst menschlichem Sinne ablaufen, wie Mütter ihr Kind unmittelbar nach der Geburt nicht an andere Menschen abgeben wollen, möchten auch Sterbende von Bezugspersonen und nicht von Fremden begleitet werden.“ Sterben ist kein punktuelles Ereignis, sondern ein längerer Prozess, der nicht mit dem Herz- oder Hirntod beendet ist. Huber zufolge bestätigen gerade jüngere Studien, dass Menschen in den letzten Momenten viel mehr wahrnehmen, als wir glauben. Daher müssen wir Sterbende „so behandeln, als würden sie noch alles mitbekommen, denn wir wissen nicht, wie viel sie noch wahrnehmen“, wie einer der führenden deutschen Palliativärzte, Lukas Radbruch, es ausgedrückt hat.

Dieses Wahrnehmen und Ernstnehmen des anderen im Leben – zu dem auch das Sterben gehört – und über den Tod hinaus, hat Sr. Hildegard Teuschl CS in die österreichische Hospizgeschichte eingebracht und mit diesem Samen reiche Ernte bewirkt.

Wir danken Christof Eisl, Geschäftsführer Hospizbewegung Salzburg, für die Erlaubnis, seinen Artikel in der Zeitschrift Lebensfreude in leicht ergänzter Form verwenden zu dürfen!

Fotos: Copyright Kardinal König Haus

Hauskrankenpflege im Zentrum – HiZ

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HiZ ist ein Projekt der Grundversorgung von Hospiz Österreich in Kooperation mit den landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen und den Anbietern der Hauskrankenpflege in den Bundesländern . Gefördert wird das dreijährige Projekt u.a. vom Fonds Gesundes Österreich.

‚Mobil‘ vor ‚stationär‘? Die meisten Menschen, die in Österreich leben, wünschen sich, dass sie zu Hause versterben können[1] . Die Realität zeigt jedoch, dass im österreichweiten Durchschnitt nur 26,3% tatsächlich zu Hause versterben konnten. Verwunderlich und enttäuschend ist, dass diese Zahlen sich seit 1988 kaum verändert haben bzw. sogar noch gesunken sind[2]. Wunsch und Realität liegen hier also weit auseinander, obwohl ‚Mobil‘ vor ‚Stationär‘ ein gängiger Slogan ist bei Entscheidungsträgern.

In Wien gab es unter der Leitung von Hospiz Österreich von 2015 – 2018 das Projekt HPC Mobil -Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause, in dem mit vier Wiener Trägern der Hauskrankenpflege (Arbeiter Samariter Bund Wien, Caritas der ED Wien, CS Caritas Socialis, Volkshilfe Wien) sehr positiv und erfolgreich zusammengearbeitet wurde, mit großartigen und sehr bemerkenswerten Ergebnissen[3]. Die Nachhaltigkeit ist hervorragend. Aus diesem Projekt gibt es viel an Erfahrungen und Informationen aus dem Bereich der Hauskrankenpflege im Zusammenhang mit schwerkranken und sterbenden Menschen in Wien.

Da die Bundesländer allerdings gerade im Bereich der Hauskrankenpflege sehr unterschiedlich strukturiert sind, können die Erkenntnisse und Umsetzungen von HPC Mobil in Wien NICHT einfach übernommen werden. In jedem Bundesland ist ein eigener Pilot notwendig. Aber natürlich macht es in einem ressourcenschonenden, effizienten Arbeiten Sinn, genau darauf zu achten, was aus HPC Mobil mitgenommen oder adaptiert werden kann.

HiZ ist eine große Chance, dass ‚mobil‘ vor ‚stationär‘ ein Stück mehr Realität wird in Österreich!

Im Projekt HiZ arbeiten die interessierten landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen der Bundesländer mit Trägern und Krankenpflegevereinen im jeweiligen Bundesland in einem übergeordneten, österreichweiten Netzwerk zusammen. In den Netzwerktreffen erarbeiten sie mit der Begleitung von Hospiz Österreich und Univ. Prof. Dr. Ralph Grossmann als Organisationsentwickler den für sie passenden Pilot für das Bundesland, um die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege in ihrer Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen zu unterstützen. Während der Umsetzung im eigenen Bundesland werden sie von Hospiz Österreich unterstützt. Das Knowhow und die Erfahrungen aus dem Wiener Pilot fließen in das Projekt mit ein. Auf diese Weise werden Synergien optimal genutzt. Das vernetzte Arbeiten bringt Ideen, Motivation und Kraft. Es erleichtert und unterstützt die Umsetzung des Pilots im eigenen Bundesland.

Die Innovation des Projektes HiZ zeigt sich in mehrfacher Hinsicht:

  • Hospiz und Palliative Care Basiswissen und Grundhaltung für die Grundversorgung
  • Es beachtet die Veränderung, dass das Sterben in der Geriatrie ein langsames mit vielen Krisensituationen geworden ist. Das bringt mit sich, dass ein Grundwissen und eine Grundhaltung zu Hospiz und Palliative Care für die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege notwendig ist.
  • In der Unterstützung der MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege in ihrer Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen.
  • Dass gleichermaßen Maßnahmen der Organisationsentwicklung und Maßnahmen der Fortbildung im Projekt angewendet werden, womit Nachhaltigkeit erreicht werden kann.
  • Dass mit den TrägervertreterInnen und den VertreterInnen der Krankenpflegevereine, also den PraktikerInnen, von Anfang an eng zusammengearbeitet wird. Konzepte, Ziele, Leistungen und Indikatoren werden nicht vorgegeben, diese werden gemeinsam erarbeitet.
  • Dass Synergien optimal genutzt werden und dass durch Netzwerktreffen Knowhow und Erfahrung geteilt wird. Es ist ein sehr ressourcenschonendes Arbeiten mit höchster Effizienz.

Projektleitung: Dr.in Sigrid Beyer

Projektkoordination: Maria Eibel, BSc MA

[1] Freilinger, Franz (2009): Das institutionalisierte Sterben. Sozioökonomische Aspekte am Ende des Lebens. In: focus neurogeriatrie 2009, 1-2, Springer Verlag Wien, abrufbar unter: https://page-one.springer.com/pdf/preview/10.1007/s12151-009-0150-1

[2] Baumgartner, Johann Dr., Koordination Palliativbetreuung Steiermark (2018): Aufbereiteter Datensatz mit Daten von Statistik Austria, Landesstatistik Steiermark

[3] Siehe hierzu auch die Projekthomepage: www.hpc-mobil.hospiz.at  

Kinderhospiztag 2019

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Der 10. Februar wird in Deutschland als Tag der Kinderhospizarbeit begangen. An diesem Tag wird auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam gemacht. Damit soll in der Gesellschaft das Bewusstsein für die Arbeit der Hospiz- und Palliativeinrichtungen, die sich um die betroffenen Familien kümmern, geschaffen werden .

Der Dachverband Hospiz Österreich hat zum Kinderhospiztag 2019 in einer Presseaussendung die aktuelle Situation in Österreich zusammengefasst:

Nach wie vor Handlungsbedarf zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer schweren Erkrankung eine verkürzte Lebenszeit haben, benötigen besondere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft. Die PatientInnen und ihre Familien sind – oft über einen langen Zeitraum hinweg – in einer Ausnahmesituation. Die Themen Krankheit, Sterben und Trauer gehören zum Alltag. Sie benötigen ein Versorgungsnetz, das sie in dieser schwierigen und belastenden Zeit unterstützt.

Die Zahl der Betroffenen in ganz Österreich wird auf rund 5.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geschätzt. Viele von ihnen benötigen Hilfe von spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen: Kinder-Hospizteams, Mobile Kinder-Palliativteams, Pädiatrische Palliativbetten oder Stationäres Kinder-Hospiz.

Beachtlicher Ausbau  – mit Lücken

Das Angebot an spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen erfuhr in den letzten Jahren einen beachtlichen Ausbau, trotz fehlender Regelfinanzierung. So sind mittlerweile in allen Bundesländern mobile Angebote entstanden. 12 Kinder-Hospizteams (in allen Bundeländern) und 14 Mobile Kinder-Palliativteams (in 8 Bundesländern) übernehmen bei Bedarf die Begleitung und Betreuung schwerkranker Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien im vertrauten Zuhause und helfen bei der Bewältigung von krankheits- und alltagsbedingten Problemen. Pädiatrische Palliativbetten im Krankenhaus, bislang an drei Krankenhäusern (Innsbruck, Klagenfurt, Mödling) eingerichtet, stehen für Krisensituationen zur Verfügung. Ein Stationäres Kinder-Hospiz mit psychosozialer Ausrichtung im Burgenland ermöglicht Familien aus dem gesamten Bundesgebiet stationäre Aufenthalte zur Entlastung und Unterstützung, einen weiteren Kinder-Hospizplatz gibt es in NÖ.

Die bundesweite Bedarfsdeckung mit mobilen Angeboten ist jedoch noch nicht erreicht, auch im stationären Bereich gibt es noch viele Lücken.

Ergänzend sind Therapie-, Erholungs- und Urlaubsangebote entstanden, die den schwerkranken Kindern, ihren Geschwistern und Eltern Entlastung bieten; spezifische Trauerangebote begleiten und unterstützen in der Zeit der Trauer .

Seit 2017 gibt der Dachverband Hospiz Österreich einen jährlichen Datenbericht zur Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen heraus.

Bildung als wichtige Säule

Für die qualifizierte Betreuung und Begleitung braucht es gut ausgebildetes Personal. Der Universitätslehrgang für pädiatrische Palliative Care bietet ÄrztInnen, Pflegenden und anderen MitarbeiterInnen eine fundierte Ausbildung; ehrenamtliche Kinder-HospizbegleiterInnen werden nach einem österreichweiten Curriculum für diese anspruchsvolle Aufgabe qualifiziert.

2. Pädiatrischer Hospiz- und Palliativkongress in Österreich

Am 13./14. Juni 2019 wird in Salzburg der 2. Pädiatrische Hospiz- und Palliativkongress stattfinden, der eine Vielfalt an Fortbildung, Austausch und Vernetzung ermöglicht. Information und Anmeldungen unter www.kinderhospiz-kongress.at.

Finanzierung der pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen

Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen ist seit Juni 2017 im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG 2017) verankert. Die stationären und mobilen Angebote einer abgestuften Versorgung sind darin inhaltlich definiert und hinsichtlich Qualitätskriterien beschrieben. Eine Finanzierungsregelung fehlt hingegen noch.

Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer, Kinderhospizbeauftragte im Dachverband Hospiz Österreich und Leiterin des Mobilen Kinderhospiz MOMO, schildert die aktuelle Situation:

„Im Moment haben wir in Österreich ein Ungleichgewicht in Bezug auf die Finanzierung der spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Während einige Bundesländer aktiv Dienste ins Leben rufen und Finanzierungen bereit stellen, gibt es Bundesländer, in denen z.B. Kinder-Hospizteams und Mobile Kinder-Palliativteams nach wie vor zu 100 Prozent spendenfinanziert sind.“

Ausblick

Das im Mai 2016 eingerichtete Hospiz- und Palliativforum, in dem auch Bund, Länder und Sozialversicherung vertreten sind, hat den Auftrag zur Mitarbeit an der Entwicklung einer Regelfinanzierung.

Die Regierung hat für die Hospiz- und Palliativversorgung im Regierungsprogramm den weiteren Ausbau der Kapazitäten und die Überführung in eine nachhaltige und effektive Finanzierung ab dem Jahr 2022 festgeschrieben (Regierungsprogramm 2017-2022).

Novelle zum Patientenverfügungsgesetz

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Das Patientenverfügungs-Gesetz wurde überarbeitet und ist in seiner neuen Fassung seit 16. Jänner 2019 in Österreich in Kraft .

Die wesentlichen Änderungen sind:

A) Verbindliche Patientenverfügung

  • Verlängerung der Gültigkeitsfrist von verbindlichen Patientenverfügungen von fünf auf acht Jahre. Das gilt auch für bereits bestehende verbindliche Patientenverfügungen.
  • Eine Erneuerung einer verbindlichen Patientenverfügung braucht keine juristische Belehrung mehr, kann also nur durch einen Arzt/eine Ärztin erfolgen.
  • Eine juristische Errichtung einer verbindlichen Patientenverfügung ist künftig auch bei den Erwachsenenschutzvereinen möglich.

B) Andere Patientenverfügungen:
Bei allen anderen Formen der Patientenverfügung (das umfasst auch die vor der Novelle „beachtliche“ genannten Patientenverfügung) wird betont:

§ 1 Abs. 2: Im Übrigen ist jede vorliegende Patientenverfügung der Ermittlung des Patientenwillens zu Grunde zu legen (§ 8).

§ 9. Eine Patientenverfügung gemäß § 8 ist bei der Ermittlung des Patientenwillens umso mehr zu berücksichtigen, je mehr sie die Voraussetzungen einer verbindlichen Patientenverfügung erfüllt. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen,

1.    inwieweit der Patient die Krankheitssituation, auf die sich die Patientenverfügung bezieht, sowie deren Folgen im Errichtungszeitpunkt einschätzen konnte,

2.    wie konkret die medizinischen Behandlungen, die Gegenstand der Ablehnung sind, beschrieben sind,

3.    wie umfassend eine der Errichtung vorangegangene ärztliche Aufklärung war,

4.    inwieweit die Verfügung von den Formvorschriften für eine verbindliche Patientenverfügung abweicht,

5.    wie lange die letzte Erneuerung zurückliegt und

6.    wie häufig die Patientenverfügung erneuert wurde.

Hinweis: In den Erläuterungen zur Regierungsvorlage der Novelle wird auch der VSD Vorsorgedialog® als eine solche Form der Patientenverfügung genannt.

C) Registrierung einer Patientenverfügung

  • Möglichkeit der Speicherung der Patientenverfügungen in ELGA. Eine Speicherung wird voraussichtlich frühestens im Jahr 2020 möglich sein.
  • Neu ist die Pflicht der Gesundheitsberufe, in ELGA einzusehen, ob eine Patientenverfügung vorliegt.

D) Sonstiges
Es wird klargestellt, dass auch bei ausländischen PatientInnen stets österreichisches Recht (auch das Recht der Patientenverfügung) anzuwenden ist.

Das aktuelle Formular kann weiter verwendet werden, allerdings wird der Begriff „beachtliche“ Patientenverfügung nicht mehr verwendet. Es gibt verbindliche und andere Patientenverfügungen.

Vernetzungstreffen Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 2018

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Heiter, lebendig und sehr engagiert – wie auch in den Jahren zuvor – verlief das 8. österreichweite Vernetzungstreffen zu Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das am 27. November 2018 in St. Virgil, Salzburg, stattfand. Der Einladung von Hospiz Österreich waren 60 TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern gefolgt.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Mag.a Leena Pelttari MSc, Geschäftsführerin im Dachverband Hospiz Österreich, gab Moderatorin Mag.a Anna H. Pissarek, Projektkoordinatorin und Öffentlichkeitsarbeiterin Hospiz Österreich, einen Überblick über den Tag. Mag.a Claudia Nemeth informierte anschließend über die Ergebnisse der Datenerhebung 2017 und weckte Vorfreude auf den 2. Pädiatrischen Hospiz- und Palliativkongress in Österreich, der im Juni 2019 in St. Virgil stattfinden wird .

Vorausschauende Planung bzw . die Therapiezielfindung und –änderung in der Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen war der Schwerpunkt am Vormittag. Dr.in Regina Jones, ärztliche Leiterin von PAPAGENO, dem mobilen Kinderhospiz Salzburg mit den Standorten Salzburg Stadt und Innergebirg, führte anhand von drei unterschiedlichen und berührenden Beispielen in die Thematik ein. In der anschließenden lebhaften Austauschrunde in Bundesländergruppen wurde über die unterschiedlichen Anforderungen und Situationen gesprochen und ob und wie Ehrenamtliche einbezogen werden. Einige Organisationen haben bereits schriftliche Dokumentationsunterlagen für vorausschauende Planung entwickelt, bis hin zum „Notfallplan“ . Noch, so die übereinstimmende Grundaussage, sei aber keine österreichweit einheitliche Regelung notwendig, der Erfahrungsaustausch jedoch sehr wichtig.

Nach der Mittagpause gab es Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. In einer kurzen Runde stellten alle Bundesländer vor, was es bei ihnen Neues gibt und was sie derzeit beschäftigt. Besonders im Bereich der Ehrenamtlichkeit sind es Themen wie die Personalfrage und die Kompetenzen von Kinder-HospizbegleiterInnen. Sehr erfreulich ist, wie viel sich in einigen Bundesländern getan hat, um die Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzenden Erkrankungen samt ihren Familien zu verbessern. – Viel bleibt noch zu tun, v.a. bei der Finanzierung.

Der inhaltliche Schwerpunkt am Nachmittag war der Vortrag von Primar Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde an der Uniklinik St. Pölten. Er ging differenziert auf rechtliche, ethische und medizinische Aspekte zum Thema Impfverpflichtung von haupt- und ehrenamtlichem Gesundheitspersonal ein. Der Vortrag lieferte viele Denkanstöße für alle, besonders für ehrenamtliche Kinder-HospizbegleiterInnen bzw. deren KoordinatorInnen.

Mit vielen neuen Ideen und Elan im Gepäck machten sich alle auf die Heimreise.

Fotos © DV Hospiz Österreich, Dr. Johann Baumgartner

22 neue Master of Palliative Care

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Im Rahmen einer akademischen Feier am 23.11.2018 erhielten 22 AbsolventInnen ihre Masterdiplome für Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg. Seit 2006 haben damit insgesamt 157 Frauen und Männer den Universitätslehrgang Palliative Care erfolgreich mit dem Master abgeschlossen.

Der Rektor der PMU, Univ. Prof. Dr. med. Herbert Resch, betonte in seiner Begrüßung das Engagement und stellte fest, dass es für die AbsolventInnen nicht um Beruf und die Karriere gehe, für viele sei es Berufung, schwer kranke und sterbende Menschen auf dem letzten Weg kompetent und empathisch zu begleiten.

Landtagspräsidentin Dr.in Brigitta Pallauf dankte den AbsolventInnen für ihren Einsatz und betonte die gesellschaftliche Bedeutung der Arbeit in Hospiz und Palliative Care.

In einer berührenden Festrede erörterte Univ. Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, Dipl. Pall . Med. (Univ. Cardiff) (PMU) Sorge, Leid, Nöte von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und den Umgang mit dem Sterbewunsch.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Der dreistufigen Universitätslehrgang Palliative Care wird von dem Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, dem Dachverband Hospiz Österreich und dem Bildungszentrum St . Virgil Salzburg gemeinsam verantwortet. Mehr unter http://ulg-palliativecare.at/

Fotos © PMU/wildbild. Zur größeren Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild.

Fachtagung hospiz.palliativ.2030 – 25 Jahre Dachverband Hospiz Österreich

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Mit einer Fachtagung zur Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung unter dem Motto hospiz.palliativ.2030 feierte der Dachverband Hospiz Österreich – mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) als Mitveranstalterin – am 20. November 2018 sein 25-jähriges Bestehen. Mit 110 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich war die Fachtagung ein großer Erfolg! Im Folgenden geben wir einen zusammenfassenden Überblick, eine sehr ausführliche inhaltliche Beschreibung finden Sie >>hier.

Mitten ins Thema führte gleich zu Beginn der berührende Film „Mutmacher für ein Sterben zu Hause“. Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, dankte allen Anwesenden für ihre Bereitschaft, hier zu sein und gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu versuchen, ehe Moderatorin Mag.a Andrea Fried einen Überblick über den Verlauf der Fachtagung gab. In Grußworten verwiesen ao. Univ. Prof . Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der GÖG, und Dr. Wilhelm Kraetschmer vom Österreichischen Sparkassenverband auf die erfolgreiche Kooperation mit Hospiz Österreich. Sektionschef Mag. Manfred Pallinger vom BMASGK übermittelte im Namen der Bundesministerin Anerkennung und Dank.  Von der Keynote von Eva Dichand, dem Interviewgespräch von Leena Pelttari, Sigrid Beyer und Elisabeth Pochobradsky über den aktuellen Stand in Österreich und dem Marktplatz der Bundesländer spannte sich der Bogen über das Gespräch mit der Österreichischen Palliativgesellschaft und den überregionalen Mitgliedern im Dachverband (Caritas Österreich, Diakonie Österreich, MOKI Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz, Vinzenz Gruppe) bis zum abschließenden Hauptvortrag von Herwig Ostermann.

Leben 2030

Wie fern Sterben und Tod Menschen im Normalfall sind, erwähnte Dr.in Eva Dichand, Vorsitzende des Universitätsrates der MedUni Wien, in ihrem Beitrag. Sie betonte, dass das Lebensende die Solidarität aller brauche, was sich auch in einer Regelfinanzierung ausdrücken müsse.

Vielfalt der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich – Hospiz Österreich und Gesundheit Österreich GmbH

Mag.a Leena Pelttari MSc, Geschäftsführerin des Dachverbandes Österreich seit 20 Jahren, Dr.in Sigrid Beyer, Bereichsleiterin für Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung und stv. GF im Dachverband Hospiz Österreich, und Mag.a Elisabeth Pochobradsky, Projektleiterin in der Abteilung Planung und Systementwicklung in der GÖG, stellten in Fragen und Antworten aktuelle Projekte und  Aktivitäten in Hospiz und Palliative Care auf Österreichebene vor.

GÖG entwickelte in enger Zusammenarbeit mit ExpertInnen von Hospiz Österreich 2004 das Konzept der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene (Aktualisierung 2014), das Prozesshandbuch für alle sechs Angebote der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene sowie das Konzept der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und ihre Familien (2013) sowie den Praxisleitfaden zur systematischen Umsetzung von Hospiz- und Palliative Care in der Grundversorgung (2018).

Leena Pelttari verwies auf die aktuellen Schwerpunkte im Dachverband, wie den Kinderhospizbereich und  die Aus-, Fort- und Weiterbildung  in Hospiz und Palliative Care für Ehren-und Hauptamtliche, den Universitätslehrgang Palliative Care sowie das Ehrenamt im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit. Hier gilt ein besonderer Dank dem Sparkassenverband Österreich, der seit über 10 Jahre die ehrenamtliche Hospizbegleitung in Österreich fördert. Leena Pelttari hat sich auch auf Europaebene für dieses Thema eingesetzt und ist Co-Leiterin der 2013 von ihr und Ros Scott neu gegründeten Arbeitsgruppe zum Ehrenamt in der European Association for Palliative Care (EAPC). Die Arbeitsgruppe hat unter anderem 2017 eine Charta zum Ehrenamt im Bereich Hospiz und Palliative Care herausgegeben, die unterschrieben werden kann und soll.

Sigrid Beyer erwähnte die drei großen aktuellen Projekte der Integration von Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung: das Projekt für die Integration in Alten- und Pflegeheimen, den VSD Vorsorgedialog® als Instrument der vorausschauenden Planung in Heimen und das gerade abgeschlossene Pilotprojekt HPC Mobil, das die Integration von Hospizkultur und Palliative Care in der Hauskrankenpflege bzw. mobilen Pflege und Betreuung zu Hause zum Ziel hatte.

Im Akut-Krankenhaus stehe man noch vor der Herausforderung, einen Weg zu finden, wie Hospizkultur und Palliative Care dort unterstützend integriert werden kann .

Alle drei sprachen als letzten Punkt österreichweite Gremien an, die eine wichtige Rolle spielen. Das ist einerseits der Vorstand des Dachverbandes Hospiz Österreich, der VertreterInnen der landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen aus allen Bundesländern umfasst und andererseits der Beirat zu Hospiz und Palliative Care in der Grundversorgung.

Vielfalt der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich – die Bundesländer stellen sich vor

An drei im Haus verteilten Stationen stellten anschließend VertreterInnen der landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen in den neun Bundesländern jeweils ein Schwerpunktthema aus der Hospiz- und Palliativversorgung vor, anhand eines Beispiels aus ihrem Bundesland. Bundesland-Poster informierten zusätzlich über die Gesamtsituation in den einzelnen Bundesländern. Allen Anwesenden bot sich ein lebendiges und vielfältiges Bild der unterschiedlichen Situationen und erfolgreichen Initiativen in Österreich.

Visionen und Forderungen

Am Nachmittag kamen VertreterInnen von Hospiz Österreich – Mag.a Leena Pelttari MSc – sowie den überregionalen Mitgliedern Caritas Österreich – Bereichsleiterin Mag.a(FH) Doris Lang-Lebschy MSc, Diakonie Österreich – Direktorin Dr.in Maria Katharina Moser, MOKI Österreich – Renate Hlauschek, MMSc, Vorsitzende MOKI NÖ, Österreichisches Rotes Kreuz – Mag. Michael Opriesnig, Vinzenz Gruppe – Mag.a Anna Parr sowie der Österreichischen Palliativgesellschaft – OPG  mit Präsident Primar Univ. Prof. Dr. Rudolf Likar zu Wort. Grundlage waren die am Vortag in einer Pressekonferenz vorgestellten gemeinsam formulierten Visionen und Forderungen zur Hospiz- und Palliativversorgung .

Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung aus Sicht der Gesundheitsplanung

Der kurzweilige Hauptvortrag zur Zukunft der Hospiz- und Palliativversorgung aus Sicht der Gesundheitsplanung von Herwig Ostermann bildete den Abschluss des anregenden und inhaltsreichen Tages, den Waltraud Klasnic abschließend humorvoll zusammenfasste.

Das Palais NÖ erwies sich als ausgezeichneter Ort. Herzlichen Dank an den Sparkassenverband für die finanzielle Unterstützung bei den Buffetkosten! Dank an die Erste Bank bei der Vermittlung und Unterstützung des musikalischen Beitrags mit Jeunesse Start up!-Künstler der Saison 2017/18 David Mandlburger mit Duo-Partner Max Garschall vom Duo Sanglos!

Fotos: © Dachverband Hospiz Österreich, Florian Putschögl
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hospiz.palliativ.2030 – Visionen und Forderungen für ein gutes Leben bis zuletzt – Pressefrühstück

veröffentlicht am

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens formulierte der Dachverband Hospiz Österreich gemeinsam mit der Caritas Österreich, der Diakonie Österreich, MOKI Österreich, dem Österreichischen Roten Kreuz und der Vinzenz Gruppe gemeinsame Visionen und Forderungen neu.

In einem Pressefrühstück am 19.11.2018 im Büro des Dachverbandes Hospiz Österreich stellten VertreterInnen der überregionalen Mitglieder im Dachverband diese Visionen und Forderungen der Öffentlichkeit vor.

Den Text der Presseaussendung finden Sie >> hier

Die Visionen und Forderungen finden Sie >> hier

Wir freuen uns sehr, dass im ORF Hörfunk Ö1 Religion aktuell, in der APA, der kathpress, der Presse, der Tiroler Tageszeitung, den Salzburger Nachrichten und in Standard und Kurier Beiträge dazu erschienen!

Fotos: copyright Dachverband Hospiz Österreich

v.l.n.r.: Pfarrerin Dr.in Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich; Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe; Renate Hlauschek, MMSc, DGKP, Geschäftsführende Vorsitzende MOKI NÖ; DDr. Michael Landau, Präsident Caritas Österreich; Waltraud Klasnic, Vorsitzende Dachverband Hospiz Österreich; Univ.-Prof . DDr . Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

Erfolgreiches Benefizkonzert für Hospiz Österreich: David Bowie – We spoke of was and when

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Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Dachverbandes Hospiz Österreich veranstaltete Dr. Peter Pilz, Obmann des Hospiz Vereins Steiermark und Partner der BDO Steiermark, am 16.11.2018 in der Arena Wien ein Benefizkonzert.

Andy Baum, Günter Mokesch, Vesna Petkovic , Norbert Wally, Marina Zettl und Band begeisterten das Publikum mit einem Tribute an David Bowie unter dem Titel „We Spoke Of Was And When“ .

Am Beginn des Konzertes ging Dr. Pilz auf die Anliegen der Hospiz- und Palliativversorgung ein . Anschließend überreichte Mag. Peter Bartos, Partner der BDO Austria, einen Scheck in der Höhe von € 10.000,00 an Mag.a Leena Pelttari MSc, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich.

Wir danken Dr . Peter Pilz und der BDO Austria ganz herzlich für dieses außerordentliche Engagement!

Fotos: Copyright BDO Steiermark
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