Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Verleihung des Hildegard Teuschl Preises 2013

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Der Hildegard-Teuschl-Preis für wissenschaftliche Leistungen und innovative Projekte in Hospiz und Palliative Care wurde am 13.11.2013 in Salzburg zum ersten Mal vergeben. Der erste Preis ging an Gerda Schmidt aus dem Pflege- und Sozialzentrum Pramergasse der Caritas Socialis. Sie wurde für die Entwicklung der ethischen BewohnerInnenbesprechung in den Einrichtungen der Caritas Socialis ausgezeichnet.

Dabei werden im interdisziplinären Team unter Einbeziehung der Angehörigen und der Betroffenen selbst mögliche Entscheidungen und ihre Konsequenzen besprochen. Die Entscheidung über wichtige ethische Fragestellungen wie die Ernährung über eine Sonde oder den Wunsch, nicht mehr ins Krankenhaus transferiert zu werden, orientiert sich dabei am mutmaßlichen Bewohnerwillen.

Der 2. Preis wurde an Renate Hlauschek, Geschäftsführerin von „MOKI NÖ – Mobile Kinderkrankenpflege“, verliehen für die Schaffung des Kinder- und Jugend-Palliativteams, das in vier Mobilen Palliativteams an den Standorten Melk, Mödling, Tulln und Wiener Neustadt integriert ist. Das Team ist ein wesentlicher Schritt zur integrierten palliativen Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Niederösterreich.

Der 3. Preis ging an Ralph Simanek, Arzt an der ersten medizinischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing in Wien, für seine wissenschaftliche Arbeit über parenterale Ernährung. Diese Art von intravenöser Ernährung kommt zum Einsatz, wenn ein Patient/eine Patientin über einen längeren Zeitraum nicht oral oder über eine Magensonde ernährt werden kann.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der vierten Masterfeier der Universitätslehrgangs Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg statt. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität bietet den Lehrgang Palliative Care gemeinsam mit dem Dachverband Hospiz Österreich und dem Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil an und schreibt auch den „Hildegard-Teuschl-Preis“ aus.

FestrednerInnen waren Rektor Univ.-Prof. Dr. Herbert Resch, Waltraud Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes Hospiz Österreich, und Doraja Eberle, Vorstandsvorsitzende der ERSTE Stiftung.

Erinnerung an Hospizpionierin Hildegard Teuschl CS

Der Preis erinnert an das Lebenswerk von Sr. Hildegard Teuschl CS (1937-2009), die federführend an der Gründung des Dachverbandes Hospiz Österreich beteiligt war und dessen Vorsitzende sie 15 Jahre war. Aus ihrer Initiative entstanden in ganz Österreich Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitungslehrgänge, sie entwickelte das Curriculum für Palliativ-Basislehrgänge, die mittlerweile ebenfalls in ganz Österreich und darüber hinaus angeboten werden. Auch der Universitätslehrgang wurde von ihr mitaufgebaut und geleitet .

Hildegard Teuschl gehörte der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis an. Sie brachte die Anliegen der Hospizbewegung unermüdlich in die Politik ein und setzte sich auch erfolgreich für die Familienhospizkarenz und die Patientenverfügung ein.

www.hildegard-teuschl-preis.at