Das iCare-Projekt in Leiria, Portugal
Das portugiesische Team, das am iCare-Projekt teilnimmt, besteht aus einer multiprofessionellen Gruppe unterschiedlicher Disziplinen, darunter Fachpersonen aus der Pflege, Medizin, Kommunikation und Psychologie.
Allen Mitgliedern ist es ein zentrales Anliegen, einerseits Hospiz und Palliative Care weiterzuentwickeln und andererseits die in Portugal bereits bestehenden Compassionate Cities (wie zum Beispiel Barga, Funchal oder Porto) und Caring Communities nachhaltig zu etablieren. Dazu ist es wichtig, das Wissen zu Hospiz und Palliative Care und Caring Communities in die unterschiedlichsten Bereiche der Gesellschaft zu tragen, in Gesundheitseinrichtungen, Bildungseinrichtungen und – ganz niederschwellig – in die “breite” Gesellschaft.
Das portugiesische Team geht davon aus, dass starke, niederschwellig verankerte Netzwerke notwendig sind, um gesellschaftliche Barrieren abzubauen und den Zugang zu Informationen zu den Themen Tod, Sterben, aber auch Palliative Care zu erleichtern. Die Gruppe widmet sich daher der Entwicklung und Umsetzung eines Projekts, das zum Ziel hat, in Workshops zu den Themen rund um Hospiz und Palliative Care verschiedene Zielgruppen in unterschiedlichen Kontexten zusammenzubringen.
Insgesamt hat das Projekt drei Umsetzungsphasen.
Die Workshops mit Gesundheitsfachkräften und Studierenden finden im Oktober 2026 statt; die zentralen Themenbereiche umfassen Würde, den Sterbe- und Todesprozess, Einstellungen zum Tod, Notfallmaßnahmen in der Sterbebegleitung sowie Sorgekulturen und Palliative Care.
Den Inhalten entsprechend sind zwei Partnerinstitutionen in das Projekt eingebunden: die Gesundheitswissenschaftliche Fakultät – Polytechnikum Leiria – sowie das Portugiesische Onkologische Institut in Coimbra.
Die Workshops mit Bewohner:innen unterschiedlicher Stadtteile Leirias umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten – vom „Mural of Death“ (bereits durchgeführt) bis hin zum „Death Dinner“, das für November geplant ist. Durch partizipative Diskussionen mit verschiedenen Akteur:innen der Gesellschaft (von Stadtpolitiker:innen bis zu Bürger:innen) sollen Ideen und öffentliche Diskurse zu Hospiz und Palliative Care und Caring Communities entstehen. Zentrales Diskussionsthema wird die nachhaltige Entwicklung von Caring Communities in Leiria sein.
Bereits im Vorfeld wurden vom Team Indikatoren, wie zum Beispiel Anzahl der Teilnehmenden an den unterschiedlichen Formaten, die Besucher:innenquote der Veranstaltungen oder die Anzahl an absolvierten Trainings und Zufriedenheit der Teilnehmer:innen mit den Inhalten der Trainings, festgelegt.
Die Projektergebnisse werden dann anhand dieser Indikatoren bewertet und in Maßnahmen übersetzt. Diese Maßnahmen werden in weitere Folge vom Projektteam bewertet und (vorbehaltlich der Finanzierung) gemeinsam mit der Gesundheitswissenschaftlichen Fakultät und der Stadt Leiria umgesetzt.
Carlos Laranjeira, Projektkoordinator der portugiesischen iCare Gruppe, Professor für Gesundheitswissenschaften am Polyteknikum Leiria (www.ipleiria.pt)
Übersetzung von Marianne Buchegger mit Unterstützung von ChatGPT5
„iCare – an International Integrated perspective in palliative CARE for dignity and proper support in ageing and approaching end of life“ ist ein innovatives, interprofessionelles und partizipatives Erasmus+ Projekt unter der Leitung der Organizatia Umanitaria Concordia, Rumänien, in Zusammenarbeit mit dem Kardinal König Haus, Wien, und der Polytechnischen Universität von Leiria, Portugal. Von Februar 2024 bis Dezember 2025 finden sich insgesamt 25 Teilnehmer:innen, Trainer:innen und Vortragende aus Österreich, Rumänien und Portugal in 5 Modulen zusammen, um das „gute Leben und Sterben“ zu reflektieren und zu gestalten.
www.ipleiria.pt
Compassionate Cities in Portugal
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From University to Society
The iCare Project in Leiria, Portugal
The Portuguese team participating in the Icare project comprises a group of individuals from diverse disciplines, including nursing, medicine, communication, and psychology.
All members share a common interest in palliative and compassionate care, seeking to directly contribute to the development of compassionate communities across various settings – namely healthcare institutions, educational settings, and the broader community.
Driven by the premise that empowered support networks yield positive outcomes by reducing barriers, facilitating access to information and care, and enhancing a fundamental dimension of human existence – the capacity to relate to others – this group is dedicated to the design and operationalization of a multidimensional and multi-target intervention project.
Three distinct operational phases are foreseen.
The intervention with healthcare professionals and students will take place in October as a series of workshops; the primary thematic areas will include dignity, the process of dying and death, attitudes towards death, emergency response in end-of-life care, and compassion and compassionate care. Accordingly, two partner institutions are integrated into the project: the School of Health Sciences – Polytechnic of Leiria and the Portuguese Oncology Institute of Coimbra. The pedagogical strategies employed will prioritize active methodologies grounded in experiential pedagogy.
The community intervention, which encompasses a variety of activities – from the mural of death (already conducted) to the death dinner (scheduled for November) – will mobilize participatory discussion among various community stakeholders to bring compassion and compassionate care into the public discourse. The central theme for discussion will be how the community can organize and cultivate its compassion, with the expectation of a broad and inclusive dialogue.
Project outcomes will be assessed by indicators such as the number of participants in various activities, the frequency of educational session attendance, the completion rate of training activities, and participant satisfaction.
Carlos Laranjeira, Professor Coordenador, Departamento de Ciências da Enfermagem – Escola Superior de Saúde – ESSLei
