Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Ehrung für langjährige Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich

veröffentlicht am

Waltraud Klasnic, 14 Jahre aktiv an der Spitze und nun seit Juni 2022 Ehrenpräsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich, wurde am 5. Oktober 2022 die Sparkassenehrennadel in Gold verliehen. Generalsekretär Franz Portisch und Julia Bogner (Stabstelle AVS & Sparkassenstiftungen) bedankten sich für ihre besonderen Verdienste um den Aufbau der Hospiz- und Palliativbewegung in Österreich und die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Österreichischen Sparkassengruppe. Der langjährig seitens des Sparkassenverbands für die Kooperation verantwortliche Wilhelm Kraetschmer gratulierte. „Die Kooperation macht so viel möglich: unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen können ausgebildet, weiter geschult und in ihrer Arbeit unterstützt werden. Ihr unbezahlbares Geschenk ist das Da-Sein.“, freute sich Klasnic.
Die seit 15 Jahren bestehende Kooperation wurde im September um weitere drei Jahre verlängert und wird von Portisch sehr wertgeschätzt: „Die Kooperation mit dem Dachverband Hospiz Österreich steht zu 100 Prozent mit dem Sparkassen-Gründungsgedanken in Einklang und hat eine ganz wesentliche Bedeutung für die Gesellschaft, in der wir leben.“

„GEMEINSAM IN DIE ZUKUNFT“ hieß es am 7.Oktober 2022

veröffentlicht am

Ein anregender Fachtag und informationsreiches Netzwerktreffen

Anlässlich des Welt Hospiz und Palliative Care Tags am 2. Samstag im Oktober (8.10.22) organisierte der Dachverband Hospiz Österreich einen Tag davor, am 7.Oktober 2022, einen Fachtag und Netzwerktreffen „GEMEINSAM IN DIE ZUKUNFT“, Herausforderungen, Visionen und Ziele für die spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene im Palais Berg in Wien.

Mehr als 130 leitende Mitarbeiter:innen der spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Erwachsene hörten Vorträge von Piret Paal, Sonja Thalinger und Heather Richardson, beteiligten sich an interaktiven Formaten und der Suche nach neuen Lösungen.

Aktuelle Themen waren z.B. die Notwendigkeit Wissen um Hospiz und Palliative Care (HPC) in der Bevölkerung breit zu verankern, Stärkung von HPC in der Grundversorgung (Heime, Mobile Pflege, Krankenhäuser), Personalentwicklung und Ressourceneinsatz, Ehrenamt, Aufgaben in der Zukunft und Weiterentwicklung.

Als Freund und Partner der Hospizbewegung verbunden und nicht als Ehrengast sah sich Eröffnungsredner Mag. Franz Portisch, Generalsekretär des Sparkassenverbands. Bis ins Jahr 2007 reicht die Kooperation zwischen Sparkassenverband und Dachverband Hospiz Österreich zurück, seit nunmehr 15 Jahren werden vom Sparkassenverband, Erste Bank und Erste Stiftung Ausbildung, Vernetzung und Aktivitäten vor allem im Bereich der Ehrenamtlichen unterstützt.

Die neue Präsidentin des Dachverband Hospiz Österreich, Barbara Schwarz, entschuldigte Sektionschef Mag. Manfred Pallinger aus dem Bundesministerium für Soziales, der aufgrund von Sitzungen zur Umsetzung des neuen Hospiz- und Palliativfondsgesetz verhindert war.

Sie griff das von Moderator und Bildungsleiter Rainer Simader anfangs eingebrachte Bild des Hauses Hospiz auf und meinte, nach fast 30 Jahren gehörten manche Zimmer des Hauses Hospiz Österreich vielleicht renoviert, die Hospizbewegung wachse und entwickle sich jedoch stetig weiter.: „Leben ist Veränderung, aber die Veränderung in der Zukunft ist niemals eine Beurteilung der Vergangenheit.“

Dr.in Piret Paal, Privatdozentin für theoretische Pflegewissenschaft mit Fokus auf Palliative Care und stellvertretende Direktorin des WHO-Kollaborationszentrums am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Salzburg, benannte die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft und damit auch die Hospiz- und Palliativversorgung stehen: Steigende Lebenserwartung, damit einhergehend mehr chronische Krankheiten und Multimorbidität, komplexere, längere und pflegeintensivere Sterbeprozesse. Die Menschen haben zunehmend mit psychischen Problemen zu kämpfen und sozio-ökonomische Ungleichheiten wie Armut, Geschlecht, Migrationsgeschichte prägen Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Der Personalmangel wird weiter steigen. Ihre Schlussfolgerung: Wichtig ist das Thema Qualität und ihre Evaluierung. Palliative Care in der Aus- und Weiterbildung der Medizin und Pflege und die Integration von Palliativversorgung in das staatliche Gesundheitswesen sind dabei von höchster Bedeutung.

Die derzeit stellvertretende und für 2023 designierte Geschäftsführerin des Dachverbands Hospiz Österreich, Sonja Thalinger MSc, widmete sich in ihrem Beitrag der Würde als zentralem Wert der Hospiz- und Palliativbewegung und Würde als Möglichkeitsform. Sie erläuterte die neuen Herausforderungen – im Zusammenhang mit dem neuen Gesetz zur Sterbeverfügung und dem assistierten Suizid – und folgerte, dass sich auch die Identität der Hospiz- und Palliativbewegung in diesem Kontext verändern wird. Wie, hänge von den von jeweiligen Trägern gesetzten Rahmenbedingungen und von der Qualität von Schulungs- und Reflexionsangeboten ab. Neutralität sei, nach Angelika Feichnter, bei dem Thema des Assistierten Suizids keine Option. Eine Herausforderung besteht für die Gesellschaft darin, über das Thema nachdenken und Stellung beziehen zu müssen, eine andere dennoch im Gespräch zu bleiben und auch im Falle unterschiedlicher Meinungen, Spaltung zu vermeiden.

Heather Richardson, bis 2022 Geschäftsführerin des St. Christophers Hospice London, leitet nun ebendort die Bereiche Weiterbildung, Forschung und Strategie, ist Professorin an der Lancaster University und Senior Research Fellow am Harris Manchester College, Oxford University. In ihrem Vortrag ging es um die Entwicklung der Arbeitskräfte. Das Gesundheitssystem steht kurz nach der Pandemie noch sehr unter Druck, die Erwartungen der Menschen sind hoch, die Bedürfnisse verändern sich. Das Personal will die diversen Ansprüche befriedigen, kann das Tempo der letzten 2,5 Jahre nicht aufrechterhalten und macht sich Sorgen um die Zukunft und das eigene Fortkommen. Auch wenn die Resilienz des Personals oft stärker ist, als angenommen wird, müssen die Führungskräfte jetzt Visionen entwickeln, den Schwung behalten und ihre Mitarbeiter stärken.  Change ist eine große Herausforderung für alle, strategisches Vorgehen genauso wichtig wie Menschlichkeit, Solidarität und der Blick über den Tellerrand. Neue Möglichkeiten entstehen durch interdisziplinäre Kontakte und Zusammenarbeit, Wertschätzung von guter Arbeit und gegenseitige Unterstützung. Hier wurden neue Formate in der Weiterbildung und Vernetzung in St. Christopher’s als hilfreich erlebt. Ermutigung, „Glück“ in der Arbeit, Identifikation mit den Werten und Vertrauen in die Organisation sind für Hauptamtliche, aber auch Ehrenamtliche essenziell. „Unsere Mitarbeiter sind unsere wichtigste Ressource,“ meinte Heather Richardson, „daher müssen wir ihr Wohlergehen schützen, ihnen Perspektiven aufzeigen und dafür sorgen, dass sie ihr Bestes geben können. Führungskräfte müssen jetzt agieren und brauchen dafür auch kollegiale Unterstützung. Kommen Sie und lernen Sie uns in St. Christopher’s kennen!“

Am Nachmittag gab es noch Workshops als Netzwerktreffen in den Strukturen der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung, in denen Themen wie die Personalsituation, Defizite in der Grundversorgung, Schnittstellen zwischen stationärer und extramuraler Arbeit, multiprofessionelle Zusammenarbeit und Einsatz von Ressourcen diskutiert wurden.

Ein besonderer Programmpunkt war das unterhaltsame und berührende Programm „Ich, die ich Dich liebe“, von Brigitte Karner (Lesung) mit Ingrid Oberkanins (Percussion) mit Geschichten über Liebe und Verlust, Frau-Sein und Mensch-Sein. Die Teilnehmenden hörten mit großer Begeisterung Lyrik und Prosa von Gioconda Belli, Christine Lavant und Saint-Exupéry – ganz im Sinne des Mottos des Welt Hospiz und Palliative Care Tags 2022 „Herzen und Gemeinschaften heilen“.

Save the date:

Fachtag und Netzwerktreffen
15.September 2023
Feiern Sie mit uns
30 Jahre Hospiz Österreich!

Zur Vergrößerung der Bilder klicken Sie bitte auf ein beliebiges Foto.

Abschlussarbeitstreffen HiZ – Hauskrankenpflege im Zentrum

veröffentlicht am

Umsetzungsenergie, Lebensfreude und Kreativität kennzeichneten diesen Tag.
So hat Sonja Thalinger den Tag beschrieben.

 

Am 3.10.2022 nahmen über vierzig Teilnehmer:innen der vier umsetzenden Bundesländer Oberösterreich, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg sowie die Wiener Vertreter:innen aus HPC Mobil und die Beobachterinnen aus dem Burgenland, Salzburg, Tirol und Niederösterreich am Abschlussarbeitstreffen von HiZ teil.

Als Expertin für das Screeningtool p-CaRES war Manuela Wasl, Mobiles Palliativteam (MPT) Krems und Vertreterin der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG), am Vormittag mit dabei.

 

 

 

 

 

Die Präsidentin von Hospiz Österreich, Barbara Schwarz, und Sonja Thalinger, zukünftige Geschäftsführerin von Hospiz Österreich, waren aufmerksame Begleiterinnen des Tages.

„Es ist schön zu spüren, dass Menschen an einem Strang ziehen, und dass die Frage im Vordergrund steht, wie können wir die Begleitung von Menschen bis zum Lebensende gut gestalten.“ Barbara Schwarz, Präsidentin Hospiz Österreich

Moderiert wurde der Tag von Sigrid Beyer, Bereichsleitung HPC in der Grundversorgung. Maria Eibel, Koordination HPC GV, sorgte für einen reibungslosen Verlauf und brachte wichtige Inputs zum Vorsorgedialog, zur Präsentation auf der Website und zur Nachhaltigkeit ein.

 

Aus der begründeten Sorge, Ende Dezember könnte eventuell kein österreichweites Arbeitstreffen in Präsenz möglich sein, hatten sich die Teilnehmer:innen der vier Bundesländer entschlossen, das Abschlussarbeitstreffen auf Anfang Oktober zu verlegen. Die Evaluierungsergebnisse werden im Dezember 2022 präsentiert.

Zu folgenden Themen wurde intensiv gearbeitet:

Screeingtool P-CaRES – Palliative Care Rapid Emergency Screening für die Identifikation von Palliativpatient:innen

v. links: Lisa Halmdienst, Dagmar Lachkovicova, Iris Grabher und Manuela Wasl
  • VSD Vorsorgedialog® – Bedingungen für eine Umsetzung des VSD nach Projektabschluss
  • Kriterien für die Präsentation auf der Website von Hospiz Österreich nach Projektende
  • Nachhaltigkeit nach Projektende auf den Ebenen: Träger/Krankenpflegeverein, krankenpflegeverein- und trägerübergreifend, Bundesland und bundesländerübergreifend
  • Selbstorganisiertes Netzwerk
  • Übergabe der Projektabschlussberichte und Urkunden

Das Feedback wurde diesmal online via Mentimeter eingeholt:

Zum Weiterlesen noch ein Einblick in die Arbeit von vier Jahren HiZ ->

„Hats on for Children’s Palliative Care“ am Freitag, 14. Oktober 2022

veröffentlicht am

Hut auf, Foto posten, Solidarität zeigen!

Es wird wieder Zeit, nach Ihrem Hut zu suchen! Nicht nur, weil es kälter wird – der zweite Freitag im Oktober naht, und damit der Tag der Kampagne Hats on for children’s palliative care. ICPCN (International Children’s Palliative Care Network) hat diese Kampagne ins Leben gerufen, um auf die Arbeit von Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen. Die Aktion, die heuer bereits zum neunten Mal stattfindet, läuft im Netz unter #HatsOn4CPC.

Tragen Sie doch am 14. Oktober Ihren Hut und zeigen Sie so Ihre Solidarität für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche samt ihren Familien!

Machen Sie ein Foto von sich, Ihren Kolleg:innen, Ihrer Familie, Ihren Freund:innen und Bekannten und teilen Sie es in den sozialen Medien unter dem Hashtag #HatsOn4CPC.

ICPCN hat ein Toolkit zum Download bereitgestellt, zu finden hier

„Verantwortung im Alter = Verantwortung für das Alter“ (Dr.in Janina Loh, Stiftung Liebenau, D)

veröffentlicht am

Am 6.10. machte sich Maria Eibel auf die Reise nach Südtirol. Dr.in Ingrid Windisch, die auch für ein Pflegeheim der Stiftung St. Elisabeth tätig ist, hatte Hospiz Österreich eingeladen, auf der Fachtagung „Gemeinsam Sorge tragen – Ethische Entscheidungen in der letzten Lebensphase“ einen Vortrag zum VSD Vorsorgedialog® zu halten.

Im Bildungshaus Lichtenburg in Nals nahe bei Bozen startete die Fachtagung am 7.10.22 in der Früh mit einem philosophischen Vortrag zum Thema „Verantwortung im Alter“. Anschließend hielt Maria Eibel unter dem Titel „Der VSD Vorsorgedialog® – Autonomie ermöglichen und Sicherheit schaffen“ eine 30-minütige Präsentation. Das Interesse war groß, es gab viele Fragen, auch in den Pausen, vor allem zum Krisenblatt und zur Bedeutung des Begriffs „Hospizkultur“.

Weitere Inhalte am Vormittag waren die palliative Sedierung und medizinisch ethische Überlegungen zum medikamentös assistierten Suizid. Nach der Mittagspause ging es um rechtliche Aspekte der Patientenverfügung und vorausschauenden Behandlungsplanung sowie um Sterbewünsche, zum Abschluss folgte eine Erzählrunde dreier Bewohner:innen eines Pflegeheims. Sie ließen die Anwesenden in sehr persönlichen Statements daran teilhaben, was sie bewogen bzw. davon abgehalten hat, eine Patientenverfügung zu erstellen.

Gegen 17.00 Uhr endete die vollständig ausgebuchte Fachtagung mit 150 Teilnehmenden. Das Fazit von Maria Eibel zum Fachtag in Südtirol: „Es ist bewegend und berührend, dass so viele Menschen auch länderübergreifend dasselbe Ziel verfolgen – Lebensqualität bis zum Lebensende für so viele Menschen wie möglich zu realisieren!“

Zur Vergrößerung der Darstellung klicken Sie bitte auf ein Bild.
Fotos: Kurt Jakomet, Bildungshaus Lichtenburg, Nals

 

Wechsel an der Spitze des Dachverbands Hospiz Österreich

veröffentlicht am

Langjährige Präsidentin Waltraud Klasnic übergab Vorsitz an Barbara Schwarz.

Nach 14 Jahren Hospiz Österreich legte Waltraud Klasnic bei der am 22.6.2022 abgehaltenen Generalversammlung ihre ehrenamtliche Präsidentschaft in jüngere Hände.

Die frühere niederösterreichische Landesrätin Barbara Schwarz wurde einstimmig zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Waltraud Klasnic, die zur Ehrenpräsidentin ernannt wurde, war von Beginn an Teil der Hospizbewegung, 2008 übernahm sie von der Gründerin Sr. Hildegard Teuschl CS den Vorsitz und setzte sich mit ganzer Kraft und großem Engagement für Hospiz und Palliative Care in Österreich ein. Mit der Beschlussfassung des Hospiz- und Palliativfondsgesetzes durch das Parlament Anfang dieses Jahres wurde ihr Einsatz mit einem wegweisenden Erfolg gekrönt. Jahrzehntelang hatten sie und ihre Wegbegleiter*innen auf den österreichweit flächendeckenden Vollausbau der Hospiz- und Palliativversorgung und die bundesweit einheitlich geregelte Finanzierung durch Bund, Länder und Sozialversicherung hingearbeitet. Waltraud Klasnic nennt es „ein Jahrhundertgesetz im Sinn der Menschlichkeit“ und „ein Geschenk“. Ihr unermüdlicher Einsatz für ein Leben in Würde spannt damit den Bogen von der Geburt (durch Klasnics Mithilfe wurde 2001 die Anonyme Geburt gesetzlich möglich) bis zum Tod. „Hospiz und Palliative Care sind unverzichtbar.“

Klasnic übergibt an eine Persönlichkeit mit ebenfalls langjähriger politischer Erfahrung. Barbara Schwarz war zunächst Bürgermeisterin, dann Landesrätin in Niederösterreich, zu ihren Ressorts gehörten Bildung, Soziales, Familie und Europaangelegenheiten. Sie freut sich auf die neue Aufgabe und hat großen Respekt vor den Leistungen ihrer Vorgängerin:

„Waltraud Klasnic hat durch ihre Art, ihren großen Schwung, ihre Beharrlichkeit und ihr großes Herz für die Hospiz und Palliativversorgung in Österreich unglaublich viel erreicht. Sie hat gespürt, wo etwas zu tun ist, und die Sache zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht – deshalb ist ihr so viel gelungen. Ich schätze sie außerordentlich.“

Für Schwarz sind die derzeit wichtigsten Themen Qualitätssicherung und Kommunikation.

„Das Thema muss in die Köpfe aller Österreicher*innen. Leben hat auch mit Sterben zu tun und jeder Mensch ist bis zuletzt ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Wir wollen den Menschen Mut machen. Es soll normal sein, über das Thema zu sprechen, und jeder muss wissen, dass Hospiz und Palliative Care für alle, die sie brauchen, in verschiedenen Formen zugänglich ist.“

Waltraud Klasnic an ihre Nachfolgerin: „Das Haus ist gebaut…Dir, liebe Barbara, ebenso viel Freude, Erfolg, Geduld, Begegnungen und Hilfe … wie ich sie erleben durfte!“

Österreichischer Kinderhospiz- und Palliativtag am 1.6.2022

veröffentlicht am

Leben mit einem schwerkranken Kind

Lukas Stoppel ist der Vater von Henry. Er berichtet über die zunächst normale Geburt, die teilweise schlechte Kommunikation im Krankenhaus, große Unsicherheit und den Schock über die Mitteilung, dass Henry schwerkrank ist, falsche und unklare Diagnosen, Schwierigkeiten & Krisen des Kindes, hilfreiche Ärzte, Monate auf der Intensivstation, das Leben zu Hause als 24/7 intensivbetreuende Eltern und dann das langsame Kräftiger-Werden des Kindes.

Es hat ein Jahr gedauert, bis es jetzt möglich wurde, mit Henry allein das Haus zu verlassen und den eigenen oder einen Gastgarten aufzusuchen. So kommt etwas Balance in das Leben der Familie.

Lukas Stoppel wünscht sich und anderen Betroffenen: „Eine gute Anbindung an Kinderhospiz- und Palliativeinrichtungen, um notwendige Unterstützung in der Organisation des Alltags zu bekommen, weniger Zweiklassenmedizin, mehr Ärzt*innen, die auf Augenhöhe mit den Eltern sprechen, hilfreiche Beamte bei den Ämtern und einen Kindergartenplatz für das Kind nach dem Ende der Hospizkarenz.“

Kinderhospiz- und Palliativarbeit ist Lebensbegleitung

Als eine von 32 spezialisierten pädiatrische Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich unterstützt das Mobile Kinder-Palliativteam Momo die Familie Stoppel unter anderem beim Finden und Zusammenstellen eines vielfältigen Therapeutenteams, sowie bei der Organisation der Hospizkarenz. Die Sozialarbeiterin Irmgard Hajszan-Libiseller, DSAin, MA, von MOMO sieht ihre Rolle in der Unterstützung, als Ressource und Entlastung für die Familien. „Gute Information – medizinisch wie psychosozial – über Möglichkeiten der Unterstützung im Alltag und in Krisen ist für die Familien sehr wichtig. Pläne und Erfordernisse verändern sich mit den Bedürfnissen eines schwerkranken Kindes. Hier ist ein multiprofessionelles, flexibles Team, das die Familie in ihrer Ganzheit betrachtet und kostenfrei je nach aktuellem Bedarf unterstützt, essenziell.“

„Hospiz ist eine der schönsten Aufgaben, die man im Leben haben kann.“

sagte Waltraud Klasnic, Präsidentin, Dachverband Hospiz Österreich, im Rahmen der Pressekonferenz des Dachverbands Hospiz Österreich am 1.6.2022 im ZOOM Kindermuseum.

Hospiz Österreich hat den Österreichischen Kinderhospiz- und Palliativtag am Internationalen Kindertag ins Leben gerufen, um auch auf das Schicksal der rund 5.000 Kinder und Jugendlichen in Österreich mit einer unheilbaren, lebensverkürzenden Erkrankung und ihre Familien aufmerksam zu machen.

Begleitung, Schutz und Betreuung der schwerkranken Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsenen sind dem Dachverband Hospiz Österreich seit Jahren ein Anliegen. Die Finanzierung der pädiatrischen Hospiz- und Palliativversorgung ist bisher in jedem Bundesland anders geregelt, viele Einrichtungen sind von Spenden abhängig, der Bedarf ist größer als das Angebot.

Eine neue Ära durch das Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG)

Waltraud Klasnic: „Mit dem neuen Hospiz- und Palliativfondsgesetz bricht auch für die Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine neue Ära an. Mit der gesetzlichen Regelung des flächendeckenden Ausbaus und der österreichweit einheitlichen Finanzierung wird gesichert, dass alle schwer und lebensverkürzend erkrankten Kinder und ihre Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Der Dachverband Hospiz Österreich hat jahrzehntelang für diese Regelfinanzierung gekämpft und wird sich weiterhin für zugängliche und qualitätsvolle Information, Bildung und Versorgung im Bereich Hospiz- und Palliative Care einsetzen.“

Kinder und ihre Familien im ständigen Balanceakt zwischen Stabilität und Krise, Hoffnung und Verzweiflung, Freude und Leid, Leben und Sterben

„Symbol des Tages ist die Seiltänzerin und das heurige Motto: Raum – Zeit | Leben & Sterben ist nicht zufällig gewählt“, sagte Dr.in Martina Kronberger-Vollnhofer, MSc (Palliative Care), Kinderhospizbeauftragte des Dachverbandes Hospiz Österreich und Leiterin von MOMO: „Raum und Zeit brauchen alle Kinder, besonders jene, die durch ihre schwere Erkrankung vielleicht nicht viel Zeit haben. Leben und Sterben liegen hier oft näher beieinander, weil manche der kranken Kinder eben nicht erwachsen werden.

Palliative Versorgung bei Kindern bedeutet eine Vielzahl an (oft seltenen) Erkrankungen, verschiedene Familiensituationen und Altersgruppen. Die Betreuung dauert – anders als im Erwachsenenbereich – oft viele Monate, Jahre, manchmal auch Jahrzehnte. Es geht darum diesen Kindern Raum und Zeit in unserer Gesellschaft zu geben, so wie allen anderen auch.“

Kampagne 2022

Der Dachverband Hospiz Österreich hat zum 1.6.2022 die österreichweite Mitmach-Aktion „Slackline“ initiiert. Es geht um den Balanceakt und die Herausforderungen, die erkrankte Kinder und Jugendliche, ihre Eltern, Geschwister, Freunde usw. in der Zeit der Krankheit zu meistern haben.

Online-Ausstellung zur Mitmachaktion 2022

Österreichweit wird der 1.Juni 2022 mit Veranstaltungen und Aktionen von Kinderhospiz- und Palliativeinrichtungen und anderen in diesem Bereich tätigen Organisationen begangen.

Mehr Infos
Video der Pressekonferenz
Imagevideo

Trauer leben. Gefühle begreifen.

veröffentlicht am

Eine grenzüberschreitende Tagung in St. Virgil Salzburg

Alles im Leben ist ein Prozess und so durchleben Menschen viele Stationen sowie Phasen im Laufe ihres Lebens. Daher ist es wenig überraschend, dass auch in der Trauer mehrere Phasen durchlaufen werden. Denn Trauer hat viele verschiedene Gesichter, verbunden mit ganz unterschiedlichen Reaktionen.

Das eintägige Symposium „Trauer leben“, welches am 30. März 2022 bereits zum 4. Mal stattfand, widmete sich diesen Themen und bot eine spannende und abwechslungsreiche Auseinandersetzung mit der damit verbundenen Gefühlswelt an. Neben anregenden Vorträgen stand im Rahmen der Workshops genügend Raum zum Austausch zur Verfügung.

 „Trauer hat viele Gesichter und gehört zu unserem Leben. Sie ist eine spontane, natürliche und gesunde Reaktion des Menschen auf Verluste und Abschiede und berührt alle Lebensbereiche.“ Mit diesen Worten eröffnete Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich, als Vorsitzende der „Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung“ (BAT) deren viertes Symposium im Salzburger Bildungszentrum St. Virgil.

Das Symposium versteht sich als Ort der Reflexion und Begegnung derjenigen, die andere bei ihrer Trauer unterstützen wollen – allen voran aktive, qualifizierte, haupt- und ehrenamtliche Trauerbegleitende.

Im Rahmen des diesjährigen Symposiums wurden Methoden vorgestellt und diskutiert, die Trauerbegleitenden sowie Betroffenen helfen können, die Vielfalt der Gefühle im Rahmen eines Trauerprozesses zu begreifen – mit allen Sinnen und auf unterschiedlichen Ebenen. Im Spüren, im kreativen Schaffen, im Lauschen auf die Natur, in der Bewegung, im Innehalten … – und mit unserem Verstand.

Ergänzend zu einem Vortrag betreffend wissenschaftliche Grundlagen von Dr. Jürgen Guldner, Chefarzt der Neurologie in Püttlingen präsentierten Praktikerinnen und Praktiker aus verschiedenen therapeutischen und beratenden Settings ihre jeweiligen Ansätze. Die Vortragenden und Teilnehmenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz brachten ihre Professionalität, aber auch ihre ganz persönlichen Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ein.

Zum Abschluss des Symposiums gab es ein Vortragskonzert mit Chris Paul. Emotionen sind ein wichtiger Teil aller Trauerwege, deshalb hat Chris Paul zur Präsentation des Trauerkaleidoskops eine ganz besondere Form gewählt. Zwischen Erläuterungen und Erzählungen aus ihrem 40-jährigen Beratungsalltag wurden deutsche und englische Lieder live gesungen.


Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung
Forum für qualitätsvolle Trauerbegleitung

Die BAT wurde 2013 ins Leben gerufen. Sie ist ein Forum, das die unterschiedlichen Bedürfnisse Trauernder in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt und österreichweit eine Basis für eine qualitätsvolle Begleitung schaffen will. Zielgruppe sind in erster Linie (haupt- und ehrenamtliche) Trauerbegleitende.

Zu den Mitgliedsorganisationen zählen die ARGE Österreichische Pastoralamtsleiter*innen, Caritas Österreich, Caritas der Erzdiözese Wien, Dachverband Hospiz Österreich, Kardinal König Haus, Österreichisches Rotes Kreuz, Rainbows, St. Virgil Salzburg.

Mit Anfang 2021 übernahm die Caritas Österreich für zwei Jahre den Vorsitz der BAT.

Weitere Informationen zur BAT finden Sie unter: www.trauerbegleiten.at.

 DIFH Lisa Maria Jindra
Studienleiterin
St. Virgil Salzburg

„Bereichernd, anregend, dankbar, herausfordernd und auch anstrengend“

veröffentlicht am

so die Rückmeldungen von zwei Teilnehmenden der Multiplikator*innen-Schulung Palliative Geriatrie, die von 7.-11. März 2022 im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg stattfand. 14 Teilnehmende aus ganz Österreich nahmen an der fünftägigen Train-the-Trainer Schulung unter der Leitung von Sonja Thalinger und Nadia Sterba teil und haben diese erfolgreich absolviert. Die hier ausgebildeten Multiplikator*innen werden später selbst zu zweit in den Workshops „Palliative Geriatrie“ Mitarbeitende aus Alten- und Pflegeheimen zu Hospizkultur und Palliative Care schulen. Michaela Bergmann und Claudia Fupun,  diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in einem Mobilen Palliativteam in Wien, fassen hier ihre Eindrücke zusammen:

Es war schön, neue Menschen kennenzulernen, die auch im Palliativbereich arbeiten bzw. Multiplikator*innen sein werden, mich mit ihnen auszutauschen und zu vernetzen. Die Woche war sehr lernintensiv, weil man die Schulung einerseits als Teilnehmende erfährt, aber andererseits die Moderator*innen-Rolle, die man später in den Workshops übernehmen wird, auch mitdenken muss.

Besonders beeindruckt hat mich die Storyline-Methode, die ich zuvor nur aus Erzählungen kannte. Alle können sich kreativ einbringen und erfinden die Figuren (je ein/e Bewohner*in, Angehörige*n und Pflegeperson) gemeinsam. Dadurch werden sie lebendig und sind den Teilnehmenden viel näher, als es vorgegebene Lehrbeispiele je sein könnten.

Auch aktuelle Themen der Teams bzw. der einzelnen Personen werden durch die Storyline-Methode erlebbar. Sie ist auch deshalb toll, weil sie alle unterschiedlichen Berufsgruppen, die in Alten- und Pflegeheimen arbeiten, gleichermaßen einbindet. Das Wissen der Gruppe und die individuellen Erfahrungen der Mitarbeitenden fließen in den Workshop mit ein. Bereichernd ist auch die Methodenvielfalt, die uns die Schulungsleiterinnen gezeigt haben, der wertschätzende und achtsame Umgang schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre – erfrischend, freudig und ja, auch immer wieder sehr lustig.

Ich freue mich sehr darauf, im Rahmen von HPCPH den Hospizgedanken vermitteln und weitergeben zu dürfen. Die derzeitige Situation im Hinblick auf Pandemie und Ukrainekrieg stellt sicher eine besondere Herausforderung beim Halten dieser Workshops dar. Personelle Engpässe, Erkrankungen und Abschiede durch Versterben von Bewohner*innen sind für das Personal sehr belastend. Dementsprechend können manchmal auch die Fragen und Themen der Teilnehmer*innen, ihre persönliche Betroffenheit und vielleicht auch ablehnende Haltung dem Workshop gegenüber eine Herausforderung für uns Multiplikator*innen sein.

Besonders gespannt bin ich auf die vielen unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen der Menschen, die in Institutionen der Langzeitpflege arbeiten. Ich freue mich als Multiplikatorin tätig zu werden und bei meinem ersten Workshop eine erfahrene Kollegin an meiner Seite zu haben...“

Wir danken den Österreichischen Lotterien und dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz!

       

© Fotos Hospiz Österreich
Zur Vergrößerung der Darstellung, bitte ein Bild anklicken.

Symposium für Ehrenamtlich Engagierte in Hospiz und Palliative Care: „Werte an der Grenze“

veröffentlicht am

„Werte an der Grenze“

war das Thema des Symposiums für ehrenamtlich Engagierte in Hospiz und Palliative Care, das am 1.März 2022 online stattfand. Mehr als 300 Teilnehmer*innen, ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen und Ehrenamtskoordinator*innen, waren angemeldet. Das anspruchsvolle Programm zum Umgang mit Suizidwünschen im Rahmen des neuen Sterbeverfügungsgesetzes stieß auf reges Interesse, hochkarätige Speaker setzten sich in ihren Vorträgen, damit auseinander, wie Sterbewünschen oder dem Wunsch nach assistiertem Suizid seitens der Hospiz- und Palliative Care begegnet werden kann.

Dietmar Weixler (Österreichische Palliativgesellschaft), brachte in seinem Eingangsstatement Zitate von Philosophen, die das Unorganisierbare, das nicht Managebare des Todes betonten:

Vergessen wird dabei, dass die Grundhaltung des Machenwollens nicht geeignet ist, um ausgerechnet dem Sterben gerecht zu werden. Sterben bedeutet doch gerade, dass sich uns das Leben entzieht, und der Anspruch, selbst im Sterben alles im Griff zu haben, hat von daher etwas Widersprüchliches an sich.“ (Giovanni Maio), schloss mit Hartmut Rosa: „Das Sterben ist letztlich unverfügbar, es entzieht sich der Kontrolle.“ und bezog das auch auf das selbst herbeigeführte Sterben.

Die niederösterreichische Landesrätin für Gesundheit, Ulrike Königsberger-Ludwig, und Christiane Teschl-Hofmeister, Sozial-Landesrätin in Niederösterreich, bedankten sich dafür, dass das Symposium in der Pandemie online stattfinden konnte, und verliehen ihrer Wertschätzung für die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen Ausdruck, besonders die Würde am Ende des Lebens betreffend. In der Frage von Selbstbestimmung und Fremdbestimmung komme den Ehrenamtlichen auch künftig eine wichtige Rolle zu.

Christoph Ostgathe, Präsident der European Association for Palliative Care (EAPC) stellte neben vielen Erfolgen der Hospiz- und Palliativversorgung auch eine Krise fest. Immer noch haben weltweit 86% der Menschen mit Bedarf an Palliativversorgung keinen Zugang. Medizinisch unterstütztes Sterben wird immer mehr zu einem Bestanteil der medizinischen Versorgung. Und auch wenn weder Euthanasie noch der assistierte Suizid Teil der palliativen Versorgung sein kann, muss man sich mit dieser Entwicklung auseinandersetzen. Die Ehrenamtlichen sind hier auch Vertreter*innen einer Bürgerbewegung und eine Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Die Geschäftsführerin vom Dachverband Hospiz, Leena Pelttari, berichtete von ihrer Arbeit als Leiterin der EAPC Taskforce für das Ehrenamt in Europa, und der Bedeutung die das Ehrenamt auch für die Hospizbegleiter*innen selbst hat: Wachstum durch Beziehungen, neue Perspektiven, Persönlichkeitsentwicklung insgesamt. „Leider haben während der Pandemie viele Ehrenamtliche aufgehört, nun hoffen wir, dass sie wiederkommen. Nach wie vor ist ihre Rolle unverzichtbar.“

„Wie geht die internationale Hospizbewegung aktuell mit Sterbewünschen um? Vom Prozess, eine Haltung zu leben“ war der Titel von Claudia Bausewein, Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Durch die neue Gesetzgebung sind die Anfragen nach Suizidassistenz auch in Deutschland deutlich angestiegen. Im Kontext der Hospiz- und Palliativversorgung ist es bereits Alltag über Todeswünsche zu sprechen. Anhand von drei Begleitungen schilderte sie, dass die Grundaussage meist lautet: „Ich will SO nicht mehr leben.“ und wie wichtig es ist, die Not der Menschen wahrzunehmen, zu respektieren, über das Gespräch in Beziehung zu treten und Perspektiven zu öffnen, die eine freie Entscheidung ermöglichen. Nicht immer sei Hospiz- und Palliativversorgung die Antwort auf alles, Suizidwünsche bleiben aber nur in Ausnahmefällen bestehen und bedeuten jedenfalls keinen Handlungsauftrag. Der neue Begriff Medical Aid in Dying subsumiert beide Formen der Sterbehilfe (den assistierten Suizid und Tötung auf Verlangen). Festzustellen ist, dass es weltweit immer mehr zur Normalität wird, mit Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden. Das ist nicht die Aufgabe der Hospiz- und Palliativversorgung, trotzdem muss sie sich dem Phänomen stellen.

Was ändert sich? Die Thematisierung des Wunsches und andere Sterbeerfahrungen verändern die Beziehung zwischen Arzt/Ärztin und Patient*innen. Alle, auch die Ehrenamtlichen müssen eine Haltung entwickeln. Wie stehe ich persönlich dazu? Wie verhalte ich mich? Was bedeutet das für mein Engagement? Wo sind meine persönlichen Grenzen? Was muss ich wissen?

Faktoren wie demografischer Wandel, zunehmender Fokus auf Autonomie, säkulare Gesellschaft, Ökonomisierung im Gesundheitswesen, soziale Determinanten von Gesundheit und wirtschaftlicher Stabilität, Zugang zu Arbeit, sozialen Kontakten, medizinischer Versorgung und Bildung bilden die Basis der Diskussion. Hier muss die Prävention verstärkt ansetzen.

Thomas Wienerroither, Klinischer Psychologe und Psychoonkologe, referierte zu: „‘Ich kann nicht mehr – bitte geben Sie mir eine Tablette!‘ Wie begegnen Sie existentiellen Nöten?“ Er erläuterte den Begriff der Suizidalität als komplexes Geschehen und Verhalten, das etwas ändern möchte, aber zugleich meist kein Ausdruck von Freiheit und Wahlmöglichkeit ist (Autonomie setzt Freiheit von Druck voraus), sondern einem inneren Druck folgt.

Ein Sterbewunsch ist meist kein Suizidwunsch. SO nicht mehr weiterleben zu wollen, kann viele Gründe haben, jedenfalls ist ein geäußerter Sterbewunsch ein Vertrauensbeweis und meint auch „Bitte respektiere mein Leid!“. Wichtig daher ist die Würdigung des Sterbewunsches, Verständnis ohne Modifikation, ohne Relativierung, ohne eigene Werthaltungen in den Vordergrund zu stellen und eine Klärung der Ursachen sowie das Angebot palliativer Begleitung. Als Leitfaden empfiehlt Wienerroither die Praxistipps aus der Handreichung der OPG https://www.palliativ.at/aktuelles/handreichung-sterbe-und-suizidwunsch/ und die wesentlichen Parameter der guten Gesprächsführung zu beachten: empathisches Zuhören, auf Ungesagtes achten, zusammenfassende Rückmeldungen, Wertschätzung, Schweigen aushalten, nach Absprache Dritte beiziehen, in Beziehung bleiben, Gespräche dokumentieren.

Rainer Simader, Leiter Bildungswesen Dachverband Hospiz Österreich, führte als ‚Reisebegleiter‘ durch den Tag und leitete die folgende Arbeit in Kleingruppen an, Nina Farkas sorgte mit Achtsamkeitsübungen für Entspannung und Konzentration.

An den Fragen und Beiträgen der Teilnehmer*innen war zu erkennen, wie viele Themen aktuell virulent sind, meinte Waltraud Klasnic, Präsidentin von Hospiz Österreich.

Noch fehlt es an ausreichender Information zur Sterbeverfügung in Österreich sowie an kompetenten Beratungsstellen. Die Ehrenamtlichen wünschen sich Unterstützung in Themen, die oft als Argumentation für einen Todeswunsch angeführt werden: z.B. im Umgang mit Selbstbestimmtheit am Lebensende, dem verbreiteten Wunsch ‚nicht zur Last fallen zu wollen‘, Einsamkeit, Defizite und Überforderung der Angehörigen und Pflegenden.

Die Fragen, ob die Ehrenamtlichen im Auftrag der Patienten*innen oder der Gesellschaft agieren sollen, oder, ob und inwieweit Begleitung auch intervenierend sein darf, zeigten, dass die Diskussion jedenfalls weitergeführt werden muss und zur Orientierung noch weitere Informationen und Handlungsanleitungen zu erarbeiten sind.

Das Fazit des Symposiums war aber ganz eindeutig:

„Fürchtet Euch nicht, das Thema anzusprechen!“ und „Nützt, was Euch in Eurer hospizlichen Tätigkeit stärkt!“

Diese am Ende des Symposiums erstellte Wortwolke zu „Was trägt mich in meiner hospizlichen Tätigkeit?“ zeigt ein buntes Bild und starkes Statement.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Förderern und Kooperationspartnern, dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der ERSTE Stiftung!

Links zu den Videos:

Christoph Ostgathe-Präsident der European Association for Palliative Care (EAPC) https://youtu.be/Z_gjEu9FyXQ

Leena Pelttari-Geschäftsführerin Dachverband Hospiz Österreich https://youtu.be/4OIWcIxHF7E

Claudia Bausewein-Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin https://youtu.be/7A8jptsORKU

Thomas Wienerroither-Klinischer Psychologe und Psychoonkologe https://youtu.be/YxALMADNM7k

Playlist https://youtube.com/playlist?list=PLdeEcYY6OEgk8m7SUCoVc-sEQfck_VXW1

Es ist geschafft – ein Gesetz im Sinne der Menschlichkeit!

veröffentlicht am

Mit dem Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) bricht eine neue Ära für die umfassende Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen in Österreich an.
Seit 30 Jahren ist es das Ziel von Hospiz Österreich, dass Hospiz- und Palliativversorgung für alle Menschen, die sie brauchen, Erwachsene wie Kinder, erreichbar, leistbar und in guter Qualität verfügbar ist.

Nun ist ein großer Schritt dazu gelungen. Das neue Gesetz sieht den flächendeckenden Ausbau und die österreichweit geregelte Finanzierung der Hospiz- und Palliativversorgung vor. Das betrifft stationäre Hospize, Tageshospize, Mobile Palliativteams, Palliativkonsiliardienste, Hospizteams, Alten- und Pflegeheime, die mobile Pflege und Betreuung zu Hause und das Krankenhaus. Durch das Gesetz werden auch die Qualitätssicherung sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von haupt- und ehrenamtlich tätigen Personen gesichert.

Waltraud Klasnic, Präsidentin Dachverband Hospiz Österreich:

„Das Gesetz ist ein ‚Jahrhundertgesetz‘, von dem die Menschen auch in 40 und 60 Jahren noch profitieren werden.
Es gibt Schwerkranken und Sterbenden Trost und Hoffnung und vermittelt Menschen, die sich um ihre eigene Zukunft oder die ihrer An- und Zugehörigen sorgen, Sicherheit. Den multiprofessionellen Teams gibt es die Möglichkeit eine gute Begleitung und Betreuung anzubieten.“

Der Hospiz- und Palliativfonds finanziert sich zu je einem Drittel durch Bund, Länder und Sozialversicherungsträger und schafft die Grundlagen für die verbindliche Planung und Umsetzung des Vollausbaus bis 2025. Auf diese Weise übernimmt der Staat Verantwortung, dass allen in Österreich lebenden, schwerkranken Menschen Lebensqualität bis zuletzt und ein Sterben in Würde, Autonomie und weitgehender Schmerzfreiheit zuteilwerden kann.

Besonders wichtig für eine gelingende Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ist die verantwortliche Entscheidung der Bundesländer in Kooperation mit den landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen.

Jahrzehntelange Arbeit und das Bemühen des Dachverbandes Hospiz Österreich gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativforum haben den Weg bereitet und zum Erfolg geführt.
Wir, der Dachverband Hospiz Österreich, werden unsere Aufgaben der Interessensvertretung, der Information und Öffentlichkeitsarbeit, der Bildung, Projektentwicklung und Vernetzung weiter wahrnehmen und uns auch allen neuen Aufgaben, die durch das Gesetz entstehen, mit viel Kraft und Engagement widmen. Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Leena Pelttari, Geschäftsführerin Dachverband Hospiz Österreich:

„Es ist Zeit, Danke zu sagen und diese verantwortungsvolle und weitreichende Entscheidung des Parlaments zu würdigen.“

Online-Fachtag Lebensqualität am Lebensende

veröffentlicht am

Die Rolle der medizinisch-therapeutischen Berufe in Palliative Care
22. Jänner 2022; 9.00 – 16.00 Uhr (online)

Das Interesse war beachtlich. Mehr als 150 Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Diätolog*innen, in Ausbildung befindliche und andere Interessent*innen aus Österreich und Deutschland nahmen am Fachtag teil.

Das kompakte Programm startete mit einer Begrüßung durch Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein, der darauf hinwies, dass mit dem neuen Hospiz- und Palliativfondsgesetz die entsprechende Versorgung in Österreich gesichert werde.

„Wie gehen wir heute und morgen mit dem Wort Lebensqualität am Lebensende um?“ formulierte Waltraud Klasnic, Präsidentin Hospiz Österreich, die Kernfrage der Thematik. Wie der Minister zollte sie den Teilnehmern Respekt für Zuwendung und Beistand, die sie in ihrem beruflichen Alltag den Patient*innen leisten.

Das Ziel dieser im deutschsprachigen Raum bislang einzigartigen Veranstaltung war es, die Potenziale der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Logopädie und der Diätologie aufzuzeigen, wenn es um Lebensqualität am Lebensende sowie um Wünsche und Sorgen von schwer kranken und sterbenden Menschen und deren Zugehörigen geht.

Veranstaltet wurde dieser Fachtag vom Dachverband Hospiz Österreich in Kooperation mit Verbänden PhysioAustria, Ergotherapie Austria, logopädieaustria und dem Verband der Diätolog*innen Österreichs.

Einen Überblick über die Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich lieferte die Geschäftsführerin des Dachverbands Hospiz Österreich, Leena Pelttari. Ziel der abgestuften Versorgung in Österreich ist, dass der/die richtige Patient*in zur richtigen Zeit am richtigen Ort von den richtigen Menschen begleitet und versorgt wird. Österreich hat hier in den letzten Jahren im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz erreicht, ca. 50% des Bedarfs sind gedeckt, allerdings war die Hospiz- und Palliativversorgung bisher Sache der Länder und wurde überall unterschiedlich geregelt und finanziert. Das neue vom Minister zu Beginn angesprochene Gesetz sieht nun erstmals den flächendeckenden Ausbau und die österreichweit geregelte Finanzierung der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung, die Aus-, Fort und Weiterbildung von haupt- und ehrenamtlich tätigen Personen sowie die Qualitätssicherung vor.

Für die Lebensqualität am Lebensende ist besonders auch die Arbeit der medizinisch-therapeutischen Berufe ganz wesentlich.

Rebecca Tiberini, Palliative Physiotherapeutin und Leitung für Strategie & Integration des St Michael´s Hospice in England, sprach in ihrem Vortrag davon, wie Menschen durch palliative Rehabilitation ein erfülltes Leben bis zum Ende ermöglicht werden kann. Eine alternde Bevölkerung mit einem höheren Aufkommen an chronischen Krankheiten und gesundheitlichen Einschränkungen wird zunehmend abhängiger von Pflegekräften und Gesundheitsdiensten. In der Palliativen Rehabilitation arbeitet ein multidisziplinäres Team gemeinsam mit dem/der Patienten*in und seinen Zugehörigen an der Erreichung seiner/ihrer Ziele, an einer möglichst selbstbestimmten Lebensführung, gutem Wohlbefinden, würdevoller Anpassung an den aktuellen Zustand und unterstützt ihn/sie dabei konstruktiv mit krankheitsbedingten Rückschlägen und Verlusten umzugehen. Dies entspricht auch den in der wissenschaftlichen Literatur beschriebenen Bedürfnissen und Wünschen schwer kranker, sterbender und hochbetagter Menschen.

High touch – smart tech: Wie smarte Technologie die Selbstbefähigung von schwerkranken Menschen unterstützen kann, darüber sprach Martin Morandell. Unterstützte Kommunikation, die Nutzung von Smart Phones, Tablets als assistierende Technologien und die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit und Selbstbefähigung sind dabei im Fokus.

Die Erfahrungen Betroffener haben Martina Neumayer-Tinhof und Cornelia Prasch durch Statements von Patient*innen zu der Rolle der medizinischen Therapien und der Therapeut*innen in ihrem Leben eingebracht. Fazit: Die Therapien sind für die Verbesserung der Lebensqualität und Allgemeinsituation enorm wichtig, aber der Zugang ist schwierig, es gibt zu wenige Therapeut*innen, besonders am Land in Wohnortnähe und Therapien müssen großteils privat finanziert werden.

Patientenzentriertheit und ethische Betrachtungsweisen waren die Themen von Martina Neumayer-Tinhof, Logopädin und Vizepräsidentin von logopädieaustria. Zentral sind Begegnung, Austausch und ständige Reflexion als Basis einer Haltung und die verschiedenen Menschenbilder der Medizin, die den Umgang zwischen Patient*in und Medizin, Therapie und Pflege prägen.

In Breakout-Sessions wurde zu notwendigen Voraussetzungen und Bedingungen für Rehabilitation am Lebensende, zu den Hürden, die dafür überwunden werden müssen, und den Wünschen der jeweiligen MTD-Berufe in diesem Kontext diskutiert.

Quer über alle Berufsgruppen wurde einhellig die Meinung vertreten, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um die medizinisch-therapeutischen Berufe als festen Bestandteil der Palliativteams zu integrieren und ihren Einsatz zu finanzieren. Besonders im extramuralen Bereich entstehen den Patient*innen derzeit erhebliche Kosten. Als wesentlicher Mangel wurde auch das fehlende Wissen vieler potenzieller Zuweiser*innen darüber genannt, wann und warum diese Berufsgruppen in eine Behandlungssituation integriert werden sollten.

Cordula Winterholler sprach am Nachmittag über Palliative Logopädie, über ihr Einsetzen in der Rehabilitationsphase der Palliativmedizin und ihre Handlungsfelder Sprechen, Sprache, Stimme, Atmung, Schlucken, Hören – in der Kommunikation, bei Nahrungsaufnahme und Genuss. Sie betonte dabei die Bedeutung von Resilienz und Self-care sowie von realistischen, ressourcenorientierten Zielen bei der therapeutischen Arbeit.

Physiotherapie in der Palliativversorgung war das Thema von Cornelia Prasch. Mobilität bleibt ein Wunsch der Menschen bis zum Lebensende, um diese so lang wie möglich zu erhalten ist die Vermeidung von Inaktivität essenziell. Physiotherapeutische Interventionen wirken darüber hinaus auch gegen Atemnot, Schmerz, neurologische Symptome oder beispielsweise Fatigue.

Die Diätologin Susanne Domkar berichtete über ernährungswissenschaftliche Aspekte in Palliative Care. Die Genussfähigkeit und Selbstständigkeit zu erhalten, Sturzrisiko und Komplikationen zu vermeiden, für intakte Haut sowie Kalorien- und Eiweißzufuhr zu sorgen sind wesentliche Ziele. Wichtig ist auch hier die rechtzeitige und individuelle Abstimmung der Therapie auf den/die Patient*in.

Zu Perspektiven der Ergotherapie in der Palliativversorgung präsentierte Vanessa Röck den Vortrag von Birgit Nienhusmeier, Ergotherapeutin, Lehre und Forschung am FH-Bachelor-Studiengang Ergotherapie in Tirol. Die Unterstützung der Menschen bei Alltagshandlungen in ihrer Umwelt ist bis zum Ende des Lebens wichtig. Die Ermöglichung von Teilhabe am täglichen Leben, Eingebundenheit in die Gemeinschaft, Selbstwirksamkeitserfahrung trotz körperlicher Einschränkungen können einen positiven Blick auf das eigene Leben und Zuversicht vermitteln.

Um „Mutmachen“ ging es im abschließenden Impulsvortrag von Michael-Markus Lippka-Zotti, Oberösterreich-Koordinator des Kinderhospizes Sterntalerhof hinsichtlich der Rolle der MTD-Berufe in Palliative Care. Nicht mehr die Heilung, sondern die Linderung ist das Ziel. Es geht um Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des/der Patient*innen, darum die „Held*innen der gemeinsamen Reise zu sein und nicht die Opfer. Ressourcen-Orientierung bedeutet, den/die Patient*in dabei zu unterstützen, ein gutes Leben bis zum Ende in Würde mit so wenig Leid und so viel Wohlbefinden wie möglich zu führen. Dafür sind Beziehung, Kreativität, Flexibilität, Fachwissen und Mut nötig. Auch der Mut die eigene Haltung zu ändern, statt der Probleme, die guten Dinge zu sehen und zu suchen und sich darauf zu konzentrieren, „die Schätze zu entdecken, anstatt die Minen zu entschärfen“.

Mehrere Achtsamkeitsübungen angeleitet von Nina Farkas sorgten für Entspannung und Fokussierung der Teilnehmer*innen.

Rainer Simader, Physiotherapeut und Leiter des Bildungswesens Dachverband Hospiz Österreich, der den Fachtag moderiert hat, sagte am Ende zusammenfassend:

„Ein zentrales Thema war „Wird unser Wert gesehen?“ sowie die Bedeutung von Vermittlung und Kommunikation der Leistungen der MTD-Berufe an die Fachwelt und an die Gesellschaft insgesamt.

Die medizinisch-therapeutischen Berufe leisten auch in der Palliative Care enorm viel, das Wissen darüber und der Zugang zu Therapien muss verbessert, die Finanzierung leistbar werden. Das Bedürfnis nach Austausch unter den Berufsgruppen und die Notwendigkeit verstärkter Kommunikation mit der multiprofessionellen Kolleg*innenschaft ist sehr groß.“

Catrin Neumüller und Rainer Simader, Dachverband Hospiz Österreich