Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

#Giving Tuesday am 28. November

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Anläßlich von 30 Jahren HOSPIZ ÖSTERREICH zeigen wir mit der Initiative 30 JAHRE – 30 TAGE dreißig Aktionen aus und in Österreich an 30 Tagen und damit die Vielfalt der Landschaft, der Thematik, des Engagements, der Wirkungsbereiche und des Angebots von Hospiz und Palliative Care.

HOSPIZ ÖSTERREICH, Dachverband von Palliativ- und Hospizeinrichtungen setzt sich seit 30 Jahren dafür ein, dass Hospiz und Palliative Care für alle Menschen, die sie brauchen, erreichbar, zugänglich und leistbar ist. Wir engagieren uns für unsere mehr als 390 Mitgliedsorganisationen, leisten Öffentlichkeits- und Informationsarbeit, Vernetzung, konzipieren und realisieren Projekte, sind in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu Hospiz und Palliative Care aktiv, sowie in der Qualitätssicherung und Beratung. Die Finanzierung dieser Arbeit basiert zum Teil auf Projektförderungen, auf Kooperationen mit langjährigen Partnern und Sponsoren, sowie auf Spenden.

Wir danken allen Unterstützern und Spendern, dass sie untere Arbeit möglich machen!

 

Spendeninformation       

Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen gesucht!

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Der Dachverband HOSPIZ ÖSTERREICH sucht ehrenamtliche Mitarbeiter:innen !
Haben SIE Zeit und Lust, sich sinnstiftend für die Hospizbewegung zu engagieren?

Für folgende Aufgabenfelder brauchen wir Unterstützung:

Broschüren-Versand

  • Versand unserer Broschüren (Bestellungen zu Paketen verpacken, frankieren, für die Abholung durch die Post vorbereiten, Kuverts zum Briefkasten bringen)
  • Elektronische Aufarbeitung des Broschüren-Versands

Zeitausmaß: vierzehntägig 3-4 Stunden pro Woche, im Wechsel mit einer ehrenamtlichen Kollegin, bevorzugt zwischen 09.00 und 15.00 Uhr und regelmäßig.

Mitarbeit in der Kommunikation

  • Administration, Pflege von Listen, Verteilern, Bildarchiv, Ablage
  • Korrekturlesen
  • Bildbearbeitung &  Grafik
  • Website Befüllung (WordPress)
  • Social-Media-Content & -Betreuung

Zeitausmaß nach Absprache und Verfügbarkeit regelmäßig oder projektbasiert

Das sollten Sie mitbringen:

  • Zeit, Engagement, Zuverlässigkeit
  • für Broschüren-Versand: Freude und Interesse an Bürotätigkeit: Arbeiten am PC und Versand unserer diversen Broschüren, Basiskenntnisse MS Office (Excel, Word, Outlook) notwendig
  • für Mitarbeit in der Kommunikation: Kenntnisse in Bildbearbeitung, Grafik, WordPress und/oder Content-, Bild- & Texterstellung, Redaktion
  • Freude an der Zusammenarbeit in einem motivierten Team von Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben
  • Diskretion

Wir bieten:

  • Einschulung/Einführung in die diversen Tätigkeiten
  • Bereitstellung von PC und technischen Mitteln im Büro
  • Eingebundensein in ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen, die ein gutes Miteinander pflegen und auf gute Lebensqualität achten
  • Einblick in die österreichische Hospiz- und Palliativarbeit und Kontakte in die Bundesländer

Wenn Sie neugierig geworden sind, dann freuen wir uns auf ein Gespräch mit Ihnen.
Interessent:innen für den Broschüren-Versand melden sich bitte per Mail bei sonja.thalinger@hospiz.at
Interessent:innen für die Mitarbeit in der Kommunikation melden sich bitte per Mail bei catrin.neumueller@hospiz.at

13. ÖSTERREICHWEITES VERNETZUNGSTREFFEN

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Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Am 16. November 2023 fand das 13. österreichweite Vernetzungstreffen für Mitarbeiter:innen in der Versorgung von lebensverkürzend erkranken Kindern und Jugendlichen statt. Mehr als 60 Personen kamen auf Einladung von HOSPIZ ÖSTERREICH in das Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil, um einen Tag lang aktuelle Themen zu diskutieren, Neuigkeiten auszutauschen und sich zu vernetzen. Mit Vertreter:innen aus den spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen, aus Entlastungsangeboten und der Grundversorgung und allen Bundesländern war die Versorgungslandschaft gut abgebildet.

Sonja Thalinger –Geschäftsführerin von HOSPIZ ÖSTERREICH – eröffnete das Treffen und moderierte durch diesen Tag.

Claudia Nemeth – Leiterin des Bereichs „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei HOSPIZ ÖSTERREICH“ – gab einen Rückblick über die Aktivitäten im Jahr 2023 und informierte über relevante Publikationen, Veranstaltungen und Weiterbildungen zum Fachbereich.

Die Fachthemen bei diesem Vernetzungstreffen waren Ableismus und Kinderschutz:

Ableismus steht für ungerechtfertigte Ungleichbehandlung („Diskriminierung“) von Menschen aufgrund einer körperlichen, kognitiven oder psychischen Behinderung. Das Wort Ableismus ist eine Zusammensetzung aus dem englischen to be „able“ und der Endung „-ismus“. Die Aussprache ist „Äi-be-lis-mus“. Der Austausch zeigte, wie gegenwärtig Ableismus auch in der pädiatrischen Hospiz- und Palliativarbeit ist, und bewirkte eine Sensibilisierung bei den Teilnehmer:innen für ableistisches Verhalten.

Eine aktuelle Fachbroschüre des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. gibt „einen umfassenden Einblick in das Thema Ableismus in der Kinder- und Jugendhospizarbeit und bietet Impulse für den weiteren Umgang mit ableistischen Strukturen sowie der Frage, was jede:r Einzelne gegen Ableismus tun kann“. Link zur Fachbroschüre: https://www.deutscher-kinderhospizverein.de/service/veroeffentlichungen/

Den Kinderschutzprozess von MOMO stellte Irmgard Hajszan-Libiseller – Leiterin Psychosoziales Team MOMO Kinderpalliativzentrum – vor und lud die Teilnehmer:innen zu Erfahrungsaustausch und Feedback ein. Die Erarbeitung einer Kinderschutzrichtlinie ist ein gemeinsamer Prozess (Partizipation!) der Auseinandersetzung mit einem komplexen und sensiblen Thema. Ein Kinderschutzprozess endet nicht mit dem Konzept oder einer Richtlinie, sondern geht in eine Schleife: Umsetzung der Kinderschutzmaßnahmen – Monitoring und Evaluation – Weiterentwicklung des Konzepts etc.

Der Austausch über Neuigkeiten in den Bundesländern und die Vernetzung der Teilnehmer:innen rundeten den lebendigen Tag ab.

Unser besonderer Dank gilt den Österreichischen Lotterien, mit deren Unterstützung diese Vernetzung über die Koordinationsstelle „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ im Dachverband HOSPIZ ÖSTERREICH angeboten und gefördert werden kann.

„Wer weiß schon, wie sterben geht?“

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Am 14.11.2023 wurde um 18:00 Uhr im Festsaal der CS Caritas Socialis in der Pramergasse der Film „Wer weiß schon, wie sterben geht?“ gezeigt.

Das Interesse war groß, etwa 65 -70 Menschen waren gekommen und füllten den Saal. Nach einer kurzen Begrüßung durch Mag. Barbara Schwarz, Präsidentin von HOSPIZ ÖSTERREICH, wurde der fast eineinhalbstündige Film vom Publikum in konzentrierter Atmosphäre sehr positiv aufgenommen.

In einem anschließenden Gespräch mit Rainer Simader (Regie) und Christian Fichtner (Produktion), das Catrin Neumüller, Hospiz Österreich, führte, erzählten die beiden dem Publikum, auf welche ungewöhnliche Weise dieses besondere Projekt zustande kam und mit wie viel Respekt und Achtung, aber auch Freude diese Arbeit verbunden war.

Herzlichen Dank an die CS Caritas Socialis, Mag. Sabina Dirnberger, MBA und Mag. Nadja Kamran, für die Kooperation und an das Publikum für das große Interesse!

 

„Wer weiß schon, wie sterben geht?“

Länge: 1 Std 24 Min
Regie: Rainer Simader, Produzent: Christian Fichtner,
im Auftrag des Universitätslehrgang Palliative Care
Gefördert aus den Mitteln des Sozialministeriums

In diesem berührenden und mutigen Film kommen Menschen zu Wort, die wissen, dass sie bald sterben werden. Sie erzählen, was Hospiz und Palliative Care für sie bedeutet, was sie an ihr schätzen und was Lebensqualität am Lebensende sein kann. Und es geht um jene, die in diesem Bereich arbeiten: Warum tun sie, was sie tun? Was kann Hospiz und Palliative Care leisten und welche Angebote gibt es?

Die 2021 gedrehte Dokumentation holt die Expert:innen im Umgang mit Tod und Sterben vor den Vorhang. Dieser Film hört den Menschen zu, die in der aktuellen gesellschaftspolitischen und medizinisch, ethisch und juristischen geprägten Debatte kaum zu hören sind, aber um die es geht. Menschen, die in absehbarer Zeit sterben werden, und jene, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Sterbende und deren An- und Zugehörige zu begleiten. Mitarbeiter:innen der Hospiz- und Palliativbewegung erklären sachlich und menschlich, dass es nicht primär um das Sterben müssen, sondern um das Leben können bis zuletzt geht.

 

Information

Aktuell darf der Film lediglich im Rahmen von Unterricht und öffentlichen Vorführungen ausschließlich zu Bildungszwecken gezeigt werden. Daher kann er derzeit nicht an Einzelpersonen weitergeben werden.

Aufgrund der Nachfrage planen wir einen Termin für ein Online-Screening anzubieten und bemühen uns um die Genehmigung für eine breitere Verwendung.

 

Welthospiz- und Palliative Care Tag am 14. Oktober 2023

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am 14. Oktober ist der Welttag der Hospiz und Palliative Care, organisiert von der Worldwide Hospice Palliative Care Alliance (WHPCA).

Das diesjährige Motto – Compassion oder Mitgefühl – ist Grundlage für eine gute Gemeinschaft, in der alle eine aktive Rolle haben, im lokalen Lebensbereich ebenso wie im Engagement auf überregionaler oder internationaler Ebene. Indem wir anderen helfen und einander unterstützen, tragen wir nicht nur unseren Anteil zu einem gelingenden Zusammenleben bei, wir erleben auch Sinn und Zugehörigkeit.

Der demografische Wandel verändert die Situation und die Bedarfe am Ende des Lebens. Derzeit sterben in Österreich ca. 90.000 Menschen pro Jahr, davon bisher etwa 20 % in der spezialisierten Versorgung. Heute nehmen bereits mehr als 33.000 schwerkranke und sterbende Patient:innen Hospiz und Palliative Care in Anspruch. Internationalen Hochrechnungen zufolge wird der Bedarf von heute bis 2040 um 40 % steigen (das wären dann mehr als die Hälfte von 90.000). Die mitbetreuten An- und Zugehörigen, sowie Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien, die oft über Jahre hinweg begleitet werden, sind hier nicht mitgerechnet.

Angesichts dieser Entwicklungen und des seit Jahren bestehenden Personalmangels in Pflege und Medizin geht der Trend zusehends in Richtung integrierte Versorgung, Kooperation der verschiedenen Bereiche (Grundversorgung und spezialisierte Versorgung, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, stationär und mobil), Interprofessionalität, Caring Communities, Nachbarschaftshilfe, Selbstbefähigung und vorausschauende Planung.

Hospiz Österreich setzt sich – heuer seit 30 Jahren und mit mehr als 390 Mitgliedsorganisationen – dafür ein, Haltung, Wissen und Fertigkeiten zu Hospiz und Palliative Care in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, im Gesundheitssystem (weiter) zu etablieren sowie Bildung, Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Damit die Menschen ihre letzte Lebenszeit so gut, so qualitätsvoll, so schmerzfrei, so angstfrei und so glücklich wie möglich erleben und so begleitet, befähigt und umsorgt sterben dürfen, wie sie sich es wünschen.

Wir möchten allen in diesem Bereich tätigen Haupt- und Ehrenamtlichen sehr herzlich für Ihr Engagement sowie unseren Kooperationspartnern und allen Spender:innen für Ihre Unterstützung danken!

 

***

Mit 450 Mitgliedsorganisationen in mehr als 100 Ländern hat die WHPCA die Aufgabe, das Wohlergehen von Menschen, die weltweit Palliative Care benötigen, zu verbessern und unnötige Leiden zu verringern, indem sie die globale Palliative Care Gemeinschaft vernetzt und verbindet.
Der WHPCD wird in Zusammenarbeit mit dem International Children’s Palliative Care Network (ICPCN), Palliative Care in Humanitarian Aid Situations and Emergencies (PaIlCHASE) und der International Association for Hospice and Palliative Care (IAHPC) durchgeführt.

2 AUSSTELLUNGEN – HOSPIZ ÖSTERREICH – 30 Jahre im Dienst der Menschlichkeit

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Anlässlich 30 Jahre HOSPIZ ÖSTERREICH und der langjährigen Kooperation mit ERSTE Stiftung und Sparkassenverband gibt es im Display der ERSTE Stiftung und im Atrium des ERSTE Campus zwei AUSSTELLUNGEN, die zu besichtigen sind.

bis 29.09.2023 im Atrium des ERSTE Campus Mo-Fr von 8:00 – 18:00

bis 13.10.2023 im Display der Erste Stiftung    tägl. 24h

Wo: Erste Campus, Am Belvedere 1, 1100 Wien

Die langjährigen Kooperationspartner – die Sparkassengruppe und ERSTE Stiftung unterstützen Hospiz Österreich seit 16 Jahren – würdigen 30 Jahre HOSPIZ ÖSTERREICH mit 2 Ausstellungen auf dem ERSTE Campus.

„Wir definieren uns als Sparkassengruppe darüber, dass wir die gesellschaftliche Verantwortung, die wir haben, leben und zielgerichtet einsetzen. Die Rückschau anlässlich des Jubiläums zeigt uns, wie viel geschafft wurde und bei wie viel Menschlichkeit wir unterstützen durften. Dafür möchte ich mich beim Dachverband und allen Ehrenamtlichen von Herzen bedanken“, betont Franz Portisch, Generalsekretär des Sparkassenverbandes.

Boris Marte, CEO der ERSTE Stiftung, sagt: „Das Thema, das wir miteinander bearbeiten, ist gesellschaftlich extrem wichtig und deshalb wollen wir unsere Kooperation mindestens für die nächsten 10 Jahre unbedingt fortsetzen!“

Zu einem erfüllten Leben gehört auch ein würdiger Abschied, mit diesem Gedanken gründete Sr. Hildegard Teuschl CS 1993 den Dachverband Hospiz Österreich mit dem Ziel, für alle in Österreich lebenden Menschen, die sie brauchen, Hospiz und Palliative Care verfügbar, zugänglich und leistbar zu machen sowie Lebensqualität bis zuletzt und ein Sterben in Würde zu ermöglichen.
Aktuell sind in Österreich 173 Hospizteams für Erwachsene und zwölf für Kinder in allen österreichischen Bundesländern mit rund 3.850 Ehrenamtlichen in der Hospizbegleitung im Einsatz.

 

Wir danken unseren Kooperationspartnern!

Logo Erste Stiftung

Hildegard Teuschl Preis 2023

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Die Leitung des Universitätslehrgangs Palliative Care (Kooperation von Paracelsus Medizinischer Universität, HOSPIZ ÖSTERREICH und St. Virgil Salzburg) lobt alle zwei Jahre einen Preis für wissenschaftliche Leistungen und innovative Projekte in Hospizarbeit und Palliative Care dotiert mit ingesamt € 6.000 aus.

Die Jury 2023 bestand aus

  • Karl Bitschnau (Leitung Hospiz Vorarlberg)
  • Prof.in Dr.in Piret Paal, MA, BA (Leitung Institut für Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Universität.)
  • Sr. Mag.a Karin Weiler CS (Bereichsleitung Sozial Pastorale Dienste, Werte und Ehrenamt der Caritas Socialis)
  • Prof. Mag. Dr. Klaus Wegleitner Soziologe und Sorgeforscher, Assoziierter Professor an der Abteilung Public Care des Instituts für Pastoraltheologie und -psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz, Vorstand des Verein Sorgenetz

Heuer wurden ein 1. und zwei 2. Hildegard Teuschl Preise für herausragende Arbeiten im Bereich Hospiz und Palliative Care im Rahmen des Fachtags „Potenzial LEBEN! Bis zum Ende.“ am 15. 09.2023 im Billrothhaus in Wien von Mag. Leena Pelttari MSc, der ehemaligen langjährigen Geschäftsführerin des Dachverbands Hospiz Österreich, an 3 Preisträgerinnen verliehen.

Der 1. Preis ging an Dr.in Jennifer Brandt MSc, Kinderärztin an der Pädiatrischen Intensivstation im AKH, Wien für ihre Masterarbeit in Palliativer Pädiatrie mit dem Titel „Impact of communicational training for breaking bad news in pediatrics“. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit simulationsbasierter Trainings für das Überbringen schlechter Nachrichten. Die Art und Weise, wie Ärzte schlechte Nachrichten überbringen, Gespräche über das Lebensende führen oder eine Todesnachricht überbringen, beeinflusst nicht nur viele psychosoziale Aspekte des Lebens der Familien, sondern auch verschiedene anstehenden Entscheidungen.

Dr. Karin Koisser, MSc (OÄ LKH Horn, Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie) bekam den 2. Preis für ihre Arbeit: „Wenn die Hämodialyse beendet wird … Wie erleben Dialyseteams den Abschied von ihren Patient:innen im Spannungsfeld zwischen High-tech Medizin und Bedürfnissen am Lebensende?“ Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, wie ein Team aus Nephrolog:innen und Pflegepersonen die Hämodialyse betagter Patient:innen erlebt und welchen Herausforderungen es sich dabei stellen muss. Die Wünsche von Patient:innen, die Hämodialyse zu beenden, stellte dabei einen wesentlichen Aspekt der Arbeit dar.

Und Simone Saringer-Siegl, APN (Pflegeperson Abteilung Pädiatrie, Universitätsklinikum Salzburg) bekam ebenfalls den 2. Preis ex aequo für ihre Masterarbeit: „Die pädiatrische Palliative Care im Kinderzentrum des UK Salzburg – die Rolle der Advanced Practice Nurse im klinischen Alltag“.
Darin wurde gezeigt, dass die Pädiatrische Palliative Care (PPC) als herausfordernde Tätigkeit gesehen wird, die hohes emotionales Engagement erfordert, auf gegenseitigem Vertrauen beruht sowie professionelles Handeln verlangt. Pflegende wünschen sich Unterstützung durch PPC-Teams sowie Ansprechpartner:innen, die emotional und fachlich zur Seite stehen.

Wir danken Maja Dornier von der Peter Dornier Stiftung, selbst auch Absolventin des Unilehrgangs, für die großzügige Unterstützung.

Die Forschung ist ein essentieller der Bestandteil der Weiterentwicklung der Hospiz und Palliative Care. Die Preisträgerinnen setzen mit ihren ausgezeichneten Masterarbeiten wissenschaftlich fort, wofür sie sich in der Praxis bereits engagieren!

Wir gratulieren sehr herzlich!

Fotos © Norbert Novak/HOSPIZ ÖSTERREICH
Der Hildegard Teuschl Preis erinnert an Mag.a Sr. Hildegard Teuschl CS (1937-2009), eine Pionierin der österreichischen Hospiz- und Palliativbewegung und Begründerin des Dachverbandes Hospiz Österreich.

Das war der FACHTAG „Potenzial LEBEN! Bis zum Ende.“

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15. September 2023
Fachtag „Potenzial LEBEN! Bis zum Ende.“

Mit ca. 250 Teilnehmer:innen, 7 hochqualitativen Vorträgen & Gesprächen sowie 8 Workshops war der Fachtag von HOSPIZ ÖSTERREICH im wunderschönen Ambiente des Billrothhauses in Wien ein voller Erfolg.

Präsidentin Mag.a Barbara Schwarz und Geschäftsführerin Sonja Thalinger MSc begrüßten die Teilnehmer:innen. Der Hospizbotschafter und ehem. Leiter Interne Dienste und Stiftungen, Österreichischer Sparkassenverband und Fachverband der Sparkassen, Dr. Willibald Kraetschmer erinnerte an die Geschichte der langjährigen Kooperation mit HOSPIZ ÖSTERREICH und Mag.a Katharina Meichenitsch vom Gesundheits- und Sozialministerium gratulierte dem Dachverband und betonte die Erfolge seiner jahrzehntelangen Arbeit.

Zum 30-jährigen Bestehen von Hospiz Österreich standen an diesem Fachtag die Potenziale im Mittelpunkt, die allen im Bereich Hospiz und Palliative Care Tätigen zur Verfügung stehen, um den aktuellen und künftigen Herausforderungen begegnen zu können. Rainer Simader führte als Moderator, tatkräftig unterstützt von der wunderschönen, besonderen und talentierten Donna Quichotte, durch den vielfältigen, intensiven und interessanten Tag.

Zum Potenzial der Gemeinschaft sprach Assoc. Prof. Mag. Dr. Klaus Wegleitner von Caring Communities, der Vielfalt des Lebens veranschaulichte seine Ausführungen mit der Metapher des Tanzes. Als Soziologe und Sorgeforscher an der Abteilung Public Care des Instituts für Pastoraltheologie und -psychologie sowie als stellvertretender Leiter am Zentrum für Interdisziplinäre Alters- und Care-Forschung (CIRAC) an der Universität Graz betonte er, dass es über den Bereich der Sorge hinaus ganz generell um die Frage geht, wie wir in Zukunft miteinander leben wollen. Gefühl, Beziehung, Zuhören, Lernen – Das aufeinander Hören, das achtsame Zusammenspielen, die existentielle Tiefe und Weite von Care-Arbeit sind für alle Lebensbereiche relevant und Hospizarbeit bedeute somit auch demokratiepolitische  Prävention.

Das Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) war das Thema der Gesprächsrunde Potential des Gesetzes mit Dr.in Ulrike van Appeldorn, MSc, vom Amt der Tiroler Landesregierung, Mag.a Katharina Meichenitsch, BMSGPK, Sektion IV, Pflegevorsorge, Behinderten- und Versorgungsangelegenheiten und Mag. Werner Mühlböck, MBA, Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Das erfolgreiche Ringen der Hospizbewegung um gesetzliche Rahmenbedingungen, darf die Bewegung nun nicht erstarren und erkalten lassen. Das Gesetz soll Rahmen und Struktur bieten, aber auch lokale Anpassung ermöglichen. Qualitätskriterien sind essenziell, bedeuten aber auch Zugang zu Geld und Geschäft. Daher ist für eine erfolgreiche Umsetzung eine gute, vertrauensvolle, transparente Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, Behörden & Trägern, Bund, Ländern, Sozialversicherung und Hospizvereinen unabdingbar. Nur dann kann die Hospizbewegung sich der Weiterentwicklung der Sorgekultur widmen und neue Konzepte und Angebote erarbeiten.

Dr.in Regina Jones, Kinderärztin an der Uniklinik für Kinder- & Jugendheilkunde in Salzburg setzte sich in ihrem Vortrag Potenzial der Zeit – Wenn Jugendliche Erwachsene werden: Transition als Herausforderung in der Hospiz- und Palliativversorgung mit einem Thema auseinander, das in Österreich nicht gut funktioniert. Obwohl die Zahl der Patient:innen stark wächst (in Österreich von 5.000 Patient:innen 2020 auf 12.360 im Jahr 2030) ist die Erwachsenenmedizin- und Pflege noch immer nicht gut auf die Übernahme von Patient:innen aus der Palliativpädiatrie eingerichtet. Problematisch in der Transition sind: Zeitpunkt (18 Jahre sind nicht für alle gleich), Diagnosen (Krankheiten sind im Erwachsenenbereich oft nicht bekannt) und Betreuungsstrukturen. Jones formulierte daher als vorrangigste Ziele: die Definition von Transitionskriterien, die Schaffung interdisziplinärerer Transitionsambulanzen und die Gewährleistung der Betreuungskontinuität.

Potenzial des Miteinanders, Hospizkultur und Palliative Care an der Nahtstelle zwischen Grundversorgung und spezialisierten Versorgung in Österreich – eine vielfältige Landschaft, darüber sprach Dr. Harald Retschitzegger MSc. Es war ein Plädoyer für eine Durchdringung des Systems mit Hospiz und Palliative Care – Haltung, -Wissen und -Fertigkeiten, für die Kooperation der verschiedenen Bereiche (Grundversorgung und spezialisierte Versorgung, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, stationär und mobil) und Interprofessionalität. Er forderte ein „mehrdimensionales“ Miteinander in den Strukturen, die Anwendung vorhandener Tools wie SPICT (Supportive and Palliative Care Indicators‘ Tool) oder des Calgary Cambridge Guide und z.B. frühe Lebens- und Therapiezielgespräche, die Achtung des freien Willens der Patient:innen und zeitgerechte palliative Kompetenz. Für die Zukunft ist es wichtig, die Verwendung der Spezialisierung Palliativmedizin zu fördern, Palliativmediziner in Tumorboards und onkologische Konferenzen zu integrieren und für mehr „Patientendienlichkeit“ Hospiz und Palliative Care-Beauftragte als Standard in der Grundversorgung zu etablieren. Es brauche bessere Kommunikation, Investitionen in die Strukturen und den Beziehungsaufbau sind hier gleichermaßen wichtig.

Nach der Mittagspause mit Lunchpaketen und Vernetzung gab es 8 Workshops à 90 Minuten zu folgenden Themen:

  • Würdezentrierte Therapie – Mehr als ein liebevoller Blick zurück, Manuela Straub, MSc, Dr. Stefan Dinges, PM.ME
  • Rehabilitation und Palliative Care: Förderung der gesunden Anteile als Ansatz der Palliative Care, Petra Kozisnik, BSc
  • „Ich bin zu nichts mehr gut und nur mehr eine Last. Ich will sterben!“ Ein ressourcenorientiertes Tool für lebensMÜDE Menschen zur Erhebung und Steigerung des Aktivitätslevels, Brigitte Loder-Fink, MSc
  • Potenzial Humor: Die Leichtigkeit des Augenblicks, Verena Vondrak
  • Generationsübergreifendes Ehrenamt – Junge Menschen interessieren, stärken und beteiligen, Dr.in Bernadette Groebe
  • Potenzial VSD Vorsorgedialog® – ein Netzwerk für die letzten Wünsche in der Pflege und Betreuung zu Hause, Susanne Csengel, Hermine Freitag, Harald Peterka
  • Interdisziplinäre Palliativambulanz – eine Nahtstelle in der Hospiz- und Palliativlandschaft, in Gabriele Hofer, Dr.in Andrea Knoflach-Gabis
  • Entwicklung fordert uns heraus: Palliativversorgung von und mit Menschen mit einer intellektuellen und komplexen Beeinträchtigung, Barbara Hartmann, MSc

Anschließend sprach Markus Starklauf zum Potenzial der Haltung in der Hospiz- und Palliativversorgung. Nach Derek Doyle besteht Hospiz und Palliative Care zu 90% aus Haltung und zu 10% aus Wissen. Starklauf beschreibt die Haltung als inklusiv, solidarisch, loyal, mutig, sorgend, absichtslos und sich auf den Augenblick einlassend, getragen von radikaler Patientenorientierung, Wertschätzung und Respekt, Achtsamkeit und Wärme, Zuhören und Empathie sowie Ehrlichkeit in Bezug auf eigene Ängste und Grenzen. Haltung ist suchend und nicht dogmatisch, gelebtes Nicht-Wissen statt dem vorschnellen Gefühl zu verstehen und Bescheidenheit in Bezug auf die eigenen Interventionsmöglichkeiten. Weil Bedarf an Hospiz und Palliative Care und die verfügbaren Ressourcen in Zukunft nicht in gleichem Maß wachsen werden, formulierte Starklauf folgende Ziele:
Die Menschen müssen stärker selbst ermächtigt und mit Kompetenzen ausgestattet werden. Hospizkultur soll weniger abwarten, denn aufsuchen, ihre Botschaft aktiv in die Öffentlichkeit bringen, sich selbstbewusst als Teil des Lebens präsentieren. In Zeiten allgemeiner Verunsicherung dient die hospizliche Haltung auch zur Reflexion der eigenen Vergänglichkeit. Es gelte die Haltung vor Erstarrung zu bewahren, indem man sich immer wieder neu erfindet und nicht aufhört Fragen zu stellen.

Mag. Leena Pelttari MSc, bis 2022 25 Jahre lang Geschäftsführerin des Dachverband Hospiz Österreich, erinnerte in Ihrem Vortrag zum Potenzial der Wissenschaft vor der Verleihung des Hildegard Teuschl Preises an Sr Hildegard Teuschl als Pionieren und Gründerin der Hospizbewegung in Österreich. Sie würdigte sie als Frau der Tat und der Vision, als spirituelle Ordensfrau mit einem gesellschaftspolitischen Auftrag, mit der sie schon früh zusammenarbeiten und von der sie viel lernen durfte.

Drei Preisträgerinnen wurden 2023 mit dem von der Peter Dornier Stiftung unterstützten Hildegard Teuschl Preis ausgezeichnet:

Der 1. Preis ging an Dr.in Jennifer Brandt MSc, Kinderärztin an der Pädiatrischen Intensivstation im AKH, Wien für ihre Masterarbeit in Palliativer Pädiatrie mit dem Titel  „Impact of communicational training for breaking bad news in pediatrics“. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit simulationsbasierter Trainings für das Überbringen schlechter Nachrichten. Die Art und Weise, wie Ärzte schlechte Nachrichten überbringen, Gespräche über das Lebensende führen oder eine Todesnachricht überbringen, beeinflusst nicht nur viele psychosoziale Aspekte des Lebens der Familien, sondern auch verschiedene anstehenden Entscheidungen.

Dr. Karin Koisser, MSc (OÄ LKH Horn, Allgemein, Viszeral- und Gefäßchirurgie) bekam den 2. Preis für ihre Arbeit: „Wenn die Hämodialyse beendet wird … Wie erleben Dialyseteams den Abschied von ihren Patient*innen im Spannungsfeld zwischen High-techMedizin und Bedürfnissen am Lebensende?“ Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, wie ein Team aus Nephrolog*innen und Pflegepersonen die Hämodialyse betagter Patient*innen erlebt und welchen Herausforderungen es sich dabei stellen muss. Die Wünsche von Patient*innen, die Hämodialyse zu beenden, stellte dabei einen wesentlichen Aspekt der Arbeit dar.

Und Simone Saringer-Siegl, APN (Pflegeperson Abteilung Pädiatrie, Universitätsklinikum Salzburg) bekam ex aequo den 2. Preis für ihre Masterarbeit: „Die pädiatrische Palliative Care im Kinderzentrum des UK Salzburg – die Rolle der Advanced Practice Nurse im klinischen Alltag“.
Darin wird gezeigt, dass die Pädiatrische Palliative Care (PPC) als herausfordernde Tätigkeit gesehen wird, die hohes emotionales Engagement erfordert, auf gegenseitigem Vertrauen beruht sowie professionelles Handeln verlangt. Pflegende wünschen sich Unterstützung durch PPC-Teams sowie eine Ansprechpartner*in, die emotional und fachlich zur Seite steht.

Zum Abschluss sprach Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Pallaitivmedizin (DGP) in seinem engagierten und kurzweiligen Vortrag über das Potenzial der Gesellschaft – Sterben geht uns alle an! Er warnte vor der Gefahr der Ökonomisierung und Institutionalisierung auch der Hospiz und Palliative Care, analog zum Gesundheitssystem. Die Werteverschiebung in der Gesellschaft dürfe nicht dazu führen, dass Gesundheit und Bildung nach den Regeln des Marktes und des Kapitalismus ausgerichtet werden. Im Gegenteil wäre es nicht schlecht, wenn eines Tages Hospize und Palliativstationen überflüssig würden, weil in den Krankenhäusern und Heimen alle über ausreichend Wissen und Haltung zu Hospiz- und Palliative Care verfügen. Bei aller Notwendigkeit sei der Professionalismus auch eine Gefahr für das gesellschaftliche Engagement. Wichtig sei es, statt Dinge mehr und mehr zu delegieren, die Hospizkultur wieder in die Gesellschaft zurückzuholen – durch Kommunikation, niederschwellige Angebote wie Hospiz macht Schule und Letzte Hilfe Kurse oder Aktionen wie „Sterbestammtisch Tod-Reden“ und Workshop-Angebote zum Beispiel auch an Unternehmen. Er schloss mit einem Appell: „Wir müssen wieder lernen, uns Menschen anzuvertrauen und Verantwortung zu übernehmen! Denn die Hospiz- und Palliative Care-Bewegung ist eine Wertegemeinschaft mit einem gesellschaftlichen Auftrag, der über die Themen Tod und Sterben hinausreicht.“

Wir danken allen Vortragenden, Diskutanten, Teilnehmer:innen und allen, die durch ihre Potentiale zum Gelingen dieses Fachtags beigetragen haben, sehr, sehr herzlich!

Fotos und Infos

 

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Wir danken:

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Tätigkeitsbericht 2022

veröffentlicht am

Der Tätigkeitsbericht 2022 von HOSPIZ ÖSTERREICH ist da. Das Jahr 2022 war von zahlreichen, bedeutenden Veränderungen geprägt.

Zwei neue Gesetze traten in Kraft:
Das langersehnte Gesetz zur Regelfinanzierung von Hospiz und Palliativ Care, das Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) und das bereits im Vorfeld sehr umstrittene Sterbeverfügungsgesetz zum assistierten Suizid, das Trägerorganisationen wie Haupt- und Ehrenamtliche vor neue Herausforderungen stellt.

Waltraud Klasnic übergab die ehrenamtliche Präsidentschaft von HOSPIZ ÖSTERREICH an Mag.a Barbara Schwarz und Mag. Leena Pelttari MSc legte die Geschäftsführung von HOSPIZ ÖSTERREICH mit Jahresende in die Hände von Sonja Thalinger MSc.

HOSPIZ ÖSTERREICH veranstaltete Fachtage, Symposien, Netzwerktreffen zu Hospiz und Palliative Care für Erwachsene, Kinder und Jugendliche und arbeitete intensiv an den Projekten in der Grundversorgung, Bildung und Information, vieles wurde erreicht und umgesetzt – machen Sie sich selbst ein Bild!

Tätigkeitsbericht 2022

Aus Gründen des Umweltschutzes stellen wir den Tätigkeitsbericht digital und nicht als Druckwerk zur Verfügung.

Broschüre „Begleiten bis zuletzt“ – Neu überarbeitete Auflage auf Deutsch

veröffentlicht am

Nach gut 10 Jahren war es Zeit, die schon länger in Planung befindliche Überarbeitung der Broschüre „Begleiten bis zuletzt“ in Angriff zu nehmen. Zunächst erfolgte die Konsultation des Vorstands, dann machte sich das Team von HOSPIZ ÖSTERREICH unter Federführung von Sonja Thalinger und Rainer Simader im Frühjahr 2023 an die Arbeit. Nach Überarbeitung der Struktur, inhaltlichen Aktualisierungen und teils neuen Textierungen wurden etliche Experten gebeten, Passagen aus ihren Fachbereichen auf Richtigkeit zu überprüfen. Danach folgte ein Lektorat von Textfein, Mag.a Elisabeth Pfurtscheller, um Redundanzen auszuschließen und die Texte sprachlich zu vereinheitlichen. Marie-Elisabeth Strobl-Perger, MSc, BA (hons.) goss den Inhalt in ein neues Design und die Druckerei Berger sorgte dafür, dass die sehr nachgefragte Broschüre „Begleiten bis zuletzt“, der Ratgeber für An- und Zugehörige und Betreuende von schwer kranken und sterbenden Menschen, in der überarbeiteten Form gedruckt werden und rechtzeitig zum Jubiläum – 30 Jahre HOSPIZ ÖSTERREICH – ihren Weg in die Taschen der Fachtags-Teilnehmer:innen finden konnte.

Wir danken hiermit allen, die bisher zu der Broschüre beigetragen haben,

Mag.a Hildegard Teuschl CS, MMag. Christof Eisl, DGKS Angelika Feichtner, Prof.in DDr.in Marina Kojer, MSc, Mag. Andreas Kratschmar, Mag.a Silvia Langthaler, Mag.a Anna Pissarek, Dr. Klaus Schweiggl SJ, Mag.a Karin Weiler CS

sowie all jenen, die aktuell in die Herstellung der neuen Fassung involviert waren:

Dr.in Sigrid Beyer, Karin Böck, MAS, Maria Eibel, BSc, MA, MBA, MMag. Christof Eisl, Mag.a Claudia Fupun, Elke Kohl, Martin Kräftner, Catrin Neumüller, Mag.a Claudia Nemeth, Dr.in Tabea Riss, MSc, Rainer Simader, Markus Starklauf, Sonja Thalinger, MSc, Sabine Tiefnig, Mag.a Karin Weiler CS, Dr.in Karin Zoufal

 

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Wir danken unseren Kooperationspartnern!

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28.7.2023 Masterfeier an der PMU

veröffentlicht am

Bei der Masterfeier der Paracelsus Medizinische Universität (PMU) am 28. Juli 2023 wurden zum ersten Mal, die Dekrete an Absolvent:innen aus drei verschiedenen Uni-Lehrgängen überreicht. Der Bogen spannt sich vom ULG Early Life Care, über Health Sciences & Leadership bis hin zum Uni-Lehrgang Palliative Care. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die ausgeprägt menschliche Haltung in der Begleitung von Menschen in höchst vulnerablen Situationen verbindet alle drei Studiengänge. Das gelingende Miteinander prägte auch diese Masterfeier.

Die Geschäftsführerin von HOSPIZ ÖSTERREICH, Sonja Thalinger verglich in ihren Grußworten den Weg bis zur Masterfeier mit einem Pilgerweg: Beides ist weder Spaziergang noch Sightseeingtour; am Ende sind alle gut trainiert und haben sich Kompetenzen angeeignet, sehen die Zeichen und Wunder am Weg und haben hoffentlich ihren Rucksack gut geschnürt. Sie wünschte, den frischgebackenen Masters of Sciencem, dass sie gestärkt und mit großer Zuversicht ihren Weg weitergehen.

Doris Schlömmer, Studiengangsleitung, ermutigte die Absolventinnen und Absolventen über den Tellerrand zu schauen und sich selbst treu zu bleiben, denn „es geht immer um das wie, nicht nur um das was!“

Bundesminister a.D., Rudolf Anschober verwies in seiner Festrede auf die Bedeutung guter Netzwerke, um die Aufgaben der Zukunft zu meistern. Neben Kompetenz, Haltung und Wissen betonte er den Stellenwert der Zuversicht.

Im Namen der Absolventinnen und des Absolventen bedankte sich Tabea Riss bei Kollegium und Lehrgangsleitung. Die in den Masterarbeiten behandelten, äußerst interessanten Forschungsthemen tragen zur Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativbewegung bei.

Wir gratulieren den 13 neuen Masters of Science!

 

FACTS:
Seit 2006 über 1100 Absolventen des ULG Palliative Care und
237 Masters of Science

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Gerechtigkeit und Diversität

veröffentlicht am

Das Motto des 18. Weltkongresses der Europäischen Palliativgesellschaft in Rotterdam

25 Teilnehmer:innen aus Österreich besuchten den ersten Weltkongress für Palliative Care in Präsenz nach der Pandemie.

 

Der Kongress war ein bedeutendes Ereignis für die Hospiz- und Palliativbewegung. Fast 1.800 Experten und Expertinnen aus der ganzen Welt diskutierten über aktuelle und zukünftige Entwicklungen, um gemeinsam zu lernen, wie viel mehr Menschen Hospiz- und Palliativversorgung zuteilwerden kann. Nach der langen Zeit, in der solche Begegnungen nicht möglich waren, bot Rotterdam eine wertvolle Gelegenheit, sich über die neuesten Forschungsergebnisse und Erfahrungen auszutauschen und sich zu vernetzen.

Eine häufig genannte Herausforderung war die Notwendigkeit, dass sich die Hospiz- und Palliativbewegung der Bedürfnisse einer immer vielfältigeren Gesellschaft bewusst wird und Lösungsansätze für die daraus sicht- und spürbar werdenden Probleme finden muss.

Damit einher geht auch die Frage des gerechten Einsatzes von Ressourcen und auch, wen wir aus welchen Gründen noch nicht erreichen. Vulnerabilität hat sich im Laufe der letzten Jahre weiterentwickelt.

Zentrale Themen waren: die Bedeutung der Betroffenen- und Familienzentrierung in der Hospiz- und Palliativversorgung, die Rolle von Technologie und Innovation sowie die Bedeutung von Forschung und Bildung in der Palliative Care.

Darüber hinaus wurden auch Herausforderungen wie kulturelle Sensibilität und Vielfalt in der Palliativversorgung sowie die Integration der Palliativversorgung in das gesamte Gesundheitssystem diskutiert.

Diversität in der Palliativversorgung liegt unter anderem darin, dass jede:r Betroffene einzigartig ist und unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche hat, und bezieht sich auf Unterschiede in Bezug auf Kultur, Sprache, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung oder beispielsweise das Alter. Nicht nur ist die Aufgabe der Hospiz- und Palliativversorgung, Bedürfnisse und Wünsche auf einer individuellen, personenbezogenen Ebene zu verstehen und darauf einzugehen, sondern auch die besonderen Bedürfnisse und Erfahrungen einzelner Gruppen im Gesamtkontext der Gesellschaft sowie des Medizin- und Sozialsystems zu kennen. Nicht selten entstehen durch Unkenntnisse oder Unachtsamkeit Diskriminierungserfahrungen, manchmal bleibt der Weg in die Hospiz- und Palliativversorgung bzw. zu einer hochwertigen Begleitung am Lebensende für bestimmte Personengruppen sogar verschlossen.

Im Vergleich zu anderen Ländern wurde sichtbar, dass in Österreich bereits vieles umgesetzt wurde. Besonders hervorzuheben, auch im internationalen Vergleich, ist der Vorteil einer geregelten Finanzierung der Hospiz- und Palliativversorgung, eingebettet in ein gut entwickeltes Gesundheits- und Sozialsystem.

Doch es gibt auch in Österreich einige Themen, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen.

Wissenschaftlich begleitete Projekte zeigen klar, dass in einer multiprofessionell aufgestellten Grundversorgung Hospizkultur und Palliative Care dringend notwendig sind, um sich auf die alternde Gesellschaft einzustellen. Nur so können wir mit der wachsenden Zunahme an chronisch schwerkranken und hochbetagten, sterbenden Menschen gut zurechtkommen und diesen Menschen eine gute Begleitung bis zuletzt bieten. Zwar ist der Bereich der Pflegeheime mittlerweile gut ausgebaut, aber Hospizkultur in der Hauskrankenpflege ist bislang nur in einigen Bundesländern im Aufbau.

Aufholbedarf gibt es in Österreich in den Themenbereichen: Hospiz- und Palliativversorgung für Menschen mit Behinderungen, für Menschen, die von Armut, sozialer Isolation und Obdachlosigkeit betroffen sind, für Menschen in Gefängnissen, für Menschen mit erheblichen Sprachbarrieren und auch für Personen aus der LGBTIQA+ Community. Innovationspotenzial liegt auch im Einsatz von technischen und digitalen Möglichkeiten.

Der Kongress hat Horizonte erweitert und Netzwerke gestärkt. Wenn Sie das nächste Mal dabei sein möchten, haben Sie die Möglichkeit 2024 beim EAPC Research Kongress in Barcelona und 2025 beim EAPC Weltkongress in Helsinki.