Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

5.12.2025 Tag des Ehrenamts

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In Österreich engagiert sich knapp die Hälfte der Bevölkerung ab 15 Jahren (49,4 %) freiwillig – das sind ca. 3,7 Millionen Menschen, die vorwiegend in den Bereichen Sport, Rettungs- und Katastrophendienst, Kultur und Soziales ca. 470 Millionen Stunden ehrenamtlich arbeiten. Laut Statistik Austria entspricht das einem volkswirtschaftlichen Gegenwert von mehr als 10 Milliarden Euro.

Das ist großartig – DANKE!

Es werden auch weiterhin:

EHRENAMTLICHE GESUCHT!!!

In Hospiz und Palliative Care sind Ehrenamtliche eine essenzielle Säule in der Versorgung. Nach einer Ausbildung begleiten sie in Hospizteams schwer kranke und sterbende Menschen und ihre An- und Zugehörigen, wo immer diese sich befinden: zu Hause, im Krankenhaus, auf der Palliativstation, im Pflegeheim. Sie geben Immaterielles, wofür in den Strukturen – jenseits von medizinischer oder pflegerischer Versorgung – zumeist Ressourcen fehlen.

Zeit, Gesellschaft, Zuwendung, Geduld, Humor, Alltag und Normalität. Aber auch Rückhalt, Trost, Beratung und Entlastung im Alltag wie in Krisensituationen.
Als Außenstehende können sie den Menschen, die sie betreuen, einen Freiraum anbieten, den es mit Familie oder Freunden oft nicht gibt. Dass sie unvoreingenommen zuhören, Bedürfnisse akzeptieren und versuchen, Wünsche zu erfüllen, vermittelt ein Gefühl der Selbstbestimmtheit und schützt die Würde der Patient:innen und ihrer An- und Zugehörigen.

Das Ehrenamt ist bunt und vielfältig – ehrenamtlich Engagierte arbeiten mit Erwachsenen, Kindern, Menschen mit Behinderung, Wohnungslosen, Menschen mit Migrationsbiografien, u.v.a.m. – stationär oder mobil, in Hospizteams oder auch im Veranstaltungsmanagement, sie spielen, malen, musizieren, begleiten oder hören einfach nur zu.

Wir danken allen Ehrenamtlichen sehr herzlich für Ihren Einsatz und –

WIR LADEN INTERESSIERTE EIN, SICH ZU ENGAGIEREN!

Mehr Infos dazu hier: https://www.hospiz.at/fachwelt/bildung/befaehigungskurse-fuer-ehrenamtliche/

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Das Symposium für ehrenamtlich Engagierte in Hospiz und Palliative Care ‚VIELFALT VERANKERN‘ findet am 23.4.2026 zum Auftakt des 9. OPG-Kongresses im Congress Graz, Albrechtsgasse 1, 8010 Graz statt und bietet eine einzigartige Plattform zur Vernetzung für Ehrenamtliche in Hospiz und Palliative Care aus ganz Österreich.

Anmeldung für Ehrenamtliche aus Mitgliedsorganisationen von HOSPIZ ÖSTERREICH über den jeweiligen Landesverband bzw. die landeskoordinierende Stelle bis 1. März 2026.
Weitere Interessierte, die nicht in diese Zielgruppe fallen, schreiben bitte ein E-Mail an HOSPIZ ÖSTERREICH, dachverband@hospiz.at.

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Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob auch Sie ehrenamtlich einen Beitrag leisten möchten?

Hier ein paar Gründe, warum ein Ehrenamt stärkt:

  1. Soziale Motivation sind Solidarität und Mitgefühl, das Bedürfnis, anderen zu helfen und einen Beitrag zu leisten, um gesellschaftliche Probleme aktiv zu verbessern; Gemeinschaftsgefühl, weil ein Ehrenamt Zugehörigkeit stärkt und soziale Kontakte schafft, und Werteorientierung, indem persönliche Werte wie Gerechtigkeit, Fairness oder Menschlichkeit ausgelebt werden können.
  2. Persönliche Gründe sind Sinn und Erfüllung, etwas Sinnvolles zu tun und positive Wirkung zu entfalten; Selbstwertsteigerung, da Helfen das Selbstbewusstsein stärkt sowie das Gefühl, gebraucht zu werden, vermittelt und Freude an der Tätigkeit, es macht einfach Spaß als Teil einer Gemeinschaft, sportliche, kulturelle oder soziale Aufgaben zu übernehmen.
  3. Gesellschaftliche Ideale wie z.B., einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten, Ehrenamtliche übernehmen Aufgaben, die der Staat oder Institutionen allein nicht bewältigen könnten; die Stärkung der Demokratie, weil das Engagement Partizipation und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, und die Unterstützung Schwächerer, in dem man dazu beiträgt, soziale Ungleichheiten abzufedern.
  4. Praktische Argumente sind außerdem Kompetenzerwerb, weil man Fähigkeiten entwickeln kann und Dinge lernt, berufliche Vorteile durch ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf, und Netzwerke knüpfen durch das Kennenlernen von Menschen und Organisationen.
  5. Emotional sind Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit motivierend ebenso wie positive Erlebnisse durch schöne Erfahrungen bei Projekten oder in Gemeinschaft und die Zufriedenheit, die sinnvolle Freizeitgestaltung mit sich bringt.

 In Hospiz und Palliative Care trägt das Ehrenamt wesentlich zur Qualität der Betreuung bei. Es ist wesentlich und unersetzlich!

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

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Seit 1993 wird am 3.12.2025 1993 auf die Anliegen, Bedürfnisse und Probleme von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht, und für deren Würde, Rechte und volle Teilhabe in der Gesellschaft geworben.

Immer mehr Menschen mit komplexen Behinderungen haben Bedarf nach hospizlicher und palliativer Begleitung.

Die ehrenamtliche Hospizbegleitung bildet eine tragende Säule in der Unterstützung von Menschen mit schweren, unheilbaren Erkrankungen sowie den ihnen Nahestehenden. Um interessierte Menschen dafür zu qualifizieren, gibt es in allen Bundesländern Befähigungskurse für ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen („Grundkurs“) und Aufbaukurse für die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Im Frühjahr 2025 hat HOSPIZ ÖSTERREICH mit der Diakonie de La Tour, Selbstvertreter:innen und Expert:innen sowie in enger Abstimmung mit dem Österreichischen Behindertenrat ein Rahmencurriculum zum Aufbaukurs zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung von Menschen mit komplexer Behinderung und ihrer An- und Zugehörigen entwickelt.

Da die Begleitung von Menschen mit komplexer Behinderung zusätzliche fachliche und persönliche Kompetenzen erfordert – etwa ein vertieftes Verständnis unterschiedlicher Behinderungsformen, Kenntnisse zur unterstützten Kommunikation, spezifische Zugänge zum Erleben von Krankheit, Sterben und Tod, die Zusammenarbeit mit Bezugspersonen sowie Wissen über relevante rechtliche Rahmenbedingungen umfasst das Curriculum 40 Unterrichtseinheiten und ein 40-stündiges Praktikum.

Wir freuen uns über Bildungsinstitutionen, die entsprechende Kurse anbieten wollen.

Ansprechpartner bei HOSPIZ ÖSTERREICH für den Bereich Bildung und Diversität ist Rainer Simader (rainer.simader@hospiz.at). Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Lesetipp
Auch der neue Leidfaden „Nichts über uns ohne uns – Menschen mit kognitiver Behinderung in Krise, Leid und Trauer“, der noch im Dezember 2025 erscheint, widmet sich dem Thema.

Giving Tuesday – weil Menschlichkeit nicht eingespart werden darf!

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Überall wird gespart: Der Staat spart, zivilgesellschaftliche Organisationen müssen sparen – und auch viele Menschen, weil das Leben teurer geworden ist.

Doch eines darf nicht gekürzt werden: Hochwertige Begleitung am Lebensende.
HOSPIZ ÖSTERREICH setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Österreich, die es brauchen, in Krankheit, Sterben, Tod und Trauer gut begleitet werden.

Was @hospizoesterreich besonders macht:

💪🏻Wir koordinieren und stärken die Hospiz- und Palliativversorgung österreichweit.
💪🏻Wir entwickeln bundesweite Qualitätsstandards, Curricula, Fortbildungen und Projekte, die überall wirken: in der Kinderhospizarbeit, in der Langzeitpflege, in der mobilen Begleitung, in Krankenhäusern, in der Trauerbegleitung, im Ehrenamt.
💪🏻Wir vernetzen, bilden aus, unterstützen Einrichtungen und schaffen Wissen, das Menschen in den schwersten Zeiten trägt.

Öffentliche Mittel ermöglichen vieles – dennoch ist nachhaltige Entwicklung und Innovation, um Versorgungslücken zu schließen und die Zukunft zu gestalten, ohne Spenden nicht möglich.

Deshalb unser Angebot am Giving Tuesday:

Spenden UND zugleich sparen – durch Spendenabsetzbarkeit
Spendenkonto: AT36 2011 1310 0390 2130 | GIBAATWW

Deine Spende ist steuerlich absetzbar, aber nur wenn du deinen Vor- und Zunamen sowie dein Geburtsdatum bei der Überweisung bekannt gibst.

Der QR-Code führt direkt zu unseren Spendeninformationen – inklusive aller Bankdaten. Einfach scannen, und die Überweisungsdaten werden automatisch übernommen oder können manuell verwendet werden.

 

Jeder Beitrag – groß oder klein – stärkt die Hospizkultur und Palliativversorgung in ganz Österreich.
💚 Danke für jede Unterstützung!

#GivingTuesdayAT #HospizÖsterreich #Hospizarbeit
#PalliativeCare #Menschenwürde #SpendenWirkt
#SpendenAbsetzen #FürEinander

Interdisziplinäre Hospiz- und Palliativversorgung neu denken – mit Rebecca Tiberini

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Ein frischer Blick in die Zukunft

7.11.2025 in Linz

Die demografische Entwicklung erfordert, dass die Hospiz- und Palliativversorgung über zukünftige, neue Modelle der Begleitung und Betreuung nachdenkt. Aus diesem Grund hat HOSPIZ ÖSTERREICH am 7. November 2025 einen eintägigen Workshop mit Rebecca Tiberini, Leiterin der Taskforce Rehabilitation der Europäischen Palliativgesellschaft (EAPC) und ehemalige Mitarbeiterin des St. Christopher‘s Hospice London, St Joseph‘s Hospice London und Direktorin des St. Michael’s Hospice in Hastings, anschließend an den Fachtag in Linz organisiert. Der Workshop mit dem Titel Interdisziplinäre Hospiz- und Palliativversorgung neu denken. Ein frischer Blick in die Zukunft war mit 42 Personen schon Wochen zuvor ausgebucht. Es nahmen Personen aus sechs verschiedenen Professionen teil, die sowohl in der Grundversorgung, als auch in der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung arbeiten.

Zentraler Ansatz und Fragestellung dieses Workshops waren: Wie können die Themen Geriatrie, Palliative Care und Rehabilitation in Zukunft gemeinsam gedacht und gelebt werden?

Dieser Gedanke wurde nicht nur im Workshop diskutiert, sondern stellt auch ein Best-Practice-Modell der Weltgesundheitsorganisation dar. Mehr dazu im von der OPG und HOSPIZ ÖSTERREICH veröffentlichten Dokument https://www.hospiz.at/publikationen/policy-brief-integration-der-rehabilitation-in-hospiz-und-palliativangebote/.

Wissenschaftliche Erkenntnis zeigen, dass dieser Ansatz den Bedürfnissen von schwer kranken und sterbenden Menschen entspricht. Zudem zeigen sich, dass dieser Ansatz auch zu einer Reduktion der Gesamtkosten führt: Es gibt weniger Krankenhauseinweisungen oder beispielsweise weniger Pflegebedarf.

Zentrale Inhalte waren:

  • Wie kann echte, interdisziplinäre Arbeit möglich werden und gelingen?
  • Wie können Vertreter:innen der Berufsgruppen Physiotherapie, Logopädie, Diaetologie und Logopädie, sowie auch der Psychologie und Seelsorge gleichberechtigte Teammitglieder werden?
  • Wie kann die Kommunikation zwischen allen Berufsgruppen effizient gestaltet werden?
  • Wie kann bei allen Berufsgruppen Bewusstsein und Verständnis für die Sinnhaftigkeit des rehabilitativen Ansatzes am Lebensende, in dem neben guter Versorgung die Befähigung eine zentrale Zielsetzung ist, erreicht werden?

Essenziell ist der Fokus auf personenzentrierte, funktionelle und aktivitätsorientierte Ziele: Was sollen und wollen Patient:innen wieder tun können? Wie können Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit gefördert werden?

Rebecca Tiberini hat diesen zukunftsweisenden Ansatz eindrücklich dargestellt, die Rückmeldungen der Teilnehmer:innen war sehr positiv. Auch wenn noch viel an Entwicklungsarbeit offen ist, wurde in dem Workshop gezeigt, wie lohnenswert dieser Ansatz ist: Im Sinne der Patientinnen ebenso wie für die Entlastung relevanter Berufsgruppen und des gesamten Gesundheitssystems.

Fachtag ERMÖGLICHEN – BEFÄHIGEN – ERMUTIGEN am 6. November 2025 in Linz

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Von der Vision zum Programm

Ein Blick über den Tellerrand

Unter dem Motto „Ermöglichen – Befähigen – Ermutigen“ lud HOSPIZ ÖSTERREICH am 6. November 2025 zum Fachtag ins Power Center der Energie AG in Linz. Rund 240 Fachleute aus Hospiz-, Palliativ- und Gesundheitswesen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen sowie Interessierte diskutierten Perspektiven einer offenen, diversitätssensiblen Hospizkultur. Der Tag stand im Zeichen des Miteinanders: Wie gelingt es, Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit am Lebensende würdevoll zu begleiten?

Sprache, Mut und Beziehung – im Zeichen der Vielfalt

Zum Auftakt stellte Schriftsteller Dimitré Dinev* in seiner Keynote „Zeit der Mutigen“ die Kraft der Sprache ins Zentrum. „Sprache unterbricht die Gewalt“, so Dinev. „In Dialog treten heißt, den anderen anzuerkennen.“ Er spannte den Bogen von Migrationserfahrungen zu Fragen von Identität und Sterblichkeit. Mut bedeute nicht Stärke, so Dinev, sondern offen zu bleiben und zuzuhören – auch gegenüber Lebensrealitäten, die uns fremd erscheinen.

Marianne Buchegger beleuchtete in ihrem Beitrag „Demenz, Palliative Geriatrie und Palliative Care – same but different?“ die Schnittstellen zwischen Hospizarbeit und Demenzpflege. Sie betonte, dass Menschen mit Demenz „bis zuletzt Menschen sind“ – mit denselben Bedürfnissen nach Beziehung, Sicherheit und Wertschätzung. Zentral sei die validierende Grundhaltung: Menschen so annehmen, wie sie sind – im Geist der Absichtslosigkeit.

Wie Sprache Brücken baut, zeigte Petra Haderer anhand des Projekts der Gesundheitslots:innen, die Menschen mit Migrationshintergrund in ihren jeweiligen Sprachen zum österreichischen Gesundheitssystem informieren, damit unterstützen und stärken. Sie sprach über das Gelingen von Kommunikation durch die gleiche Sprache und Verständnis für den kulturellen Kontext. Und sie plädierte für Gelassenheit und Offenheit: „Es geht nicht um Dos and Don’ts, sondern darum, Unsicherheiten auszuhalten und neugierig zu bleiben.“ Gesundheitslots:innen könnten künftig auch in der Hospiz- und Palliativversorgung eine Schlüsselrolle spielen.

Wer wird (noch) nicht erreicht?

Unter dem Titel „Mut zur Diversität“ zeigte Assoz. Prof.in Dr.in Elisabeth Reitinger auf, dass Hospiz- und Palliative Care zwar für vulnerable Gruppen geschaffen wurde, aber noch nicht alle Betroffenen erreicht. Diskriminierung, Krankheit, Alter, Migrationshintergrund, Armut oder queere Identität beeinflussen den Zugang zu Versorgung. „Zuhören ist die Gastfreundschaft der Seele“, zitierte sie Renata Schmidtkunz und forderte transkategoriale Kompetenz, Empathie und echte Neugier.

Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Experten Herausforderungen und Chancen in der Begleitung von Menschen, die oft übersehen werden: wohnungslose Menschen, Personen mit Behinderung, LGBTIQA+-Personen oder Menschen mit Migrationsgeschichte.

Bestatter Matthias Dvoracek, , der gehörlose Kund:innen in Gebärdensprache betreut, meinte: „Inklusion hört beim Sterben nicht auf.“ Das sei eine Frage des Respekts.
Dr.in Monika Stark, med4hope schilderte eindrücklich, wie wohnungslose Menschen ohne Versicherung am Lebensende keine adäquate Versorgung erhalten. Obdachlose glauben oft selbst, dass sie nichts wert sind. „Auf der Straße hast Du keine Freunde.“ zitiert sie einen Betroffenen und rät dem Publikum,  bei Gelegenheit Bedürftigen durch kleine Aufmerksamkeiten eine Freude zu machen.
Dr. phil. Axel Doll, Sprecher der AG LGBTIQ+ in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, , betonte, dass echte Inklusion über Pseudotoleranz hinausgehen muss, diversitätssensible Anamnese- und Gesprächsführung sind hierzu ein Anfang: „Wir sterben nicht alle gleich – anderen zuhören und ihre Lebenswelten verstehen ist der Schlüssel.“
Gianluca Iannantuoni von der Hospizbewegung Diakonie betreut Menschen mit Behinderung, freute sich über Fortschritte in der inklusiven Hospizarbeit, und wies darauf hin, wie individuell Kommunikation, Trauer oder Bewältigung sind: „Nicht alles, was für mich normal und wichtig ist, ist das auch für mein Gegenüber.“

Lernen, Vernetzen, Weiterdenken

In den knapp 20 „Meet-the-Expert“-Foren am Vormittag und Nachmittag konnten sich Teilnehmende mit Fachleuten zu einer Vielzahl an Themen austauschen. Von Schulprojekten, Rehabilitation am Lebensende, dem Projekt „Palliative Notfallmedikamente“, Tageshospiz, Caring Communities, Kinderhospizarbeit, Caring Communities bis zu neuropalliativer Versorgung, Palliativambulanzen und anderem mehr reichte die Bandbreite und zeigte die Vielfalt der österreichischen Hospiz- und Palliativlandschaft ist.

Online berichtete Dr. Patrick Schuchter, in seinem Vortrag über ausgewählte Erkenntnisse aus einem aktuellen Forschungsprojekt Über das Lebensende philosophieren. Am Lebensende philosophieren?

Rebecca Tiberini betonte in ihrem Vortrag zur Rehabilitativen Palliative Care die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit. „Ziel ist, dass Menschen so unabhängig wie möglich bleiben – und das in allen Phasen ihrer Erkrankung.“ Studien zeigen, dass frühe, ganzheitliche Begleitung nicht nur Lebensqualität, sondern auch Versorgungsstrukturen verbessert.

Das trägerübergreifende Pilotprojekt Hospizkultur und Palliative Care im Krankenhaus des Salzkammergut-Klinikums und der Barmherzigen Brüder wurde von Dr.in Christina Grebe und Priv.-Doz. Dr. Markus Hutterer vorgestellt. Durch die demografische Entwicklung, neue Krankheitsverläufe und -bilder sind Menschen länger krank und Therapiezielentscheidungen werden immer komplexer.

Die nachhaltige Integration von Basiswissen zu Hospiz und Palliative Care, der entsprechenden Haltung sowie Medizinethik in klinische Abläufe wird als wichtiger Fortschritt wahrgenommen.

Mut, Verbundenheit, Wert

Den emotionalen Schlusspunkt setzte Samuel Koch, seit einem Unfall bei „Wetten, dass…! vom Hals abwärts gelähmt, mit sehr persönlichen Reflexionen zum Thema „Was gibt uns Mut in schweren Zeiten?“ anhand seiner persönlichen Geschichte und mit Video-Ausschnitten einer Kafka-Inszenierung, in der er die Hauptrolle spielt.

Er hat erfahren, dass er anderen zwar nicht Mut machen kann, das müssten sie selbst tun. Aber ermutigen, im Sinn von – Angebote machen, Inspirationsfläche sein – könne er schon.

Seine eigene Kraftquelle ist die Begegnung, die Verbundenheit mit anderen Menschen. Auch Dankbarkeit spielt eine Rolle. Akzeptieren hat auch mit Loslassen zu tun. Zufrieden kann er sein, sich aber nicht zufrieden geben.

Bedeutend war die frühe Prägung. Schon, als er noch Kind war, koppelte sein Vater seinen Wert nicht an Leistung, sondern wertschätzte und liebte ihn für sein Sein statt für sein Tun. Für Samuel Koch gilt das bis heute: „Ich bin wertvoll, weil ich bin,“ sagt er, „nicht umsonst heißt Mensch auf Englisch „Human Being“ und nicht „Human Doing“.

In ihrem Schlusswort betonte Barbara Schwarz, Präsidentin von HOSPIZ ÖSTERREICH:
„Der heutige Tag zeigt: Hospizarbeit ist keine Randaufgabe des Gesundheitswesens. Sie ist eine Aufgabe der Gesellschaft. Es geht um Beziehung, Würde und Teilhabe – für alle Menschen, in allen Lebenslagen.“


*Dimitré Dinev wurde nur vier Tage später, am 10.11.2025 mit dem Österreichischen Buchpreis 2025 für sein 1150-seitiges Opus magnum über Gewalt und Unterdrückung, Liebe und Magie, Tod und Leben „Zeit der Mutigen“ ausgezeichnet. Wir gratulieren sehr herzlich!

Alle Fotos (c) HOSPIZ ÖSTERREICH/Andreas Maringer

D-A-CH Caring Community Kongress 2025

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Ort: Köln Datum: 3.–4. November 2025

Zu der zentralen Frage „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ fand Anfang November der erste D-A-CH Caring Community Kongress in Köln statt. Zwei intensive Tage voller Impulse, Austausch und Inspiration standen ganz im Zeichen einer sorgenden, solidarischen Gesellschaft.

Rund 250 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zusammen, um Erfahrungen, Modelle und Visionen rund um Caring Communities zu teilen.

In Implusvorträgen, Panels und Ideenwerkstätten wurde deutlich: Sorge braucht viele Hände – und sie gelingt am besten, wenn unterschiedliche Akteure zusammenwirken. Vertreter:innen aus Gesundheitswesen, Pflege, Hospizarbeit, Public Health, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zeigten auf, wie gemeinsames Handeln neue Wege des Miteinanders eröffnen kann.

Immer wieder wurde spürbar, wie eng die Ideen von Hospiz- und Palliativkultur mit dem Gedanken der Caring Community verbunden sind. Sorge am Lebensende, in Krankheit, Sterben, Tod und Trauer ist nicht allein eine Frage professioneller Versorgung – sie wurzelt auch im gemeinschaftlichen Handeln, in Mitgefühl, Zeit und Präsenz. Caring Communities tragen diesen Gedanken in Nachbarschaften, Organisationen und Lebenswelten hinein und erweitern damit den Blick auf das, was gute Sorge ausmacht.

Gleichzeitig wurde die besondere Kraft des rebellischen, kreativen Geistes der Caring-Community-Bewegung spürbar: Sie lebt von Experimentierfreude, von Menschen, die jenseits institutioneller Strukturen neue Wege der Solidarität suchen. Dieses Spannungsfeld zwischen professioneller Expertise und lebendiger Alltagskultur der Sorge ist kein Widerspruch – es ist ihr größtes Potenzial.

Die Vielfalt der präsentierten Projekte spiegelte dies eindrücklich wider: Von kommunalen Initiativen über betriebliche Sorgekulturen bis hin zu nachbarschaftlichen Netzwerken wurde sichtbar, wie Caring Communities konkret gelebt werden können. Themen wie „Mitfühlende Arbeitswelten“, „Digitalisierung und Sorgekultur“ oder „Teilhabe in Krisenzeiten“ regten zum Weiterdenken und Vernetzen an.

Begleitet durch visuelle Dokumentationen (Stichwort: graphic recording), offene Gesprächsräume und persönliche Begegnungen entstand eine Atmosphäre, die Mut machte, Caring Communities nicht nur zu diskutieren, sondern zu leben.

Der Kongress endete mit einem gemeinsamen Ausblick: Caring Communities sind kein fertiges Konzept, sondern eine Haltung – getragen von Mitgefühl, Verantwortung und dem Mut, Neues auszuprobieren.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Organisator:innen, Referent:innen und Teilnehmenden, die diesen ersten D-A-CH Kongress möglich gemacht haben. Der nächste Caring Community D-A-CH Kongress wird 2027 in Österreich stattfinden – mit dem Ziel, die entstandenen Verbindungen zu vertiefen und die Kultur des Miteinanders weiter zu stärken.

Babsi Loisch

„Hospiz und Palliative Care ist mehr…!“

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Unter diesem Titel fand am 31.10.2025 um 10:00 eine Pressekonferenz von HOSPIZ ÖSTERREICH und der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) in der Aula am Campus der Universität Wien (altes AKH) statt.

Die Präsidentinnen PD Dr. Gudrun Kreye, MBA (OPG) und Mag. Barbara Schwarz (HOSPIZ ÖSTERREICH) präsentierten der Öffentlichkeit die gemeinsame Stellungnahme der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) und HOSPIZ ÖSTERREICH zu Sterbeverfügungsgesetz und assistiertem Suizid sowie Neuigkeiten zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Hospiz- und Palliativversorgung.

Presseaussendung

OTS

Stellungnahme der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) und HOSPIZ ÖSTERREICH zu Sterbeverfügungsgesetz und assistiertem Suizid

Nützliche Links

 

Herzlichen Dank für die Unterstützung an das
Institut für Ethik und Recht in der Medizin

Waltraud Klasnic zum 80. Geburtstag

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Herzliche Gratulation an Waltraud Klasnic zum 80. Geburtstag
Ein Leben im Dienst an den Menschen

Am 27. Oktober 2025 feiert Waltraud Klasnic ihren 80. Geburtstag. Geboren in Graz, wuchs sie als Adoptivkind in bescheidenen Verhältnissen auf und erlebte bereits früh, wie wichtig es ist, für andere da zu sein und Lebenswege mitzugestalten – Grundlagen, die ihren späteren Einsatz in Gesellschaft, Politik und im Hospizbereich prägen sollten.

Ihr beruflicher Einstieg erfolgte im Einzelhandel, ab 1966 baute sie gemeinsam mit ihrem Ehemann ein Transportunternehmen auf. Politisch engagierte sie sich ab 1970 in der Österreichischen Frauenbewegung der ÖVP und übernahm sukzessive Verantwortung auf kommunaler, regionaler und schließlich Landesebene.

Von 1996 bis 2005 war Waltraud Klasnic Landeshauptmann der Steiermark – als erste Frau in Österreich überhaupt an der Spitze eines Landes – und damit wegweisend für politisches Engagement von Frauen. In dieser Funktion setzte sie wichtige Impulse – etwa im Bereich Infrastruktur, Pflegeausbildung und Krisenintervention nach dem Grubenunglück in Lassing 1998.

Über ihre politische Laufbahn hinaus gilt ihr Engagement vielen sozialen Themen: Von Pflege und Frauenbewegung über Wirtschaftsbund bis hin zur Opferschutzvertretung der katholischen Kirche – Waltraud Klasnic zeigt eine menschlich-politische Breite, die beeindruckt.

Für HOSPIZ ÖSTERREICH  war und ist Waltraud Klasnic eine prägende Persönlichkeit: Von Februar 2008 bis Juni 2022 leitete sie den Dachverband als Präsidentin und übergab dann den Vorsitz – seither ist sie Ehrenpräsidentin. Während ihrer Präsidentschaft gelang die wichtige Umsetzung des Hospiz- und Palliativfondsgesetzes, das den bundesweiten Ausbau von Hospiz- und Palliativversorgung gesetzlich regelte – ein Meilenstein. Waltraud Klasnic rückte die Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer in hochwertiger Begleitung, mit bestmöglicher Lebensqualität und in Würde bis zuletzt verstärkt in den gesellschaftlichen Fokus – mit Empathie, Konsequenz und Weitblick.

Als langjährige Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich hat Waltraud Klasnic die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Hospiz- und Palliativversorgung entscheidend geprägt. Ihr Engagement galt dabei stets den Menschen – den Schwerkranken, den Sterbenden und ihren Angehörigen ebenso wie jenen, die sie begleiten. Mit ihrer Fähigkeit, Brücken zu bauen und Menschen zusammenzuführen, hat sie Rahmenbedingungen geschaffen, die heute vielen zugutekommen.

Über ihre Arbeit im Hospizwesen hinaus steht Waltraud Klasnic für ein tiefes humanitäres Engagement, das weit über politische und gesellschaftliche Grenzen hinausreicht. Sie hat sich immer für die Würde des einzelnen Menschen eingesetzt – in schwierigen Zeiten, bei sensiblen Themen, mit Mut und großem Verantwortungsbewusstsein.

Im Namen aller Mitglieder und Wegbegleiter:innen des Dachverbands möchten wir Waltraud Klasnic würdigen und ihr von Herzen danken: Danke für Deinen unschätzbaren Beitrag, für Deinen unermüdlichen Einsatz, Deine Empathie, Deine Führungsstärke und Deine Menschlichkeit. Danke für Deine Bereitschaft, schwierige Themen anzupacken, und Deine Vision von einer Gesellschaft, in der jedes Leben bis zuletzt Respekt und Begleitung erfährt.

Wir gratulieren Dir sehr herzlich zum 80. Geburtstag und wünschen Dir Gesundheit, Freude, erfüllte Begegnungen und weiterhin viel Kraft und Inspiration. Dein Wirken bleibt uns Ansporn und Verpflichtung zugleich – im Dienst der Menschlichkeit.

Barbara Schwarz, Sonja Thalinger und das Team von HOSPIZ ÖSTERREICH

Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung – BAT

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Am 7.10.2025 fand ein österreichweites Fach- und Steuergruppentreffen mit allen Vertreter:innen der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung bei HOSPIZ ÖSTERREICH statt. Einige Kolleg:innen waren online mit dabei. Die Themen reichten von „Was macht Trauer mit Angehörigen von Menschen, die den assistierten Suizid in Anspruch genommen haben?“ bis hin zur Planung des nächsten Symposiums, das am 22. Oktober 2026 in St. Vigil, Salzburg stattfinden wird. Zudem gab es wie immer regen Austausch zu aktuellen Entwicklungen. Die Expert:innen arbeiten direkt mit trauernden Menschen in den Kontaktstellen Trauer in den Bundesländern oder bei Rainbows Österreich, bei der Österreichisch Buddhistischen Religionsgesellschaft, in den Diözesen oder in der Tiroler Hospizgemeinschaft. Die Bildungseinrichtungen wie St. Virgil oder das Kardinal König Haus bieten Aus-, Fort- und Weiterbildungen zum Thema an. Ein schönes Miteinander, das seit 2013 kontinuierlich wächst und sich weiterentwickelt.

Weitere Informationen zur BAT unter: https://www.trauerbegleiten.at/

Trainer:innenschulung HPC Mobil, 29.9. – 3.10.2025 in Wien

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15 Teilnehmende aus ganz Österreich fanden sich in Wien im Kolpinghaus ein, um sich als Trainer:innen ausbilden zu lassen. Anhand kreierter Figuren – ein:e Klient:in, ein:e Pflegeperson und ein:e Angehörige:r – wurden Themen von Schmerzbehandlung, Essen und Trinken am Lebensende bis hin zu Kommunikation und vorausschauender Planung bearbeitet. Das Besondere an diesen Schulungen ist, dass viel interaktiv erarbeitet wird, und das bereits vorhandene Fachwissen und die Kompetenzen der Teilnehmenden wesentlich zum Lernerfolg beitragen.

Die Trainer:innen werden später in ihren Organisationen der mobilen Pflege- und Betreuung zu Hause, ihre Kolleginnen und Kollegen zum Thema Hospizkultur und Palliative Care in der Grundversorgung im Rahmen von dreitägigen Workshops schulen.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle Karin Böck, die von Beginn an, im Jahr 2015 als Referent:in und Schulungsleiterin der Trainer:innenschulungen, neben Sonja Thalinger, mit an Bord war – ihre umfangreichen Erfahrungen und ihr Fachwissen, ihr persönliches Engagement und ihr Herzblut für die palliative Arbeit im mobilen Bereich sowie für die Ausbildung von Kolleg:innen war in jeder Begegnung spürbar  – wir wünschen ihr alles Gute für den Ruhestand!

Gefördert aus Mitteln des

Österreichweites Vernetzungstreffen HPC Mobil

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Wer bestimmt den richtigen Weg?“ – unter diesem Titel stand das diesjährige österreichweite Vernetzungstreffen der Bundesländer, die aktuell das Projekt HPC Mobil umsetzen, bzw. bereits umgesetzt haben. Bereits zum dritten Mal trafen sich, heuer erstmals in Wien, Vertreter:innen der landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen sowie Trägervertreter:innen um sich zur Hospiz- und Palliativarbeit im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause auszutauschen. Von 29.- 30. September widmeten sich die rund 20 Teilnehmenden Fragestellungen rund um die Sicherung von Nachhaltigkeit nach Projektende bis hin zu Finanzierungsfragen, die sich im Moment aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen als herausfordernd darstellen.

Der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Matthias Beck nahm sich mit seinem Thema „Wie gehen wir mit Selbstbestimmung am Lebensende um“ einer aktuell brisanten und emotional aufgeladenen Diskussion an, die bei vielen Teilnehmenden noch nachgeklungen ist.

Neben 10 Jahre erfolgreicher Projektumsetzung bei den drei Trägern Arbeiter Samariter Bund Wien, CS Caritas Socialis und der Caritas – herzliche Gratulation an dieser Stelle – gab es einen Bericht aus jedem Bundesland sowie einen Beitrag von HOSPIZ ÖSTERREICH zu den aktuellen Entwicklungen. Das nächste Vernetzungstreffen wurde bereits für Oktober 2026 in Tirol fixiert – das Netz spinnt sich weiter…

Gefördert aus Mitteln des

10 Jahre HPC mobil – Hospizkultur- und Palliative Care in der mobilen Pflege

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Seit zehn Jahren setzen die mobilen Dienste der Caritas der Erzdiözese Wien, des Arbeitersamariterbundes Wien und der CS Caritas Socialis gemeinsam mit dem Dachverband Hospiz Österreich wichtige Impulse für Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung. Im Jahr 2015 startete das Projekt „HPC mobil“ mit dem Ziel, diese Werte in den Teams zu verankern und die Versorgung von Menschen am Lebensende zu verbessern.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts im Jahr 2018 arbeiten die drei Organisationen weiterhin engagiert daran, die gesetzten Ziele nachhaltig zu sichern und auszubauen. Im Laufe der Jahre haben sich weitere Organisationen aus Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg der HPC mobil Community angeschlossen. Trotz der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Strukturen und Trägerziele sehen alle Beteiligten die Herausforderungen als Chance, voneinander zu lernen und gemeinsam die Hospiz- und Palliative Care in der mobilen Pflege voranzubringen.

Ein besonderes Highlight in diesem Jubiläumsjahr war das dritte Vernetzungstreffen der Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundesländern, das in Wien stattfand. Unter dem Motto „Wer bestimmt den richtigen Weg?“ regte Prof. Dr. Matthias Beck die Teilnehmer:innen zu einer tiefgehenden Reflexion an. Er stellte zentrale Fragen zum Umgang mit Fremdbestimmung und Selbstbestimmung – Fragen, die gerade in der Hospiz- und Palliativversorgung von großer Bedeutung sind. Wie können Menschen aus der Fremdbestimmung in die Selbstbestimmung gelangen? Was fördert und was hindert Eigenverantwortung? Und wie kann es gelingen, den Widerstand und die Auseinandersetzung als wertvolles Lebenselixier anzunehmen?

Die Erfolge von HPC mobil sind vielfältig: Neben dem Vorsorgedialog konnte auch die Vernetzung mit spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen deutlich verstärkt werden. Mit dem Angebot des Vorsorgedialogs trägt HPC mobil maßgeblich dazu bei, die Lebensqualität und Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase kontinuierlich zu verbessern.

Mit dem zehnjährigen Jubiläum blickt HPC mobil nicht nur auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, sondern richtet den Blick auch auf die Zukunft – auf eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit, den Ausbau der Hospizkultur und die nachhaltige Sicherung der Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung.