Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

Österreichweite Schulung zum VSD Vorsorgedialog® für Praktiker:innen

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22 Teilnehmende aus ganz Österreich widmeten sich am 12. April einen ganzen Tag lang dem Thema VSD Vorsorgedialog®. Unter der Leitung von Dr.in Annette Henry und Sonja Thalinger wurde das Instrument der vorausschauenden Planung, das nun seit vielen Jahren in Alten- und Pflegeheimen und jüngst nun auch in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause Anwendung findet, gemeinsam in all seiner Komplexität – im wahrsten Sinne des Wortes – zerpflückt. Die große Frage: „Was wünschen sich Menschen für ihr Lebensende?“, soll mit Hilfe des VSD beantwortet werden. Hierfür ist es wichtig, dass die Patient:innen und Bewohner:innen gemeinsam mit ihren An- und Zugehörigen, sowie den Mitarbeitenden der Pflege- und Betreuung und den betreuenden Ärzt:innen zusammen sitzen, und darüber sprechen. Die Ergebnisse werden strukturiert festgehalten und dokumentiert und sollen u.a. in Krisensituationen als Entscheidungshilfe dienen. Ziel der Schulung war es, Multiplikator:innen für das Thema auszubilden, die dann wiederum in den Einrichtungen ihre Kolleginnen und Kollegen zur Durchführung des VSD befähigen.

Danke an das BMSGPK für die wertvolle Unterstützung dieser österreichweiten Schulung!

 

 

 

Nähere Infos zum VSD unter:

https://www.hospiz.at/hospiz-palliative-care/hospiz-und-palliativecare-in-der-grundversorgung/vorsorgedialog/

https://www.hospiz.at/fachwelt/vorsorgedialog/

Symposium für ehrenamtlich Engagierte abGRENZEN versus Selbstfürsorge – für ein STARKES Ehrenamt

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Am 04.04.2024 fand das Symposium im Congress Centrum Villach zum Auftakt des 8. Österreichischen Interprofessionellen Palliativkongresses statt.

Barbara Schwarz (HOSPIZ ÖSTERREICH) und Heidi Stockenbojer (Kärntner Landesverband Hospiz) begrüßten 260 Ehrenamtliche aus ganz Österreich zu beginn mit ein paar beeindruckenden Fakten:
Derzeit sind 3431 Ehrenamtliche in 71 Hospizteams in Österreich tätig, 2022 haben sie 359.167 Stunden und davon 229.027 in der Begleitung geleistet. Das Ehrenamt in der Hospiz und Palliative Care ist vorwiegend weiblich und eine wesentliche, tragende Säule der Hospizarbeit.
Und zwar weil Ehrenamtliche Zeit haben, zuhören, absichtslos da sind, Raum geben, begleiten, um gemeinsam dem Leben auf der Spur zu bleiben, kleine Wünsche erfüllen, Freude schenken und damit insgesamt für Menschlichkeit und damit Lebensqualität sorgen.

Mit dem Hospiz- und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) die öffentliche Hand Verantwortung für Hospiz und Palliative Care in Österreich übernommen, aber für die Ehrenamtlichen hat sich nichts verändert, weil das, was sie tun, durch kein Gesetz finanziert werden kann. Es ist vielmehr so, dass die finanzierten Strukturen die Ehrenamtlichen brauchen. Hauptamtliche Strukturen können nur dann qualitätsvolle Betreuung und Begleitung leisten, wenn sie von Ehrenamtlichen dabei unterstützt werden.

Auch Rudolf Likar (1. Vizepräsident der Österreichische Palliativgesellschaft und Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Leiter der Interdisziplinären Schmerzambulanz, Zentrum für Palliativmedizin, Onkologie und Schmerztherapie am KLINIKUM Klagenfurt) bedankte sich bei den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und meinte dieses hospizliche Engagement wäre auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen nötig.

Sarah Katholnig, Vize-Bürgermeisterin von Villach äußerte ihre Hochachtung für die Arbeit der Ehrenamtlichen und meinte, die Politik müssen dafür sorgen, das Ehrenamt sichtbarer zu machen und mehr Menschen zu motivieren, auch ehrenamtlich tätig zu werden.

Hans Schönegger (Vertreter der Sparkassen Stiftung und Ehrenamtlicher Hospizbegleiter) berichtete von seiner Herkunft von Osttiroler Bergbauern, wo es üblich war, dass Menschen zu Hause betreut wurden und sterben konnten sowie vom gesellschaftspolitischen Auftrag der Sparkassen.

Auch Landesrätin Dr. Prettner, Gesundheitsreferentin Kärnten bedauerte die Entwicklung, dass früher Sterben etwas Normales, Selbstverständliches war und heute der Tod so aus Leben verdrängt ist, dass die meisten Erwachsenen noch nie einen Toten gesehen haben. Sie freute sich über die vielen beherzten Menschen und konstatierte, dass Kärnten im Bereich Hospiz- und Palliative Care gut aufgestellt sei aber einen weiteren Ausbau plane.

Den ersten Vortrag hielt DDDr. Karl Isak zum Thema „Gehirngerechte Kommunikation in der hospizlichen und palliativen Arbeit“ über die Bedeutung von Glück und Hoffnung in der Kommunikation.

Lob ist wie Opium und Worte lösen Emotionen aus. Was können wir bei denen, die wir betreuen, auslösen? Wir können Glück auslösen und die Neurotransmitter aktivieren, indem wir durch Erzählungen, Bilder, Geschichten die Produktion von Glückshormonen anregen. Endorphine sind körpereigene Schmerzmittel. Glückliche Menschen verspüren weniger Schmerzen. Das Bindungshormon Oxytocin reduziert die Angst haben, schärft Denken und Sinneswahrnehmung. Dopamin motiviert und Serotonin beruhigt. Das Wichtigste in der Kommunikation ist das Zuhören. Offene Fragen stellen, um schöne Erinnerungen zu aktivieren, erzeugt Glück.
Isak rief die Ehrenamtlichen auch dazu auf, für ihr eigenes Glück zu sorgen, denn nur wenn man selbst glücklich ist, kann man auch Glück vermitteln.

Nach der Pause erwarteten die Teilnehmer:innen auf den Plätzen ein Emaille-Häferl mit Sprüchen und darin eine Packung Nudeln. Wie das mit Selbstfürsorge zusammen hängt, beantworteten Dr.in Christine Fischer-Kienberger und Mag.a Marlies Wieser unter dem Titel: „Selbstfürsorge – Achtsamkeit im Ehrenamt – gut zu dir – gut zu mir!“ mit einer interaktiven Reise. Parallel zum Vortrag wurden die Inhalte mittels Graphic Recording zeichnerisch festgehalten, alle konnten das Entstehen des Bildes auf der Leinwand mitverfolgen.

„Weder Selbstaufgabe noch Egoismus sollen in der ehrenamtlichen Arbeit Platz haben.“, die Balance zwischen Geben und Nehmen ist essenziell, um langfristig gut und gesund als Ehrenamtliche:r aktiv zu sein. Die Lotosblume, deren Blätter Wasser und jeglichen Schmutz abweisen, war Metapher dafür, wie wichtig es ist, sich in herausfordernden Begleitungssituationen manchmal abzugrenzen, Emotionen, Worte und Bilder abperlen zu lassen, um achtsam mit sich selbst umzugehen. „Achtsamkeit kann trainiert werden, sie im Alltag zu integrieren ist wichtig.“ Das ist oft mit wenig Aufwand möglich, z.B. durch bewusstes Atmen.
Das Herzstück des Vortrags bildeten die acht Prinzipien der Achtsamkeit: Wertneutralität, Anfänger:innengeist, Geduld, Vertrauen, Akzeptanz, Teflon-Geist, Loslassen sowie Liebe & Mitgefühl.

Zusätzlich gilt Dankbarkeit als Königsdisziplin, es ist wissenschaftlich belegt, dass Personen, die dankbar sind, glücklicher und stressresistenter sind. Auch kreative Tätigkeit senkt den Cortisolspiegel (Stresshormon) im Blut wesentlich. Mit „Es muss nicht immer alles perfekt sein!“, endete der kurzweilige und spannende Vortrag der beiden Kärntnerinnen mit tosendem Applaus – zum Abschluss wurde bei den Ausgängen Kopien des Graphic Recordings als Erinnerung verschenkt.

 

 

 

Policy Brief zur Integration der Rehabilitation in Hospiz- und Palliativangebote

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Die WHO definiert Rehabilitation als eine Reihe von Interventionen zur Optimierung der Funktionsfähigkeit und zur Reduktion von Behinderungen bei Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Rehabilitation unterstützt durch eine Reihe von Maßnahmen Personen dabei, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, um eine optimale Funktionsfähigkeit im Alltag zu erreichen und zu erhalten.

Die WHO hat nun die Integration von Rehabilitation in Hospiz- und Palliativangebote als Best-Practice-Modell beschrieben. Mitglieder der Arbeitsgruppe der MTD-Berufe der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG) unter der Leitung von Rainer Simader (HOSPIZ ÖSTERREICH) haben den Policy Brief „Integration der Rehabilitation in Hospiz- und Palliativangebote“ auf Deutsch übersetzt. Er ist hier kostenlos verfügbar.

In dem Dokument wird evidenzbasiert dargestellt, warum es so essenziell ist, diesen sehr personen-zentrierten Ansatz auch am Lebensende umzusetzen und letztlich auch, warum eine wahre Multiprofessionalität und die Erweiterung der Kern-Palliativteams um therapeutische Berufe anzustreben ist. Passend dazu finden sich in den eben publizierten Qualitätskriterien für Hospiz und Palliative Care im Rahmen des Hospiz‐ und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) durch die Gesundheit Österreich Gmbh (GÖG) entsprechende Empfehlungen zur Personalausstattung.

Im übersetzten Policy Brief werden auch die häufigsten Hindernisse, warum oft nicht an Rehabilitation gedacht oder sie nicht umgesetzt wird, inklusive möglicher Lösungsansätze beschrieben. Auch gelungene Praxisbeispiele aus verschiedenen europäischen Ländern zeigen das Potenzial der Integration von Rehabilitation in Hospiz und Palliative Care auf.

Das Dokument vermittelt praxisnah, wie die Integration der Rehabilitation in Hospiz- und Palliativangebote Qualität, Zugänglichkeit, Wirksamkeit und Kosteneffizienz von Gesundheitsdienstleistungen für Menschen am Lebensende verbessern kann. Es bietet darüber hinaus konkrete, umsetzbare Informationen und Empfehlungen zur Unterstützung von Entscheidungsträger:innen und Führungskräften in Gesundheitssystemen.

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Policy Brief zur Integration der Rehabilitation in Hospiz- und Palliativangebote

GÖG veröffentlicht Qualitätskriterien für Hospiz und Palliative Care

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Lange haben wir auf die Veröffentlichung der Qualitätskriterien für Hospiz und Palliative Care im Rahmen des Hospiz‐ und Palliativfondsgesetz (HosPalFG) gewartet – hier nun zur Kundmachung durch die Gesundheit Österreich Gmbh (GÖG):

Entsprechend der einvernehmlichen Festlegung der Vereinbarungspartner Bund, Länder und Sozialversicherung im Beschlussgremium im Dezember 2023 dürfen wir Sie darüber informieren, dass die im Dezember 2022 beschlossenen Qualitätskriterien (gemäß § 6 HosPalFG) nunmehr auf der Website der GÖG veröffentlicht sind. Die Qualitätskriterien werden in zwei Dateien veröffentlicht:

  1. Qualitätskriterien für die HOS/PAL-Angebote im Erwachsenenbereich (Mobiles Palliativteam, Hospizteam, Palliativkonsiliardienst, Tageshospiz, Stationäres Hospiz)
  2. Qualitätskriterien für die HOS/PAL-Angebote im Bereich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (Mobiles Kinder-Palliativteam, Kinder-Hospizteam, Stationäres Kinder-Hospiz)

In den beiden Dateien ist die Struktur der dargestellten Inhalte ident.

Zusätzlich steht eine Präambel mit Inhalten betreffend die gesetzlichen Grundlagen, den Prozess der Erarbeitung und die Einordnung der HOS/PAL-Qualitätskriterien sowie ein Überblick über die veröffentlichten Inhalte zur Verfügung.

Alle in den Projektgruppen erarbeiteten Inhalte finden sich in der veröffentlichten Fassung der Qualitätskriterien. Weichen die von den Vereinbarungspartnern beschlossenen Mindest-Qualitätskriterien von den Empfehlungen der Projektgruppen ab, sind die Empfehlungen mit dem Vermerk empfohlen gesondert ausgewiesen.

Die Unterlagen sind hier zu finden: https://goeg.at/umsetzung_hospalfg

Wir hoffen sehr, dass damit die Umsetzung von Hospiz und Palliative Care in Österreich eine gute Grundlage hat und ein weiterer Schritt zur optimalen Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer An- und Zugehörigen gelungen ist. HOSPIZ ÖSTERREICH wird auch weiterhin alles daransetzen, dass jeder Mensch in Österreich, der Hospiz und Palliative Care braucht und möchte, diese auch in bestmöglicher Qualität erhält.
Danke für jeden gemeinsamen Schritt der Zusammenarbeit.

„Sterben ist das Allerletzte“

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so heißt eine neue Talkshow-Serie auf dem Youtube Kanal „Let’s learn about death“ mit Rainer Simader, der diese mit Christian Fichtner und seinem Team von Studio ungefiltert als ehrenamtliche Initiative entwickelt hat.

Es geht darum in Gesprächen mit interessanten Protagonist:innen, allen Menschen, die sich dafür interessieren, Themen des Lebensendes näherzubringen.

Die 1. Folge heißt: Ist meine Trauer noch normal? mit Kathrin Unterhofer, Leiterin der Kontaktstelle Trauer der Caritas Wien (auch BAT-Mitglied) und behandelt Fragen wie: Wann ist es sinnvoll, bei der Trauerbewältigung Hilfe in Anspruch zu nehmen, wann sogar notwendig? Was hat es mit dem Trauerjahr auf sich oder ist es normal, dass Trauer auch deutlich länger dauert? Wie verhält es sich mit dem „Loslassen“ eines verstorbenen, geliebten Menschen, einem Ratschlag den viele Trauernde erhalten? Und wie kann es gelingen, dem verstorbenen Menschen einen guten Platz im weiteren Leben zu geben?
Über diese und viele weitere Themen mehr spricht Kathrin Unterhofer mit Rainer Simader, dem Leiter des Bildungswesens von Hospiz Österreich. Kathrin Unterhofer leitet die Kontaktstelle Trauer der Caritas Wien. Sie und ihr Team begleiten Menschen, die aufgrund eines Todesfalles in ihrer Trauer Unterstützung suchen.

2. Folge: Tut sterben weh? mit Prof.in Eva Katharina Masel
Unerträgliche Schmerzen am Lebensende aushalten zu müssen, ist eine große Sorge vieler Menschen. Aber ist Leiden in dieser Lebensphase wirklich unausweichlich? Welche Antworten und Möglichkeiten liefert die moderne Palliativmedizin? Welche Rolle spielen Morphine bei einer medikamentösen Behandlung und welche weiteren Maßnahmen sind hilfreich. Eva Masel ist Professorin für Palliativmedizin und leitet die Palliativstation am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. In dieser Folge von „Sterben ist das Allerletzte“ spricht die Expertin mit Rainer Simader, dem Leiter des Bildungswesens von Hospiz Österreich, ausführlich über Schmerzen am Lebensende, liefert wichtige Hintergrundinformationen und hilft damit Ängste abzubauen.

3. Folge: Sprechen über das Unaussprechliche | Sterben ist das Allerletzte mit Claudia Altmann-Pospischek
„Sie haben eine durchschnittliche Überlebenszeit von zwei Jahren. Danke und auf Wiedersehen.“ – So bekommt Claudia Altmann-Pospischek ihre Diagnose serviert. Sie lebt der Vorhersage entgegen jedoch schon über zehn Jahre mit einer palliativen, metastasierten Brustkrebserkrankung und ist Brustkrebsaktivistin und Bloggerin. Im Gespräch mit Rainer Simader, dem Herausgeber des Fachmagazins „LEIDfaden“ und Leiter des Bildungsressorts bei HOSPIZ ÖSTERREICH, sie über gute Kommunikation in schlimmen Zeiten, warum Mut wichtig ist, was sie sich von ihren Begleiter:innen wünscht und welche Hilfen für sie als Betroffene besonders bedeutsam sind.

Alle 3 Wochen wird eine Folge veröffentlicht. HOSPIZ ÖSTERREICH ist als Netzwerkpartner mit an Bord.

YouTube-Kanal: Let’s learn about death
1. Folge: Ist meine Trauer noch normal | Sterben ist das Allerletzte
2. Folge: Tut sterben weh? | Sterben ist das Allerletzte
3. Folge: Sprechen über das Unaussprechliche | Sterben ist das Allerletzte

Wir nehmen Abschied von Jorgos Canacakis

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29.04.1935 in Kalamata – 17.03.2024 in Athen

Die österreichische Hospizbewegung gedenkt mit großer Wertschätzung Jorgos Canacakis, eines Pioniers und Meisters der Trauerbewältigung. Begegnungen mit ihm haben viele Menschen nachhaltig geprägt. Mit all seiner Kraft setzte er sich für trauernde Menschen ein und war für viele Menschen Lehrer, Freund und Helfer.

Jorgos Canacakis lebte in Griechenland, wirkte aber mit zahlreichen Vorträgen und Büchern auch in Österreich. In den von ihm gegründeten Trauerzentren und verschiedenen anderen Organisationen unterstützte er unzählige vom Thema Abschied, Tod und Trauer betroffene Menschen darin, im Prozess der Trauer und auf ihrer Suche nach Trost einen guten Weg zu finden. Seine Erfahrung verbunden mit dem tiefen Mitgefühl, das für ihn so bezeichnend war, wird uns fehlen.

Wir danken Jorgos für alles, was wir von ihm lernen durften. Er wird in unserer Erinnerung weiterleben.

Möge er in Frieden ruhen.

 

Parte: Akademie für Menschliche Begleitung AMB Deutschland / Dr. Jorgos Canacakis

Ehrenamtlichen-Symposium 2024 in Villach

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Symposium für ehrenamtlich Engagierte in Hospiz und Palliative Care 2024
„abGRENZEN versus Selbstfürsorge – für ein STARKES Ehrenamt!“

Donnerstag, 4.4.2024, 09:00 bis 18:30 Uhr
im Congress Center Villach

Am Vormittag findet das Ehrenamtlichen-Symposium 2024 organisiert vom Landesverband Kärnten und HOSPIZ ÖSTERREICH statt und am Nachmittag die gemeinsame Eröffnung des OPG-Kongresses mit einem Festvortrag von Pater Pausch und Tobias Moretti.
Im Anschluss rundet ein lockeres Get-Together mit kulinarischen und musikalischen Schmankerln den abwechslungsreichen Tag ab.

INFOS ZUR ANMELDUNG
Die verbindliche Anmeldung zum Symposium erfolgt, wenn Sie in einem Hospizteam tätig sind, über Ihre Hospiz-Landesorganisation.
Die anfallenden Kosten übernehmen HOSPIZ ÖSTERREICH und die OPG.

Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die nicht Mitglied eines österreichischen Landesverbandes sind, können sich hier zum Tarif von EUR 60,00 anmelden.

Anmeldeschluss: 28. Februar 2024 

Austrian Day im St Christopher’s Hospice London

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Internationaler Studientag am Freitag, 19.07.2024, ganztägig

Das St. Christopher’s Hospice London ist wohl die bekannteste Hospiz- und Palliativeinrichtung der Welt. 1967 wurde es von Dame Cicely Saunders gegründet und gilt nach wie vor als äußerst innovativ. Die enge Verbindung zum King’s College London und dem Cicely Saunders Institute International, die zu den führenden Forschungseinrichtungen zum Thema Palliative Care / End-of-Life-Care zählen, ermöglichen eine ideale wissenschaftsbasierte Versorgung und die Entwicklung von zukunftsweisenden Projekten.

Wir freuen uns sehr, Ihnen am 19. Juli 2024 einen „Austrian Day“ im St. Christopher‘s Hospice in London anbieten zu können.

Diese Veranstaltung ist für alle interessierten Fachpersonen buchbar. Studierende des Universitätslehrgangs Palliative Care – Level II erhalten besondere Vergünstigungen, da dieser Studientag als Wahlpflichtfach angeboten wird.

PROGRAMM

Herausforderungen und Lösungsansätze in der Palliative Care

Mitarbeiter:innen des St. Christopher’s Hospice stehen als Dozent:innen für die Teilnehmenden zur Verfügung. Expert:innen aus Österreich diskutieren mit den Teilnehmenden Transfermöglichkeiten in die eigene berufliche Praxis.

Themen:

  • Herausforderungen für die Hospiz- und Palliativlandschaft in England und Österreich
  • dauerhaft gültige Prinzipien, Chancen und neue Ansätze in der Hospiz und Palliative Care
  • Christopher’s Hospice:
    • Geschichte und Integration in der Region
    • aktuelle Angebote, deren Organisation und beteiligte Professionen
    • Diversität und Inklusion durch die Beteiligung der regionalen Bevölkerung
    • Führung durch das Hospiz
  • Reflexion, Diskussion und Ausblick: Bedeutung für die eigene Tätigkeit in Österreich

Anschließend informeller Austausch, Netzwerken und Ausklang im nahegelegenen Pub.

WISSENSWERTES

Sprache
Die Vortragssprache des Fachtags ist vorwiegend Englisch. Fragen der Teilnehmenden können auf Englisch übersetzt werden.

Beginn- und Endzeiten
Die genauen Beginn- und Endzeiten werden noch bekannt gegeben (voraussichtlich 9.30 – 16.00 Uhr; britische Zeit).

Ort
St Christophers Hospice / CARE Centre; 51-59 Lawrie Park Rd, London SE26 6DZ; Vereinigtes Königreich

Anreise und Übernachtung
Anreise und Übernachtung müssen von den Teilnehmenden selbst organisiert und bezahlt werden. Der nächstgelegene Flughafen ist London Gatwick. Die nächstgelegenen Hotels befinden sich in Beckenham und Bromley (siehe auch hier) Eine Anreise aus dem Zentrum Londons ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln ebenfalls gut möglich. Züge mit Halt in der Nähe von St. Christophers starten von Victoria Station und London Bridge Station (Fahrzeit ca. 30 Minuten)

Kosten
Normalpreis:                                                                      € 150,-
Für Studierende des ULG Palliative Care -Level II:   €  80,-
Der Beitrag inkludiert Mittagessen und Getränke.

Anmeldung
https://www.virgil.at/bildung/veranstaltung/ein-tag-im-st-christophers-hospice-london-24-1052/

Anmeldeschluss: 31. Mai 2024

Begrenzte Teilnehmer:innenzahl
Mindestteilnehmer:innenanzahl: 15
Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr.

Ansprechpartner: Rainer Simader, rainer.simader@hospiz.at

Universal Health Coverage Day 2023

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Die Weltgesundheitsorganisation hat den Tag der allgemeinen Gesundheitsversorgung (UHC-Tag) ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 12. Dezember begangen wird. Heuer steht er unter dem Motto „Gesundheit für alle: Zeit zu handeln“.

Ziel ist es, auf die Bedeutung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung, die für alle zugänglich ist, hinzuweisen.

Auch wenn seit dem Jahr 2000 der Ausbau der Gesundheitssysteme weltweit vorangetrieben wurde, ist die Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung für viele Menschen immer noch mit erheblichen, oft nicht stemmbaren Kosten verbunden. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben die Weiterentwicklung dieses Sektors in vielen Ländern gebremst.

Die WHO setzt sich weltweit für gleichberechtigten Zugang zu wesentlichen Gesundheitsdiensten ohne finanzielle Hürden ein.

In Österreich ist die gesetzliche Krankenversicherung für Erwerbstätige Pflicht, Mitversicherung für Angehörige ist möglich, Arbeitslose sind ebenfalls versichert. Offiziellen Schätzungen zufolge sind in Österreich etwa 27.000 Menschen nicht krankenversichert.

Mehr Infos

#Giving Tuesday am 28. November

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Anläßlich von 30 Jahren HOSPIZ ÖSTERREICH zeigen wir mit der Initiative 30 JAHRE – 30 TAGE dreißig Aktionen aus und in Österreich an 30 Tagen und damit die Vielfalt der Landschaft, der Thematik, des Engagements, der Wirkungsbereiche und des Angebots von Hospiz und Palliative Care.

HOSPIZ ÖSTERREICH, Dachverband von Palliativ- und Hospizeinrichtungen setzt sich seit 30 Jahren dafür ein, dass Hospiz und Palliative Care für alle Menschen, die sie brauchen, erreichbar, zugänglich und leistbar ist. Wir engagieren uns für unsere mehr als 390 Mitgliedsorganisationen, leisten Öffentlichkeits- und Informationsarbeit, Vernetzung, konzipieren und realisieren Projekte, sind in der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu Hospiz und Palliative Care aktiv, sowie in der Qualitätssicherung und Beratung. Die Finanzierung dieser Arbeit basiert zum Teil auf Projektförderungen, auf Kooperationen mit langjährigen Partnern und Sponsoren, sowie auf Spenden.

Wir danken allen Unterstützern und Spendern, dass sie untere Arbeit möglich machen!

 

Spendeninformation       

Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen gesucht!

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Der Dachverband HOSPIZ ÖSTERREICH sucht ehrenamtliche Mitarbeiter:innen !
Haben SIE Zeit und Lust, sich sinnstiftend für die Hospizbewegung zu engagieren?

Für folgende Aufgabenfelder brauchen wir Unterstützung:

Broschüren-Versand

  • Versand unserer Broschüren (Bestellungen zu Paketen verpacken, frankieren, für die Abholung durch die Post vorbereiten, Kuverts zum Briefkasten bringen)
  • Elektronische Aufarbeitung des Broschüren-Versands

Zeitausmaß: vierzehntägig 3-4 Stunden pro Woche, im Wechsel mit einer ehrenamtlichen Kollegin, bevorzugt zwischen 09.00 und 15.00 Uhr und regelmäßig.

Mitarbeit in der Kommunikation

  • Administration, Pflege von Listen, Verteilern, Bildarchiv, Ablage
  • Korrekturlesen
  • Bildbearbeitung &  Grafik
  • Website Befüllung (WordPress)
  • Social-Media-Content & -Betreuung

Zeitausmaß nach Absprache und Verfügbarkeit regelmäßig oder projektbasiert

Das sollten Sie mitbringen:

  • Zeit, Engagement, Zuverlässigkeit
  • für Broschüren-Versand: Freude und Interesse an Bürotätigkeit: Arbeiten am PC und Versand unserer diversen Broschüren, Basiskenntnisse MS Office (Excel, Word, Outlook) notwendig
  • für Mitarbeit in der Kommunikation: Kenntnisse in Bildbearbeitung, Grafik, WordPress und/oder Content-, Bild- & Texterstellung, Redaktion
  • Freude an der Zusammenarbeit in einem motivierten Team von Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben
  • Diskretion

Wir bieten:

  • Einschulung/Einführung in die diversen Tätigkeiten
  • Bereitstellung von PC und technischen Mitteln im Büro
  • Eingebundensein in ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen, die ein gutes Miteinander pflegen und auf gute Lebensqualität achten
  • Einblick in die österreichische Hospiz- und Palliativarbeit und Kontakte in die Bundesländer

Wenn Sie neugierig geworden sind, dann freuen wir uns auf ein Gespräch mit Ihnen.
Interessent:innen für den Broschüren-Versand melden sich bitte per Mail bei sonja.thalinger@hospiz.at
Interessent:innen für die Mitarbeit in der Kommunikation melden sich bitte per Mail bei catrin.neumueller@hospiz.at

13. ÖSTERREICHWEITES VERNETZUNGSTREFFEN

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Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Am 16. November 2023 fand das 13. österreichweite Vernetzungstreffen für Mitarbeiter:innen in der Versorgung von lebensverkürzend erkranken Kindern und Jugendlichen statt. Mehr als 60 Personen kamen auf Einladung von HOSPIZ ÖSTERREICH in das Bildungs- und Konferenzzentrum St. Virgil, um einen Tag lang aktuelle Themen zu diskutieren, Neuigkeiten auszutauschen und sich zu vernetzen. Mit Vertreter:innen aus den spezialisierten pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen, aus Entlastungsangeboten und der Grundversorgung und allen Bundesländern war die Versorgungslandschaft gut abgebildet.

Sonja Thalinger –Geschäftsführerin von HOSPIZ ÖSTERREICH – eröffnete das Treffen und moderierte durch diesen Tag.

Claudia Nemeth – Leiterin des Bereichs „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei HOSPIZ ÖSTERREICH“ – gab einen Rückblick über die Aktivitäten im Jahr 2023 und informierte über relevante Publikationen, Veranstaltungen und Weiterbildungen zum Fachbereich.

Die Fachthemen bei diesem Vernetzungstreffen waren Ableismus und Kinderschutz:

Ableismus steht für ungerechtfertigte Ungleichbehandlung („Diskriminierung“) von Menschen aufgrund einer körperlichen, kognitiven oder psychischen Behinderung. Das Wort Ableismus ist eine Zusammensetzung aus dem englischen to be „able“ und der Endung „-ismus“. Die Aussprache ist „Äi-be-lis-mus“. Der Austausch zeigte, wie gegenwärtig Ableismus auch in der pädiatrischen Hospiz- und Palliativarbeit ist, und bewirkte eine Sensibilisierung bei den Teilnehmer:innen für ableistisches Verhalten.

Eine aktuelle Fachbroschüre des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. gibt „einen umfassenden Einblick in das Thema Ableismus in der Kinder- und Jugendhospizarbeit und bietet Impulse für den weiteren Umgang mit ableistischen Strukturen sowie der Frage, was jede:r Einzelne gegen Ableismus tun kann“. Link zur Fachbroschüre: https://www.deutscher-kinderhospizverein.de/service/veroeffentlichungen/

Den Kinderschutzprozess von MOMO stellte Irmgard Hajszan-Libiseller – Leiterin Psychosoziales Team MOMO Kinderpalliativzentrum – vor und lud die Teilnehmer:innen zu Erfahrungsaustausch und Feedback ein. Die Erarbeitung einer Kinderschutzrichtlinie ist ein gemeinsamer Prozess (Partizipation!) der Auseinandersetzung mit einem komplexen und sensiblen Thema. Ein Kinderschutzprozess endet nicht mit dem Konzept oder einer Richtlinie, sondern geht in eine Schleife: Umsetzung der Kinderschutzmaßnahmen – Monitoring und Evaluation – Weiterentwicklung des Konzepts etc.

Der Austausch über Neuigkeiten in den Bundesländern und die Vernetzung der Teilnehmer:innen rundeten den lebendigen Tag ab.

Unser besonderer Dank gilt den Österreichischen Lotterien, mit deren Unterstützung diese Vernetzung über die Koordinationsstelle „Hospiz und Palliative Care für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ im Dachverband HOSPIZ ÖSTERREICH angeboten und gefördert werden kann.