Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

HIZ Hauskrankenpflege im Zentrum – Das Curriculum HPC Mobil geht ONLINE

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Das Projekt HiZ besteht in seinem Kern aus Maßnahmen zur Organisationsentwicklung und aus Fortbildung zum Thema Hospiz und Palliative Care (HPC) für 80% der Mitarbeiter*innen der Trägerorganisation. Doch was tun, wenn es nach dem Curriculum ausgebildete Trainer*innen in der Organisation gibt, doch pandemiebedingt über einen sehr langen Projektzeitraum Präsenz-Workshops nicht möglich sind?

Flexibilität und Kreativität haben gesiegt, und so wurde für das Curriculum HPC Mobil mit viel Ideenreichtum und technischem Knowhow, in dem es um Erfahren, Spüren, Nachempfinden, Zuhören, insgesamt um die Vermittlung einer hospizlichen Haltung gegenüber sterbenden Menschen geht, eine Online-Schulung für bereits ausgebildete Trainer*innen HPC Mobil entwickelt. In dieser Aufschulung lernten die Trainer*innen HPC Mobil in Zukunft ihre Workshops, wenn erforderlich, auch online abhalten zu können. Im Vorfeld der Schulung konnten alle teilnehmenden Trainer*innen mit Maria Eibel, Hospiz Österreich, sämtliche online-tools und deren Funktionen ausprobieren.

12 Trainer*innen stellten sich Anfang Juli 2021 in einer zweitägigen online-Schulung dieser Herausforderung. Unter der Leitung von Sonja Thalinger, Karin Böck und Maria Eibel wurden die Teilnehmenden in die virtuelle Welt eingeführt, immer fokussiert auf die Vermittlung von Hospiz und Palliative Care. Es gab Übungen in Kleingruppen, im „online-Plenum“ wurden Flip-Charts sowie diverse Abfragen und Wortwolken erstellt. Die Figuren von Patient*innen, Pflegepersonen und Angehörigen wurden in Power-Point-Präsentationen kreiert. Vorab erhielten die Teilnehmenden per Post Päckchen mit diversen Materialien, um nicht auf das Spüren, Nachempfinden und Fühlen verzichten zu müssen. Die Trainer*innen konnten erfahren welche Möglichkeiten es gibt, ihren Kolleg*innen Inhalte zu HPC online näherzubringen. Die Grenzen der online-Lehr- und Lernmethoden im Zusammenhang mit diesem fordernden Thema wurden ebenso spürbar, aufgezeigt und ausgesprochen. Es war ein gemeinsames Lernen von – und miteinander. Der online-Workshop zeigte einmal mehr, wie flexibel, offen und kreativ die Mitarbeiter*innen der Pflege und Betreuung in diesen außerordentlichen Zeiten agieren. Mit großer Bereitschaft haben sie sich wieder einmal auf Neues eingelassen.

Abgeschlossen wurde der online-Workshop durch die Überreichung der Teilnahme-Zertifikate und, wie könnte es anders sein, mittels eines online-Feedback-Bogens.

In der Folge werden die ersten online-WS von den ausgebildeten Trainer*innen in den eigenen Organisationen im September 2021 durchgeführt – Hospiz Österreich ist gespannt auf die Rückmeldungen, diese werden bei einem Reflexionstreffen im November eingeholt, bei Bedarf wird das online-Curriculum weiter adaptiert.

© Foto Hospiz Österreich

 

Frau Rosa: wie eine Figur auf Papier begeistern kann.

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Multiplikatoren*innen-Schulung für Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen (HPCPH) im Juni 2021

Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegheimen (HPCPH) sollte Standard sein. Knapp 200 österreichische Einrichtungen haben diesen schon implementiert.

Im Rahmen dieses Organisationsentwicklungsprozesses werden Mitarbeiter*innen der Einrichtungen auch fortgebildet – und zwar quer durch alle Berufsgruppen und Rollen. Es lernen alle gemeinsam: leitende Mitarbeiter*innen, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Pflegefachassistent*innen, Ärzte*innen, Therapeut*innen, Haustechniker*innen, Reinigungskräfte, Verwaltungsangestellte, Küchenpersonal in einem Workshop.

Diese Workshops werden von HPCPH-Multiplikator*innen durchgeführt. Hier erhalten Sie einen Eindruck, wie diese ausgebildet werden und wie dann die Workshops in den Heimen durchgeführt werden:

Es ist Montag, 9.00 Uhr. Ein Seminarraum voller Menschen und Materialien. Papier, Stoffe, Modeschmuck, Stifte, Klebstoff. Die Teilnehmer*innen werden in drei Gruppen geteilt und gebeten, eine fiktive Person zu entwickeln. Eine Gruppe kreiert eine*n „typische*n“ Bewohner*in eines Pflegeheimes, die zweite Gruppe eine*n „typische*n“ Angehörige*n und die dritte Gruppe eine*n „typische*n“ Krankenpfleger*in.  Obwohl sich die Teilnehmenden kaum kennen und aus den unterschiedlichen Berufen kommen, entsteht in diesem kreativen Prozess ein intensiver Austausch über Bewohner*innen, Angehörige und Berufsgruppen. Es werden häufige Herausforderungen diskutiert, Biografien entwickelt und aus all diesen Materialien entstehen Figuren, mit denen sich die Teilnehmenden in kürzester Zeit identifizieren. Frau Rosa, ihre Tochter Elisabeth und Schwester Sonja – jede mit ihren Bedürfnissen, Sorgen, Ängsten und individueller Geschichte zum Thema Alter und  Lebensende.

Die Storyline-Methode

Eine Woche lang begleiten die Teilnehmenden der Multiplikatoren*innen-Schulung diese drei Figuren – vom Tag des Einzugs in das Altersheim bis zum Sterben von Frau Rosa. Die Teilnehmenden reflektieren gemeinsam, was es für alte Menschen bedeuten kann, ein letztes Mal umzuziehen, wie vorausschauende Planung gemeinsam mit der Tochter (VSD Vorsorgedialog®) gelingen kann, was Menschen mit Demenz von allen Mitarbeitern*innen eines Altersheims brauchen und, dass es für Heimbewohner*innen sehr wichtig sein kann, auch die Themen Tod und Sterben in das Leben zu integrieren. Zudem geht es auch darum, wie Mitarbeiter*innen selbst gesund bleiben können.  Durch die einfühlsame, aufmerksame und lebendige Moderation zweier Kursleiter*innen und die Möglichkeit, die eigene Arbeit und die persönlichen Einstellungen zu Themen des Lebens(endes) zu reflektieren, entsteht neben einer tiefen Verbundenheit zu den Figuren (und damit auch zu all jenen Menschen, für die wir im realen Leben verantwortlich sind) sehr gutes Basiswissen zu Hospiz und Palliative Care in der Geriatrie.

Es geht um die Lebensqualität in der letzten Lebensphase von hochbetagten Menschen

Diese Fortbildung und auch die Workshops in den Heimen setzen nah an den Lebenswirklichkeiten der Heimbewohner*innen, der Angehörigen und der Mitarbeiter*innen an und sind deswegen unmittelbar erleb-, spür-, und anwendbar. Teilnehmer*innen erhalten Wissen, erwerben Fertigkeiten und reflektieren, welche Haltung für die Begleitung von hochbetagten Menschen hilfreich und notwendig ist.

4. österreichweites Arbeitstreffen Hauskrankenpflege im Zentrum (HiZ)

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Viel gearbeitet wurde beim 4. österreichweiten Arbeitstreffen Hauskrankenpflege im Zentrum (HiZ), das von 7.-8. Juni 2021 zur großen Freude aller in PRÄSENZ in Wien stattfinden konnte.

Die Verantwortlichen aus den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg, die Vertretungspersonen der Träger und Krankenpflegevereine, Hospiz Österreich, Prof. Dr. Grossmann als Organisationsentwicklungsberater und das Kompetenzzentrum der WU Wien, das die Evaluierung durchführt, haben intensiv kooperiert und sich vernetzt. Wissen und Knowhow wurden vertieft und weiter entwickelt im Sinne der jeweiligen Projektumsetzung im Bundesland.
Es ging unter anderem um
• zentrale Projektereignisse seit November 2020
• die konkrete Projektstruktur in jedem Bundesland
• bundeslandspezifische Organisationsberatung zu aktuell herausfordernden Themen im Projekt
• die Möglichkeit, sich in Projektmaßnahmen von anderen zu vertiefen.

Die Einführung in den VSD Vorsorgedialog® in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause gelang durch den Austausch mit zwei Wiener Kolleg*innen aus HPC Mobil Wien (Susanne Csengel, PDL Caritas der ED Wien, und Mag. Tomasz Tobolski, Palliativbeauftragter Volkshilfe Wien) besonders praxisnah.

Weitere wichtige Themen waren die Evaluierung und die HPC Mobil – Online Workshops für Trainer*innen, die es erstmals geben wird.

Vieles ist über Zoom möglich, doch das Arbeiten in Präsenz hat es uns allen erlaubt, in einen wesentlich intensiveren Arbeitsprozess zu gehen. Einige Bilder aus den Bundesländerteams vermitteln die Freude am Tun und an der Umsetzung dieser wichtigen Themen.

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Preisträgerinnen Hildegard Teuschl Preis

Hospiz und Palliative Care: Leidenschaft trifft Wissenschaft. Verleihung Hildegard Teuschl Preis

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Preisträgerinnen Hildegard Teuschl Preis

Am 3. März 2021 verlieh der Universitätslehrgang Palliative Care (Kooperation von Paracelsus Medizinischer Privatuniversität, Dachverband Hospiz Österreich und St. Virgil Salzburg) in einer feierlichen Online-Veranstaltung den Hildegard Teuschl Preis. Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten und innovative Projekte im Kontext Hospiz und Palliative Care aus.

Die Jury, die 2020 aus Dr. Karl Bitschnau (Hospiz Vorarlberg), Prof. Dr. Johannes Meran (Krankenhaus der Barmherzigen Brüder/Wien), Dr. Patrick Schuchter (Kardinal König Haus) und Mag.a Sr. Karin Weiler CS (Bereichsleitung Sozial Pastorale Dienste, Werte und Ehrenamt der Caritas Socialis) bestand, wählte aus den 22 Einreichungen folgende Gewinner*innen:

  1. Preis 

Den 1. Preis nahm Mag.a Christine Hintermayer stellvertretend für die vier Organisationen Arbeiter Samariterbund Wien, Caritas der Erzdiözese Wien, CS Caritas Socialis und Volkshilfe Wien für das Projekt „Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung (HPC Mobil) wirkt weiter“ entgegen.

Ausgezeichnet wurde die trägerübergreifende Nachhaltigkeitsgruppe. Sie hat es sich mit großer Leidenschaft zur Aufgabe gemacht, auch nach dem Ende des vom Dachverband Hospiz Österreich initiierten und geleiteten Projekts trägerübergreifend die Zusammenarbeit der Palliativbeauftragten und der HPC-Mobil-Trainer*innen zu fördern, die Vernetzung mit Hausärzt*innen, Entlassungsmanagement, spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen voranzutreiben und die Inhalte von HPC Mobil weiter zu geben. Die Ergebnisse aus der Evaluierungsstudie des Projektes HPC Mobil, durchgeführt vom NPO Institut der WU Wien, zeigen, dass die Mitarbeiter*innen jetzt mehr Wünsche und Bedürfnisse der Kund*innen erfassen, Beobachtungen mehr dokumentieren und so in Folge besser einschätzen können, wann bei Kund*innen das Sterben absehbar ist.

Ein Interview mit den Preisträger*innen gibt einen vertieften Einblick in das Projekt.

  1. Preis

Der 2. Preis ging an die Palliativmedizinerin Dr.in Renate Riesinger, MSc für ihre Masterarbeit im Rahmen des Universitätslehrgangs Palliative Care „Schwerer ischämischer Schlaganfall – Herausforderungen für Zugehörige und Behandlungsteams“.

In ihrer Masterarbeit beschreibt Dr.in Renate Riesinger, Palliativmedizinerin am Krankenhaus Ried im Innkreis, Kompetenzen, die Teammitglieder von Stroke Units (Abteilungen, die Patient*innen mit akuten Schlaganfällen betreuen) brauchen, um mit Themen des Lebensendes adäquat umgehen zu können. Dies sind z.B. Wissen und Strategien, um Therapiezieländerungen und Entscheidungen über Therapien am Lebensende ohne ethische oder rechtliche Bedenken treffen zu können. Eine enge Zusammenarbeit mit palliativmedizinischen Einrichtungen kann hier hilfreich sein, um Behandlungsteams sowie Zugehörige in Kommunikation und Entscheidungsfindung zu unterstützen, aber auch, um Menschen mit schwerem Schlaganfall angemessen zu betreuen.

  1. Preis

Sabine Walzer von der CS Caritas Socialis Wien erhielt für das Projekt „Leuchtturm, ein Projekt, das die beiden Kernthemenfelder ‚Demenz‘ und ‚Palliative Care‘ verbindet“, den 3. Preis.

Mit dem abgeschlossenen Projekt Leuchtturm der CS Caritas Socialis in Wien werden die beiden Kernthemenfelder ‚Demenz‘ und ‚Palliative Care‘ verbunden, da bei einer sehr großen Kund*innengruppe beides relevant ist.

Das Palliative Care Knowhow der Pflegepersonen ist durch die HPC – Projekte bereits gut etabliert, das Wissen über Demenz wird laufend gefördert und gefestigt. Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Verständnis der verschiedenen Berufsgruppen füreinander – inklusive der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen – hat sich gut gestaltet. Die Ziele des Projektes waren

  • Stärkung der vorausschauenden Planung bei Menschen mit Demenz
  • Bessere Einbindung von Angehörigen insbesondere in den letzten Lebenswochen
  • Verbesserung der Lebensqualität insbesondere bei herausforderndem Verhalten
  • Raschere Adaption der Medikation und bessere Berücksichtigung einer eventuellen Schmerzsituation
  • Ausbau der Kapazitäten Psychologie, Gerontopsychiatrie
  • Schaffung von Austauschmöglichkeiten zwischen Palliativmediziner*innen, Psychologinnen, Gerontopsychiater*in und den Teams

Leena Pelttari, Geschäftsführerin des Dachverbandes Hospiz Österreich und Vorsitzende des Steuerungsgremiums für den Universitätslehrgang Palliative Care, betonte die Wichtigkeit der Bildungsarbeit als Qualitätssicherung: „Bisher haben knapp 5.000 Mitarbeiter*innen den Interprofessionellen Palliativbasislehrgang absolviert und fast 200 sind bereits Master of Science im multiprofessionellen und international anerkannten Universitätslehrgang Palliative Care. Europaweit gesehen sind wir hier im Spitzenfeld.“

Die Laudatio hielt Sr. Karin Weiler CS, Bereichsleitung Sozial Pastorale Dienste, Werte und Ehrenamt der Caritas Socialis. Sie erinnerte an Hildegard Teuschl und wie sehr die vorgestellten Projekte mit ihren innovativen, fachübergreifenden und den Menschen zugewandten Aspekten den Geist der Hospizpionierin verkörpern, die Namensgeberin des Preises ist.

Studiengangsleiterin Doris Schlömmer informierte zu Neuigkeiten im Universitätslehrgang Palliative Care, wie die erfolgte Re-Akkreditierung und den innovativen Alumni Club.

Waltraud Klasnic, Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz Österreich, schloss die Preisverleihung ab, mit viel Wertschätzung für die Leidenschaft und die Liebe zu den anvertrauten Menschen, die bei den Preisträger*innen sichtbar wird.

Die Stifterin des Preises, Maja Dornier, selbst auch Absolventin des Unilehrgangs, war ebenfalls anwesend und drückte ihre Begeisterung über die ausgezeichneten Projekte aus.

Rainer Simader, Bereichsleiter Bildung im Dachverband Hospiz Österreich, moderierte gekonnt durch den Abend. Gunter Graf, Studienleiter St. Virgil, übernahm den technischen Support.

Wir freuen uns über diese Leidenschaft, Kompetenz und Innovationen und gratulieren ganz herzlich!

Hintergrundinfo:

Der Hildegard Teuschl Preis erinnert an Mag.a Sr. Hildegard Teuschl CS (1937-2009), eine Pionierin der österreichischen Hospiz- und Palliativbewegung und Begründerin des Dachverbandes Hospiz Österreich.

Fotos: Copyright bei Doris Schlömmer
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Hildegard Teuschl Preis 2020: 1. Preis geht an HPC Mobil Nachhaltigkeitsgruppe – Interview

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Die HPC Mobil Nachhaltigkeitsgruppe in Wien erhielt den 1. Preis beim Hildegard Teuschl Preis 2020.  Die feierliche Verleihung fand via Zoom am 3. März 2021 statt. Wir haben die Mitglieder dieser Gruppe gebeten, uns genauer zu erklären, was die Nachhaltigkeitsgruppe HPC Mobil* ist und was sie damit erreichen wollen.

Frau Hintermayer, Sie sind in der Caritas Socialis im Bereich der Mobilen Pflege und Betreuung tätig und zugleich Mitglied der Nachhaltigkeitsgruppe HPC Mobil. Was bedeutet „Nachhaltigkeitsgruppe HPC Mobil“ und was ist deren Ziel?

Um ein Projekt dieser Größenordnung, wie es HPC Mobil war, auf Dauer zu sichern, braucht es in den Organisationen engagierte Mitarbeiter*innen, Verantwortliche und Strukturen. Wir Projektverantwortliche innerhalb unserer Organisationen haben daher eine trägerübergreifende HPC Nachhaltigkeitsgruppe gegründet. Die Palliativbeauftragten in jedem Träger halten das Thema „Hospizkultur und Palliative Care“ aktuell und lebendig, die Mitarbeiter*innen der Palliativgruppe unterstützen sie dabei und die Trainer*innen stellen bei den Workshops sicher, dass alle neue Mitarbeiter*innen mit den Zielen von HPC Mobil vertraut sind. In der Nachhaltigkeitsgruppe von HPC Mobil wollen wir einerseits HPC Mobil Aufgaben in den Organisationen weiter miteinander abstimmen und andererseits uns mit anderen Einrichtungen vernetzen wie den Entlassungsmanager*innen, Notärzt*innen, niedergelassenen Ärzt*innen und den spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Als die wichtigste Aufgabe der Nachhaltigkeit sehe ich, dass unsere Vorgesetzten weiter an den Nutzen von HPC Mobil für Klient*innen und Mitarbeiter*innen in der mobilen Pflege und Betreuung glauben und uns unterstützen und die Weiterentwicklung entsprechend fördern.

Frau Freitag (Projektverantwortliche Arbeiter Samariter Bund Wien), wie stellen die vier Anbieter von Mobiler Pflege und Betreuung zu Hause aus dem Projekt HPC Mobil sicher, dass innerhalb der einzelnen Organisationen das Thema Hospizkultur und Palliative Care lebendig bleibt?

Wir versuchen, die HPC-Workshops weiterzuführen, um die Durchschulungsrate von 80% zu erhalten. Das ist durch die COVID-19 Maßnahmen nun unterbrochen, wir werden es aber wieder aufnehmen, sobald es möglich ist.

Es findet ein Austausch der Palliativbeauftragten untereinander statt und es wird Zeit für die Arbeit als Palliativbeauftragte*r vorgesehen.

Die Palliativgruppe in den einzelnen Trägern trifft sich regelmäßig.

Wir haben in unserer Einrichtung auch einen eigenen HPC-Newsletter an alle Mitarbeiter*innen gestartet.

Wir haben eine Kultur des Gedenkens an verstorbene Klient*innen entwickelt (in der Teamsitzung, Gedenkbuch, Trauerfeier).

Wir laden die Mitarbeiter*innen, die den HPC-Workshop schon vor einiger Zeit besucht haben, zu sogenannten HPC Mobil Refresher-Treffen ein und stellen damit sicher, dass die Inhalte von HPC Mobil nachhaltig präsent bleiben.

Frau Csengel (Projektverantwortliche Mobile Pflege und Betreuung der Caritas der Erzdiözese Wien), wir haben gehört, dass es auch trägerübergreifende Maßnahmen gibt. Welche sind das?

Mit Abschluss des Projektes 2018 haben die vier Trägerorganisationen entschieden, ihre im Projektzeitraum entstandene intensive Zusammenarbeit weiter zu pflegen. Vier Mal im Jahr treffen einander nun die Trägervertreter*innen der HPC Mobil Organisationen in Wien in der „Nachhaltigkeitsgruppe“ mit dem Ziel, HPC Mobil nachhaltig in den Organisationen zu sichern und weiter zu entwickeln.

Um die Palliativbeauftragten in den HPC Mobil Organisationen zu fördern und zu begleiten, organisiert die Nachhaltigkeitsgruppe zwei Mal im Jahr Treffen zur Bearbeitung aktueller Themen und zur Vernetzung. Die Nachhaltigkeitsgruppe sieht es auch als ihren Auftrag, die Trainer*innen von HPC Mobil in den Organisationen mit Fortbildungen und Vernetzungstreffen weiter zu fördern.

Mit all diesen Maßnahmen will die Nachhaltigkeitsgruppe gewährleisten, dass die Organisationen die Indikatoren zur Strukturqualität von HPC Mobil trotz vielfältiger anderer Herausforderungen in der mobilen Betreuung und Pflege weiter erfüllen können.

Herr Tobolski (Palliativbeauftragter Volkshilfe Wien), Mitarbeiter*innen in der Mobilen Pflege und Betreuung zu Hause haben im Projekt festgehalten, wie wichtig es ist, mit den Versorgungsschnittstellen in gutem Kontakt zu bleiben. Wie machen Sie das nun nach Projektende?

Von Anfang an waren wir fest überzeugt, dass für eine effiziente Betreuung der Palliativkund*innen im ambulanten Setting eine gut funktionierende Vernetzung aller mitbetreuenden Personen und Organisationen unabdingbar ist. Deshalb suchen wir aktiv nach Kontaktmöglichkeiten mit den „Mitplayern“ – wir arbeiten an der Vernetzung mit den Allgemeinmediziner*innen, nehmen an Bezirksärzt*innentreffen teil bzw. laden die Bezirksärzt*innen zu ihrem Treffen in unsere Einrichtungen ein.

Ebenso wichtig ist für uns die Vernetzung mit den Entlassungsmanager*innen in den Wiener Krankenhäusern. Nach Projektende wurden bisher in regelmäßigen Abständen in unseren Einrichtungen zwei Vernetzungstreffen mit den Entlassungsmanager*innen organisiert, weitere sind geplant.

Die Zusammenarbeit mit den spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen ist ein Ausdruck unseres gemeinsamen Bestrebens, unseren Kund*innen eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Wir sind bemüht, dass sowohl unsere Mitarbeiter*innen als auch die Führungskräfte regelmäßig über verschiedene Angebote der spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen informiert werden (Vertreter*innen der Mobilen Palliativteams nehmen an unseren Fortbildungsangeboten teil, es werden Exkursionen in die spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Mitarbeiter*innen organisiert).

Eine Frage an Sie alle: Wie wirkt sich das Nachhaltigkeitsprojekt und das, was Sie durch das Projekt HPC Mobil erreicht haben, nun auf die herausfordernde Situation mit COVID-19 aus?

COVID-19 fordert von uns neue Wege der Information und Kommunikation. Für HPC Mobil heißt das, dass wir Wege suchen müssen, in Zeiten von weniger Druck und Anspannung uns zu den Themen von HPC Mobil weiter auszutauschen. In den letzten Monaten konnten wir trotz Planung wenig umsetzen. Eine Herausforderung wird es ebenso sein, bei einer Beruhigung der Situation unsere HPC Mobil Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Wir haben gleichzeitig festgestellt, dass HPC Mobil uns in Krisensituationen unterstützt. Wir stellten uns die Frage, was wir nun in der Organisation und unseren Abläufen ändern müssen, um bestmöglich unsere Mitarbeiter*innen und die Kund*innen zu schützen und diese zugleich bestmöglich zu versorgen. Die aufmerksamere Beobachtung von Kund*innen ist ein wichtiger Punkt am Lebensende und besonders auch in COVID-19 Zeiten. Die Offenheit, auf die Bedürfnisse/Wünsche der Kund*innen einzugehen, als viele außer mit Betreuungspersonen kaum andere soziale Kontakte hatten, konnte den Kund*innen sicher die schwierige Zeit erleichtern.

Es ist beeindruckend, wie viel Engagement Sie in das eigenständige lebendige Weiterführen des Projekts HPC Mobil gelegt haben. Dieses Engagement hat zu Recht dem ersten Platz beim Hildegard Teuschl Preis erhalten.

Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung für unsere vier Organisationen von HPC Mobil (Arbeiter Samariter Bund Wien, Caritas der ED Wien, CS Caritas Socialis, Volkshilfe Wien). Trotz aller Unterschiede in Strukturen und Organisationskulturen schaffen wir es, weiter gemeinsam an unserem großen Ziel zu arbeiten, Menschen zu Hause bis zu ihrem Lebensende pflegen und betreuen zu können.

Wir danken herzlich für dieses Gespräch und gratulieren von ganzem Herzen zu diesem beeindruckenden Projekt!

Hinweisen möchten wir noch auf das Folgeprojekt „HiZ – Hauskrankenpflege im Zentrum“, das 2019 in Vorarlberg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten mit 22 Trägern und 66 Krankenpflegevereinen unter der Leitung von Hospiz Österreich startete und in jedem Bundesland ein eigenes angepasstes Pilotprojekt zum Thema ermöglicht. Bei jedem österreichweiten Arbeitstreffen von HiZ waren Kolleg*innen aus HPC Mobil mit dabei, um ihre Expertise einzubringen. Hier gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit. Mehr zu HiZ unter https://www.hospiz.at/hauskrankenpflege-im-zentrum-hiz/  und  HIZ ein Projekt gibt nicht auf 

* Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause – HPC Mobil war ein dreijähriges Projekt (2015-2018) des Dachverbandes Hospiz Österreich mit vier Wiener Anbietern von Mobiler Pflege und Betreuung zu Hause. Ziel war die Integration von Hospizkultur und Palliative Care, um die Mitarbeiter*innen in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen zu unterstützen, damit ein Sterben zu Hause für alle, die es wünschen, möglich gemacht wird. Mehr dazu unter http://hpc-mobil.hospiz.at/.

Hauskrankenpflege im Zentrum – HiZ Ein Projekt, das seinen Weg geht, trotz Covid-19

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Was ist HiZ?

HiZ ist ein österreichweites Projekt von Hospiz Österreich gemeinsam mit den für das Projekt Verantwortlichen aus den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg. Das sind die landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisationen, in Vorarlberg dazu noch Connexia, Gesellschaft für Gesundheit und Pflege und der Landesverband Hauskrankenpflege, und die 21 Träger und die Krankenpflegevereine aus Vorarlberg. HiZ hat am 01.01.2019 begonnen und geht bis 31.12.2022. Die Bundesländer Tirol, Salzburg und Burgenland sind als Beobachter*innen vertreten. Das Ziel des Projektes ist es, über Maßnahmen der Organisationsentwicklung und Fortbildung die Mitarbeitenden der Hauskrankenpflege/Mobile Betreuung und Pflege in ihrer Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit zentralen Stakeholdern in der Betreuung (Allgemeinmediziner*innen, spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung, Rettung, Apotheken, …) zu verbessern. Durch das Projekt ‚Hauskrankenpflege im Zentrum – HiZ‘ soll der Wunsch der Menschen, zu Hause betreut zu werden und auch zu Hause versterben zu können, stärker als bisher Realität werden.

Wie arbeitet HiZ?

Im Projekt HiZ arbeiten die 21 Träger und die Krankenpflegevereine aus Vorarlberg gemeinsam mit den Projektverantwortlichen aus den teilnehmenden Bundesländern in einem übergeordneten, österreichweiten Netzwerk zusammen. In diesen Netzwerktreffen erarbeiten sie mit der Begleitung von Hospiz Österreich und Univ. Prof. Dr. Ralph Grossmann, Organisationsberater, die für sie passende Umsetzung im Bundesland. Das Knowhow und die Erfahrungen aus dem Wiener Pilot, in welchem vier Träger (Arbeitersamariterbund, Caritas ED WIEN, Caritas Socialis CS, Volkshilfe Wien) in einem dreijährigen Projekt (2015 – 2018) sehr viel an Expertise und Erfahrung zur Umsetzung von Hospizkultur in der Hauskrankenpflege erarbeitet haben, fließen in die Netzwerktreffen mit ein. Mehr zum Wiener Pilotprojekt unter www.hpc-mobil.hospiz.at. Auf diese Weise werden Synergien optimal genutzt. Das vernetzte Arbeiten bringt zusätzliche Ideen, stärkt die Motivation und gibt viel Kraft, um kontinuierlich die Umsetzung auf Bundeslandebene gut voranbringen zu können. Diese wird von der landeskoordinierenden Hospiz- und Palliativorganisation, in Vorarlberg zusätzlich von Connexia und dem Landesverband Hauskrankenpflege getragen. Die Evaluierung des Projektes erfolgt durch das Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien, Mag.a Eva More-Hollerweger. Das Projekt wird anteilig vom Fonds Gesundes Österreich gefördert.

Was ist seit Projektbeginn in HiZ passiert?

In drei großen Netzwerkarbeitstreffen mit den Vertretungen der Träger und Krankenpflegevereine und den für das Projekt Verantwortlichen auf Bundeslandebene wurde an der Umsetzung gearbeitet. Alle benötigten Trainer*innen wurden in drei Trainer*innenschulungen ausgebildet. Die Palliativbeauftragten absolvieren zum Teil schon eine Grundausbildung, den Interprofessionellen Palliativbasislehrgang. Mit den dreitägigen Workshops für die Mitarbeiter*innen wurde begonnen, große Veranstaltungen für und mit den operativen Führungskräften wurden geplant bzw. durchgeführt. An den Zielen, Leistungen und Indikatoren wurde gearbeitet, ebenso an der Integration der neuen Rolle der Palliativbeauftragten. Das Curriculum der Mitarbeiter*innenworkshops wurde auf CoVid-19 Bedingungen adaptiert, in Vorarlberg wurde ein eigenes für Palliativbeauftragte entwickelt. Das alles ist nur ein kleiner Auszug aus dem Vielen, das einerseits auf Österreichebene und dann angepasst an das jeweilige Bundesland, bis dato umgesetzt wurde.

HiZ und CoVid-19

Ab März 2020 wurde es ein sehr herausforderndes Projektjahr. CoVid-19 hat im Projektverlauf Vieles durcheinander gebracht. Mehr Abstimmung hat uns geholfen, bestmöglich und flexibel auf die Situationen, die CoVid-19 ausgelöst hat, reagieren zu können. Wir haben Termine verschoben mit allen Konsequenzen – neue Räume finden, mit allen Beteiligten neue Termine vereinbaren usw. Onlinekompetenz wurde erarbeitet, und das entsprechende technische Equipment wurde gekauft. In der Folge wurde begonnen Arbeitstreffen auf Österreichebene wie im Bundesland online abzuhalten. Nur bei den Workshops waren sich bisher alle einig, dass diese nicht online durchführbar sind, da es bei den Workshops viel um die Haltung zu Hospiz und Palliative Care geht. Das Einfühlen, Nachspüren, Nachempfinden, Reflektieren und die Erfahrung der Teilnehmenden werden sehr direkt miteinbezogen, Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichem Ausbildungsniveau werden gleichzeitig angesprochen. Am 19.01.2021 hatten wir ein österreichweites Zoom-Treffen mit allen Verantwortlichen aus den Bundesländern und allen Trägervertretungen. ES WAR SEHR BEEINDRUCKEND, und ist unter den Titel zu stellen: „HiZ lässt sich NICHT unterkriegen“. Die Motivation ist da, sogar verstärkt, weil alle noch mehr davon überzeugt sind wie notwendig, wichtig und unterstützend HPC in der Hauskrankenpflege ist, im normalen Arbeitsalltag und verstärkt in der Krisensituation. Natürlich braucht das Projekt mehr Zeit als ursprünglich vorgesehen, nämlich rund 1 – 1,5 Jahre, um z.B. 80% Durchschulungsrate in jedem Träger zu erreichen. Alle Verantwortlichen, Träger, Krankenpflegevereine waren seit März 2020 trotz der vielen zusätzlichen Herausforderungen zu HiZ aktiv und sind es nach wie vor. Der österreichweite Austausch passiert mit großer Offenheit, das Eigene wird wechselseitig den anderen zur Verfügung gestellt. Verantwortliche, die Kooperation und Vernetzung leben, tragen dazu bei, dass die wichtigen Themen, die im Projekt HiZ vermittelt werden sollen, ankommen und voranschreiten, auch unter CoVid-19.

Warum hat HiZ – Hauskrankenpflege im Zentrum verschiedene Namen?

HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause

HiM – Hospizkultur und Palliative Care in den Mobilen Diensten

HPC zuhause Hospizkultur und Palliative Care zuhause

Das Projekt HiZ hat die Aufgabe, die Verantwortlichen, die Träger und Krankenpflegevereine jeden Bundeslandes zu unterstützen, den passenden Pilot zu entwickeln und aufbauen zu können. Die mobile Pflege und Betreuung zu Hause ist in den Bundesländern hinsichtlich den Ausgangsvoraussetzungen und der Durchführung unterschiedlich. In Vorarlberg z.B. gibt es einen sehr hohen Anteil an diplomiertem Personal in der Hauskrankenpflege, von denen viele bereits über Grundlagen in Hospiz und Palliative Care verfügen. Das ist in anderen Bundesländern nicht der Fall. Alle teilnehmenden Bundesländer werden durch die Integration von Hospizkultur und Palliative Care in der Hauskrankenpflege ihre Mitarbeiter*innen in der Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen erheblich unterstützen. Das Niveau und die Qualität der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen wird sich bei allen teilnehmenden Trägern und Krankenpflegevereinen zum Wohle der schwerkranken und sterbenden Patient*innen und deren Angehörigen bzw. Vertrauenspersonen verbessern.

Dr.in Sigrid Beyer, Hospiz Österreich, Bereichsleitung HPC in der Grundversorgung, sigrid.beyer@hospiz.at;
Maria Eibel, BSc MA MBA, Hospiz Österreich, Koordination HPC in der Grundversorgung, maria.eibel@hospiz.at 

Ansprechpersonen in den Bundesländern:

Oberösterreich: Landesverband Hospiz Oberösterreich,
Projektleitung: Dr.in Birgit Hofmann-Bichler, birgit.hofmann-bichler@gmx.at

Kärnten: Landesverband Kärnten für Hospiz- und Palliativeinrichtungen
Projektleitung: DGKP Brigitte Pekastnig; office@klv-hospiz.at
Projektkoordination: Mag.a (FH) Anita Freithofnig-Aigner, anita.freithofnig.aigner@klv-hospiz.at

Steiermark: Hospizverein Steiermark
Projektkoordination: Mag.a Karin Oblak, hpc-mobil@hospiz-stmk.at

Vorarlberg: Projektleitungsteam
Hospiz Vorarlberg: Dr. Karl Bitschnau MAS, karl.bitschnau@caritas.at 
Connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege: Dietmar Illmer, dietmar.illmer@connexia.at 
Hauskrankenpflege Vorarlberg: Mag.a Angela Jäger, aj@hauskrankenpflege-vlbg.at

Foto Copyright: DV Hospiz Ö

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Preis der OPG für „HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“

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Hospiz Österreich hatte für den 7. Österreichischen Interprofessionellen Palliativkongress in Innsbruck ein Abstract zum Projekt „HPC Mobil – Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause“ eingereicht . Zu unserer großen Freude wurde dieses Abstract gemeinsam mit vier anderen herausragenden Einreichungen vor den Vorhang geholt und erhielt einen Kurzvortrag und einen Preis, der am Samstag, 30.3.2019, von Dr . Rudolf Likar und Dr.in Christiane Kreyer an die Projektleiterin Dr.in Sigrid Beyer, Hospiz Österreich, übergeben wurde.

Wir freuen uns gemeinsam mit den Trägern, die in HPC Mobil mit dabei waren, dem Arbeitersamariterbund, der Caritas der ED Wien, der Caritas Socialis CS und der Volkshilfe Wien, diesen Preis der Österreichischen Palliativgesellschaft erhalten zu haben .

Dr.in Gudrun Kreye leitete den Kurzvortrag zu HPC Mobil ein und erzählte, dass die Betreuerin ihres Vaters immer wieder begeistert von diesem Projekt erzählt hat. Vielen Dank, das ist die größte Auszeichnung!

Uns als Dachverband Hospiz Österreich ist es wichtig, dass wir Projekte vom ersten Moment der Entstehung bis zur Durchführung und zum Abschluss gemeinsam mit den PraktikterInnen konzipieren und gestalten. Die Betreuenden sind jene, die den Inhalt und den Verlauf bestimmen. So gelingt es, die Betreuenden in den Alten- und Pflegeheimen und in der Hauskrankenpflege in ihrer sehr fordernden Arbeit mit schwerkranken und sterbenden PatientInnen nachhaltig zu unterstützen. So können Problemlagen, die außerhalb der Trägerstruktur liegen,  gut erkannt und an die Entscheidungsträger vermittelt werden.

Am Ende des Kurzvortrags wurde der Videoclip gezeigt, der im Rahmen des Projektes HPC Mobil entstanden ist: ‚Mutmacher für ein Sterben zu Hause‘

https://www.youtube.com/watch?v=NK8QkBYFPZU

Neugierig geworden? Mehr Informationen finden Sie unter: www.hpc-mobil.hospiz.at

Fotos © Tiroler Hospiz Gemeinschaft
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