Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

„Bereichernd, anregend, dankbar, herausfordernd und auch anstrengend“

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so die Rückmeldungen von zwei Teilnehmenden der Multiplikator*innen-Schulung Palliative Geriatrie, die von 7.-11. März 2022 im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg stattfand. 14 Teilnehmende aus ganz Österreich nahmen an der fünftägigen Train-the-Trainer Schulung unter der Leitung von Sonja Thalinger und Nadia Sterba teil und haben diese erfolgreich absolviert. Die hier ausgebildeten Multiplikator*innen werden später selbst zu zweit in den Workshops „Palliative Geriatrie“ Mitarbeitende aus Alten- und Pflegeheimen zu Hospizkultur und Palliative Care schulen. Michaela Bergmann und Claudia Fupun,  diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen in einem Mobilen Palliativteam in Wien, fassen hier ihre Eindrücke zusammen:

Es war schön, neue Menschen kennenzulernen, die auch im Palliativbereich arbeiten bzw. Multiplikator*innen sein werden, mich mit ihnen auszutauschen und zu vernetzen. Die Woche war sehr lernintensiv, weil man die Schulung einerseits als Teilnehmende erfährt, aber andererseits die Moderator*innen-Rolle, die man später in den Workshops übernehmen wird, auch mitdenken muss.

Besonders beeindruckt hat mich die Storyline-Methode, die ich zuvor nur aus Erzählungen kannte. Alle können sich kreativ einbringen und erfinden die Figuren (je ein/e Bewohner*in, Angehörige*n und Pflegeperson) gemeinsam. Dadurch werden sie lebendig und sind den Teilnehmenden viel näher, als es vorgegebene Lehrbeispiele je sein könnten.

Auch aktuelle Themen der Teams bzw. der einzelnen Personen werden durch die Storyline-Methode erlebbar. Sie ist auch deshalb toll, weil sie alle unterschiedlichen Berufsgruppen, die in Alten- und Pflegeheimen arbeiten, gleichermaßen einbindet. Das Wissen der Gruppe und die individuellen Erfahrungen der Mitarbeitenden fließen in den Workshop mit ein. Bereichernd ist auch die Methodenvielfalt, die uns die Schulungsleiterinnen gezeigt haben, der wertschätzende und achtsame Umgang schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre – erfrischend, freudig und ja, auch immer wieder sehr lustig.

Ich freue mich sehr darauf, im Rahmen von HPCPH den Hospizgedanken vermitteln und weitergeben zu dürfen. Die derzeitige Situation im Hinblick auf Pandemie und Ukrainekrieg stellt sicher eine besondere Herausforderung beim Halten dieser Workshops dar. Personelle Engpässe, Erkrankungen und Abschiede durch Versterben von Bewohner*innen sind für das Personal sehr belastend. Dementsprechend können manchmal auch die Fragen und Themen der Teilnehmer*innen, ihre persönliche Betroffenheit und vielleicht auch ablehnende Haltung dem Workshop gegenüber eine Herausforderung für uns Multiplikator*innen sein.

Besonders gespannt bin ich auf die vielen unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen der Menschen, die in Institutionen der Langzeitpflege arbeiten. Ich freue mich als Multiplikatorin tätig zu werden und bei meinem ersten Workshop eine erfahrene Kollegin an meiner Seite zu haben...“

Wir danken dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz!

© Fotos Hospiz Österreich
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