Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Österreich

15 Jahre fundiertes Wissen – 15 Jahre Universitätslehrgang Palliative Care und viele beeindruckende Zahlen

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Seit dem Jahr 2006 gibt es den dreistufigen Universitätsehrgang Palliative Care. Ins Leben gerufen wurde er von Sr. Hildegard Teuschl CS, der damaligen Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich. Nun darf gefeiert werden! Hier eine Rückschau und ein Ausblick:

Von Beginn an verbinden sich die Kompetenzen der drei Kooperationspartner Hospiz Österreich, Paracelsus Medizinische Privatuniversität und St. Virgil Salzburg zu einer Erfolgsstory. Dieses Potential sowie die erfahrenen Dozent*innen und die tausenden engagierten Teilnehmer*innen machen diesen Universitätslehrgang einzigartig.

Rückblickend ein paar relevante, sehr beeindruckende Zahlen:

3 Drei Stufen führen zum Master of Science. Dieses flexible System fördert einerseits die Multiprofessionalität, da in zwei der drei Levels in einem fächerübergreifenden Setting gelernt wird. Das hat auch in der beruflichen Arbeit der Teilnehmenden einen großen Stellenwert. Andererseits ermöglicht dieses System auch eine Vertiefung im eigenen Fachbereich.

11 An elf Standorten wird mittlerweile das Level 1, also der interprofessionelle Basislehrgang angeboten.

4775 So viele Teilnehmer*innen haben den interprofessionellen Basislehrgang bereits besucht.

18 Rechnet man alle Lehrgänge, die in der Regel parallel stattfinden, zusammen, so kommt die stattliche Zahl 18 zustande. Neben den 11 Basislehrgängen sind es 6 Vertiefungslehrgänge (Medizin, Pflege, Pädiatrie, zwei psychosozial-spirituelle Lehrgänge und der neue medizinisch-therapeutische Palliativlehrgang) sowie mindestens ein Masterlehrgang.

943 Das ist die Zahl der Absolvent*innen, die eine Vertiefungsstufe besucht und beendet haben. Im Jahr 2021 werden wir noch ein weiteres Jubiläum feiern: der*die 1000. Absolvent*in wird das Level 2 abschließen.

181 ist die Anzahl der Kolleg*innen, die bisher den Titel Master of Science verliehen bekamen.

2017 war das Jahr, in dem der Universitätslehrgang mit dem „Award for Palliative Care Leadership Programmes“ der Europäischen Palliativgesellschaft (EAPC) und der European Palliative Care Academy (eupca) ausgezeichnet wurde.

Die Anzahl der Kerzen auf einer Geburtstagstorte und die damit einhergehenden anderen Zahlen sind beeindruckend und dennoch nicht das Entscheidende.

All diese gut ausgebildeten und engagierten Kolleg*innen bilden ein zentrales und stabiles Fundament für die qualitativ hochwertige Versorgung von Menschen, die mit dem Thema Lebensende konfrontiert sind. Sie sind wichtige Botschafter*innen für Hospiz und Palliative Care in unserer Gesellschaft. Mit jedem*r Absolvent*in trägt der Universitätslehrgang zu wachsendem Engagement und fundierter Auseinandersetzung mit guter Lebensqualität am Lebensende trotz schwerer Erkrankung bei. Und sorgt so für einen gesellschaftlichen Diskurs zu einem Thema, das von vielen oft gemieden wird.

In seinem Jubiläumsjahr 2021 blickt der Lehrgang in eine spannende Zukunft. Das neue Universitätsgesetz und neue Gesetzesentwürfe zum assistierten Suizid sowie zu Ausbau und Finanzierung der Hospiz- und Palliativversorgung zeigen, mehr den je, die Bedeutung des Universitätslehrgang auf. Zugleich ist Flexibilität und hohe Aufmerksamkeit gefordert, um all den künftigen Möglichkeiten gerecht zu werden und kommenden Herausforderungen gut begegnen zu können.

Was wäre ein Jubiläum ohne Dankesworte? Und was wäre ein Universitätslehrgang ohne Teilnehmer*innen, Dozent*innen und alle anderen Personen, die ihn ideell und organisatorisch begleiten und ermöglichen?

Insofern ein großes Dankeschön und eine herzliche Gratulation an Sie und Euch alle, die den Lehrgang in der einen oder anderen Rolle mittragen, unterstützen und begleiten.

Auf die nächsten 15 Jahre!

https://www.ulg-palliativecare.at/

https://www.pmu.ac.at/news/article/15-jahre-uni-lehrgang-palliative-care-beste-betreuung-geforderter-denn-je.html

BM Karoline Edtstadler besucht den Universitätslehrgang Palliative Care

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Karoline Edtstadler, Ministerin für Europa und Verfassung, besuchte am 28.5.2021 die Träger*innen des Universitätslehrgangs Palliative Care. Sie überzeugte sich in einem Arbeitsgespräch mit Geschäftsführerin Leena Pelttari (Dachverband Hospiz Österreich), Direktor Jakob Reichenberger (St. Virgil), Rektor Wolfgang Sperl und Kanzlerin Lydia Gruber (beide Paracelsus Medizinische Privatuniversität) und Lehrgangsleiterin Doris Schlömmer vom wichtigen Beitrag, den der Lehrgang für die qualitätsvolle Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich leistet.

Seit dem Entscheid des Verfassungsgerichtshofs zum assistieren Suizid vom Dezember 2020 ist das sensible Thema des Lebensendes wieder verstärkt in der Diskussion. Die wichtige Botschaft der Träger*innen des ULG an die Politik: Palliative Grundversorgung soll in allen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen geleistet werden. Angebote müssen leistbar, flächendeckend und wohnortnah sein. Dafür braucht es exzellente Ausbildung in diesen Berufsfeldern, die der ULG Palliative Care seit 2006 in Österreich leistet. Wesentliche Aufgabe einer Palliativ-Betreuung ist es, Menschen Ängste zu nehmen: vor allem die Angst vor Schmerzen und vor dem Alleinsein und ein Sterben in Würde ohne Zwänge zu ermöglichen.

Der Dachverband Hospiz Österreich, St. Virgil und die PMU nehmen sich schon seit Jahren – lange vor der aktuellen Diskussion – dieser wichtigen Thematik an. Mit dem europaweit einzigartigen Universitätslehrgang, der seit 2006 besteht, konnte der Aufbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich entscheidend mitgeprägt werden. https://ulg-palliativecare.at/

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© Fotos: BKA/Andy Wenzel

22 neue Master of Palliative Care

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Im Rahmen einer akademischen Feier am 23.11.2018 erhielten 22 AbsolventInnen ihre Masterdiplome für Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg. Seit 2006 haben damit insgesamt 157 Frauen und Männer den Universitätslehrgang Palliative Care erfolgreich mit dem Master abgeschlossen.

Der Rektor der PMU, Univ. Prof. Dr. med. Herbert Resch, betonte in seiner Begrüßung das Engagement und stellte fest, dass es für die AbsolventInnen nicht um Beruf und die Karriere gehe, für viele sei es Berufung, schwer kranke und sterbende Menschen auf dem letzten Weg kompetent und empathisch zu begleiten.

Landtagspräsidentin Dr.in Brigitta Pallauf dankte den AbsolventInnen für ihren Einsatz und betonte die gesellschaftliche Bedeutung der Arbeit in Hospiz und Palliative Care.

In einer berührenden Festrede erörterte Univ. Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl, Dipl. Pall . Med. (Univ. Cardiff) (PMU) Sorge, Leid, Nöte von Menschen mit neurologischen Erkrankungen und den Umgang mit dem Sterbewunsch.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Der dreistufigen Universitätslehrgang Palliative Care wird von dem Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, dem Dachverband Hospiz Österreich und dem Bildungszentrum St . Virgil Salzburg gemeinsam verantwortet. Mehr unter http://ulg-palliativecare.at/

Fotos © PMU/wildbild. Zur größeren Darstellung klicken Sie bitte auf das Bild.